Wundersame Begegnung

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Mir ist heute etwas Lustiges und gleichzeitig Unfassbares passiert. Ich war, wie immer zu den Jahreskreisfesten, zum meditativen Tanz gefahren. Da machen meistens ältere Frauen mit, so ab 40 Jahren aufwärts. Ich bin immer die Jüngste mit meinen 32 Jahren. In der Pause heute sprach mich immer wieder eine Mittanzende an, die ich irgendwie von vornherein sehr unsympathisch und klettig fand. Sie aber wollte sich anscheinend die ganze Zeit mit mir unterhalten und so erzählte sie mir, dass sie früher ja immer um 12 nachts rausgegangen ist und dann bis 5 Uhr morgens wilde Partys gefeiert hat. Und sie fände es so schade, dass die jüngeren Leute das heute nicht mehr tun würden.

Angesichts dessen teilte ich ihr verwundert mit, dass die jungen Leute von heute das sehr wohl immer noch tun würden. Sie staunte komischerweise darüber und fragte: „Echt?“ und ich antwortete: „Ja, die machen das immer noch.“ Und da fragte sie mich plötzlich: „Wer? Deine Kinder?“

😛 Musste ich mal erzählen 😛

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Hexesofia entdeckt neue Welten: Deo, Shampoo und was Natron damit zu tun hat

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Mir ist ein Licht aufgegangen: Die Produkthersteller für Hygieneartikel sind den Pharmaindustrien sehr ähnlich. Sie suggerieren den Menschen, sie bräuchten ihre Produkte.

Zu Deodorant kann ich nur sagen: Ich verwende schon seit Jahren keins mehr und auch kein Ersatz (Natron könnte man aber sehr gut verwenden, verstopft nichts und hält bis zu 10 Stunden frisch). Viele Menschen riechen unter ihren Achseln, riechen (natürlich!) etwas und denken direkt, sie stinken. Das ist aber ein Trugschluss. Natürlich riecht man einen gewissen verdichteren Geruch unter den Achseln, das heißt aber nicht, dass man stinkt. Die Gesellschaft hat irgendwie ein Problem damit bekommen, nach Mensch, nach einem lebendigen Wesen zu riechen. Es wird immer steriler. Meine Freunde und Kollegen wissen, dass ich kein Deo verwende und sind erstaunt darüber, dass ich trotzdem nie stinke.

Ich glaube, wenn man als Mensch nichts Handwerkliches macht, nicht auf dem Bau arbeitet oder sonst wie anstrengende Arbeit verrichtet und ca. alle drei Tage badet oder duscht (is bei mir so), dann stinkt der Mensch nicht. Und wenn mal jemand bei gutem Wetter die eine oder andere Schweißperle auf der Haut hat – nun gut, frischer Schweiß stinkt ja bekanntlich nicht und wenn doch, tja, dann riecht derjenige vielleicht einfach mal ganz normal nach Anstrengung riechender Mensch!

Und für alle die, die jeden Tag körperlich anstrengende Arbeit verrichten ist ja klar, dass die tägliche Dusche dazu gehört.

Ansonsten gibt es wie gesagt das Natrondeo. Kurz dazu: Natron sollte jede Hexe im Haus haben. Es ist ein Allround-Talent. Man kann damit Zähne putzen, Saucen entsäuern, die Küche putzen, Tee und Kaffee milder machen, backen, Haare waschen (siehe unten) und vieles mehr. Es ist sehr günstig und steht im Supermarkt überwiegend bei den Backwaren. Für das Deo:

Man nehme ein ganz normales Wattepad und befeuchtet es. Dann streue man Natron drauf und tupft oder reibt es unter den Achseln ein. Neutralisert den Körpergeruch und hält bis zu 10 Stunden.

Mit Shampoo genauso: Ich habe mal bei Youtube gesucht und selbstgemachte Shampoos auf einem super Kanal von einer sehr kompetenten Frau gefunden. Einmal stellt sie das Natron Shampoo vor:

Natron-Shampoo

Man koche 250ml Wasser auf.

Man nehme eine Schüssel, in die man 1-2 Esslöffel Natron tut (ich persönlich nehme immernur einen Esslöffel, da meine Haare sonst zu spröde und trocken werden).

Man schütte das kochende Wasser darauf und rührt alles um, damit das Natron sich verteilen kann. Dann kurz oder länger abkühlen lassen (es ist egal wie kalt oder warm es bei der Verwendung ist, hauptsache es hat gekocht als es mit dem Natron zusammenkam) und wie ein normales Shampoo verwenden. Ich gieße es immer portionsweise ins Haar und massiere es sanft ein.

Nicht erschrecken: Es schäumt nicht und man hat beim ersten Mal absolut das Gefühl, es bringe rein gar nichts!

Dann ganz normal ausspülen, wie bei einem Shampoo.

!Achtung! Das Natron Shampoo sollte jedoch nie isoliert von einer Spülung verwendet werden. Entweder man nimmt danach eine normale Spülung aus dem Supermarkt, oder man macht auch diese selbst (siehe auch Youtube), das nennt man „Saure Rinse“:

Saure Rinse

Man nehme 1l normales Wasser in einer Schüssel. Man füge hinzu:

1 Esslöffel Apfelessig

3 Tropfen Teebaumöl

4 Tropfen Rosmarinöl

Alles vermischen. Nach dem Natron-Shampoo übers Haar gießen und jetzt kommt das Tollste überhaupt: Man kann es einfach drin lassen wenn man möchte!!!! Also ich genieße das total. Es riecht auch so schön.

Als ich das auf Youtube sah, bemerkte ich: Seit Monaten habe ich alle Dinge für Shampoo im Haus und kaufe trotzdem noch welches aus dem Drogeriefachhandel.

Aber mein Favourite kommt jetzt noch:

Ei-Honig-Zitronen Shampoo

Wie der Titel schon sagt:

Man nehme ein Ei und verrühre es in einer Schüssel.

Danach ein Teelöffel Honig dazu und den Saft einer ausgepressten Zitrone (aber gekaufter Zitronensaft geht auch!)

Alles in die Haare einmassieren und mindestens 10 Minuten einwirken lassen (man kann es auch eine halbe Stunde einwirken lassen, wie man möchte)

Dann alles ganz normal ausspülen. Die Haare sind danach super weich, glatt und glänzend (nimmt auch das Fett raus).

Wer sich das nochmal genau auf youtube ansehen will.

Es ist echt ein tolles Gefühl, zu sehen, dass die Natur uns alles gegeben hat, um unseren Körper zu pflegen. Meiner Meinung nach gibt es nur durch die Industrieprodukte soviele Menschen mit Problemhaut und Problemhaaren – je näher an der Natur, desto weniger Beschwerden.

Also, probiert’s mal aus 😉

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und bin voller Vorfreude auf Mabon!!

In Liebe, eure Hexesofia

Ein Leben ohne Handy und ohne Facebook?

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Ich besitze seit dem Jahre 2000 ein Handy. Ich habe es mir geholt, weil alle es hatten und ich es toll fand, immer erreichbar zu sein und jemandem durch eine SMS etwas mitteilen zu können, ohne ihn anrufen zu müssen. Irgendwie fand ich es auch aufregend, auf eine bestimmte SMS zu warten und wenn die SMS-Melodie erklang, sprang mein Herz höher. Mittlerweile merke ich, dass es immernoch so ist. Jedes Mal, wenn der SMS-Ton erklingt, kriege ich ein kleines Glücksgefühl, egal, ob es eine wichtige SMS ist oder ich keine Ahnung habe, wer das jetzt sein könnte. Und ich merke, wie süchtig man nach Kontaktaufnahme wird. Manchmal fällt es ja schon richtig auf, dass man mal einen Tag keine SMS von niemandem bekommen hat – dann hat man direkt das Gefühl, nicht mehr dabei zu sein oder dass niemand an einen denkt, im schlimmsten Fall (je nach Stimmung), dass man keine Freunde mehr hat.
Ich überlege schon länger, mein Handy abzulegen. Aber geht das in dieser Gesellschaft überhaupt noch? Ich habe jetzt ein Pärchen kennengelernt, die mir sagten, sie hätten kein Handy und hätten auch nie eins gehabt. Wow. Fand ich toll. Als es dann aber daran ging, sich mit ihnen zu treffen, merkte ich ‚Oh, dann musst du sie ja zuhause auf dem Festnetz anrufen‘! Das stellte sich als gar nicht mal so einfach dar, denn ich kannte sie kaum und anfangs weiß man ja nie wirklich, ob die Menschen wirklich an einem interessiert sind oder nur höflich sein wollen. Ich merkte, wie ich richtige Hemmungen hatte, sie direkt anzurufen. Der Drang danach, ihnen einfach aus der Ferne eine kurze, unpersönliche und vor allem risikolose SMS zu schreiben, war sehr groß. Brachte nix. Ich rief an und sie haben sich mega gefreut und mich direkt zu sich nach Hause eingeladen, wo wir bei mehreren Gläsern Bier lustige Gespräche führten.
Meinen Vertrag habe ich jetzt zum Oktober gekündigt. Aus Facebook bin ich seit Januar auch schon raus. Bei What’s app bin ich gar nicht erst eingestiegen. Meinen Kabelanschluss habe ich auch gekündigt, denn ich habe in diesem Jahr noch kein einziges Mal Fernsehen geschaut. Und ich muss sagen, es ist mir ziemlich schwer gefallen, aus FB auszutreten – seit 2 Jahren war es schon in meinem Kopf, aber es hatte so eine Macht über mich, dass ich es nie übers Herz brachte. Dann im Januar hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich JETZT rausgehen kann, dass mir GRADE alle (Pseudo-)Kontakte und Fotos und Pinnwandeinträge egal sind. Also nutzte ich die Gunst der Stunde und löschte meinen Account, was gar nicht so einfach war. Ich musste erst auf Youtube eine Anleitung ansehen, alleine hätte ich es auf FB nicht gefunden. Seitdem habe ich es nie bereut, ausgetreten zu sein. Ganz im Gegenteil – meine wahren Kontakte haben sich vertieft.
Gut, dass viele kein Facebook haben, ist ja nicht ganz so selten – aber kennt ihr Leute, die kein Handy haben? Habt ihr vielleicht selbst keins? Ich wäre wirklich dankbar für ein paar Erfahrungsberichte und Meinungen zu dem Thema, weil ich, wie gesagt, mein Handy ab Oktober nicht mehr habe und ich mich frage, ob man ohne Handy überhaupt noch in der Gesellschaft überleben kann.

Was ist eine richtige Hexe?

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Diese Frage habe ich mir bisher nie bewusst gestellt, und dennoch schwang sie irgendwie schon seit Langem immer mit. Nie hatte ich das Gefühl, „fertig“ zu sein – habe mich lange Zeit gar nicht als „richtige“ Hexe betrachtet, weil ich über so vieles nicht Bescheid wusste und auch immer noch viele „Lücken“ habe – wenn man das überhaupt so nennen kann. Ich glaube nämlich mittlerweile, dass man nicht nur eine richtige Hexe ist, wenn man über alles Bescheid weiß – „wissen“ bedeutet ja auch immer Rationalität und ich denke oder besser gesagt für mich bedeutet Hexe sein aus Intuition zu handeln. Die Intuition ist oft viel weiser und weiß ganz genau, was man braucht, man muss nur den Zugang zu ihr haben und sie auch anhören oder fühlen.

Oft habe ich das Gefühl, nicht so eine tolle Hexe zu sein wie andere – meine Wohnung sieht für manche nicht so hexenmäßig aus und außerdem fehlt mir ein Altar. Aber wisst ihr was? Ich habe lange darüber nachgedacht und ehrlich gesagt stand ich noch nie auf Altäre. Muss man denn einen Altar haben wenn man Hexe sein will? Ich habe da einfach keinen Bezug zu. Ich steh beispielsweise voll auf Hekate und kann mich total mit ihr identifizieren, aber ich habe überhaupt kein Interesse an einem Hekate-Altar. Und was meine Wohnung angeht, komme ich hinein und sehe meine ganz persönliche Hexenbude, alles in meiner Wohnung fühlt sich FÜR MICH GANZ PERSÖNLICH nach Hexe an. Ich glaube, jeder hat seine eigene Magie, man muss nicht über ALLE KRÄUTER, ALLE ZAUBER, ALLE TAROTKARTEN oder ALLE STERNZEICHEN Bescheid wissen. Was man gebrauchen kann, kommt schon von alleine zu einem.

Ich steh halt einfach auf vieles nicht, was viele mit dem Hexentum in Verbindung bringen. Ich finde es interessant, es bei anderen zu sehen und auch keineswegs doof oder so, aber ich habe meine ganz eigene Vorstellung vom Hexe sein. Und meine Magie ist auch nur für mich, ich teile sie wenn nur mit wenigen und nicht mit meinem gesamten Umfeld. Und ich teile auch nicht alles mit jedem. Es gibt Menschen, mit denen kann ich gut über Astrologie sprechen, dann gibt es wieder andere, mit denen ich über Rituale sprechen kann. Und mit wieder anderen verbindet mich etwas ganz anderes, was mit Magie nix zu tun hat. Und das ist auch gut so. Meine Magie ist für mich etwas sehr Intimes, es ist meine intime Beziehung zwischen mir und der mich umgebenden Energie.

 

Externsteine 2014 – Beltane

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Hallo ihr Lieben!

Es ist mal wieder soweit – die Walpurgisnacht ruft 😉

Ich biete euch hier wieder ein Forum, in dem ihr euch austauschen und verabreden könnt.

Letztes Jahr haben wir es immer so gemacht, dass zu jeder vollen Stunde ein Treffen am kleinen Häuschen an den Steinen stattfand (das hat zwar nicht immer hingehauen, aber ich denke, langsam kommt es ins Rollen).

Ich selbst werde höchstwahrscheinlich auch dort sein – ich sage das so vorsichtig, weil ich im letzten Jahr leider kritisiert wurde, dass ich einerseits gesagt habe, dass ich bei strömendem Regen nicht kommen werde (dazu stehe ich auch!) und dann wurde ich ein anderes Mal „kritisiert“, dass ich so früh gegangen war.

Deshalb möchte ich das hier nochmal klar stellen: Ich biete EUCH meinen Blog an, damit ihr Kontakte knüpfen könnt. Diese Tatsache bedeutet nicht, dass ich mich um Leute kümmern muss (ich biete hier keine Veranstaltung an und bin keine Entertainerin), es bedeutet nicht, dass ich so hyper spirituell drauf bin, dass ich bei strömenden Regen hell erleuchtet durch die Lüfte fliege. Und es bedeutet auch nicht, dass ich die ganze Nacht durchmache, nur weil der ein oder andere von weit hergekommen ist und niemand anderes kennt.

Ich wünsche mir, freie und eigenständige Menschen kennenzulernen, mit denen ich mich unterhalten kann und die akzeptieren können, dass ich irgendwann nach Hause fahren möchte. Das wäre schon ’ne dolle Sache. Natürlich habe ich solche Menschen letztes Jahr auch kennengelernt, z.B. Julia und Katharina, von denen ich hoffe, dass sie dieses Jahr wieder dabei sind??? Wäre superschön!!!!

Nun gut, also Leute – tobt euch hier aus – ich freu mich, wenn das klappt!

Liebste Hexengrüße, Sofia

Nachtrag am 29.04.2014: Ihr Lieben, es tut mir leid, aber ich werde morgen aus persönlichen Gründen höchstwahrscheinlich nicht dabei sein können 😦

Euch wünsche ich ein frohes Beltane, berichtet doch, wie es war!

Emanzipation aus evolutionärer Sicht

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Was ist eigentlich „wahre Emanzipation“? Payoli macht einen Vorschlag:

payoli

Frauen- power Frauen- Emanzipation ist Teil unseres derzeitigen Lebens.
Notwendig bis überflüssig. – Je nach Sichtweise.
Dass Frauen für gleiche Arbeit ‚gleiches’ Geld bekommen müssen ist klar. Dass Schluss mit Ausbeutung, Ungleichheit oder gar Unterdrückung mehr als sein muss, noch klarer. – In allen Bereichen!

Doch ist es für Frauen generell vorteilhaft, alles gleichberechtigt können und machen zu dürfen oder gar zu müssen?
Dass Frauen so ziemlich alles können, was das Leben erfordert, haben sie in zahllosen Situationen schon bewiesen und sollte niemand bezweifeln. Sie waren es, die in allen Kriegszeiten zum Beispiel das Leben am Laufen hielten.

Aber so wirklich gut finde ich es, unabhängig vom Gender- Thema, dennoch nicht, wenn alle alles können und alles tun.
Denn, stell Dir vor, jeder Zulu und Inuit könnte Schuh platteln und jeder Franzose und Norweger perfekte Makis rollen. Wohin könnten wir dann fahren oder wandern um uns von fremden Kulturen überraschen und beschenken…

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