Die Göttin schickte mir die „weise (überhebliche?) Alte“, damit sie mich lehrt

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Ich liege grade im Krankenhaus. Ich hatte einen Mückenstich, der sich entzündet hat und wegen Verdacht auf Blutvergiftung bin ich nun das erste Mal in meinem Leben im Krankenhaus.

Ich glaube ja daran, dass nichts im Leben ohne Grund passiert. Deshalb bin ich nun die ganze Zeit am rätseln: Was soll das alles nun bedeuten? Manchmal kommen Gedanken von „Strafe“ in meinen Kopf, die mir auferlegt wurde, weil ich hier oder da nicht gut gehandelt habe. Aber gibt es so etwas wie „Strafe“ überhaupt? Eigentlich glaube ich daran, dass in allem eine tiefe Chance verborgen liegt, zu wachsen. Und bei allem, was uns passiert, lernen wir uns selbst noch besser kennen.

Zuerst war ich alleine auf dem Zimmer. Am zweiten Tag haben sie mich dann gefragt, ob es in Ordnung für mich wäre, eine Zimmergenossin zu bekommen. Zuerst dachte ich: „Ach nö, is‘ doch so schön alleine..“ Aber dann dachte ich an die Möglichkeit, dass die Göttin mir vielleicht jemand ganz Bestimmtes schickt und sagte ja.

Eine alte Frau betrat mit ihrem genauso alten Mann das Zimmer. Als ihr Mann weg war, vergingen keine zwei Minuten, da wusste ich schon, dass ihre beiden Söhne Ärzte sind, ihr Mann Physiker an der Uni und auch all ihre Enkelkinder haben eine grandiose Laufbahn. Der eine studiert sogar an der Sorbonne in Paris. Da war ich total angepisst und ich hasste diese alte, hochnäsige Schnepfe! Ich hatte vorher lediglich gesagt, dass ich Lehrerin bin.

Eigentlich redet sie die ganze Zeit und ich höre ihr auch zu, weil ich Respekt vor dem Alter habe. Aber manchmal komme auch ich durch. Mir ging diese ganze Intellektuellen-Medizinerscheiße irgendwann auf den Geist, denn alle Sätze fangen so an: „Mein Sohn, der Kardiologe..“ oder „Mein Sohn, der Tropenmediziner…“ Ich wusste lange nicht, ob ihre Söhne auch Vornamen haben oder ob sie sie eventuell direkt nach der Geburt so genannt hat.

Ich sagte, dass ich mich auch oft zu künstlerischen Tätigkeiten hingezogen fühle. Auch weil ich mich irgendwie schon als so eine Art „Pöbel“ empfunden habe in ihrer Gegenwart und das Gefühl hatte, ich müsste jetzt auch mal zeigen, dass ich Anspruch habe. Aber auch in ihrer Familie sind alle Künstler! Ihre Enkelin hängt das gesamte Haus ihres Sohnes mit ihren künstlerisch fantastischen Bildern voll und auch ihr Sohn, der Kardiologe, ist künstlerisch sehr begabt. Außerdem hat er nicht nur ein Medizinstudium hinter sich gebracht, sondern auch ein abgeschlossenes Studium in Betriebswirtschaft, weil er den Betrieb im Krankenhaus auch nachvollziehen möchte. Ihr Sohn, der Kardiologe, hat auch schon mehreren Menschen das Leben gerettet, wo andere fast einen Fehler gemacht hätten und diese geretteten Menschen sagen heute noch „Er hat mich gerettet!“. Ihr Sohn, der Tropenmediziner, von dem sagen die Leute auch „Der guckt nicht nur über den Tellerrand, nein, der guckt noch viel weiter!“

Dennoch betont sie aber immer wieder: „Also, aber ich möchte wirklich nicht angeben!“ Nein, natürlich nicht!

Dann sage ich, dass ich einen Teil des Jakobsweges gegangen bin (wahrscheinlich auch wieder aus dem Gefühl heraus, ignorant zu sein) und dann wird das von unserer Superoma wieder getoppt mit Reisen nach Haiti, Skandinavien, Australien, Kanarische Inseln etc… Teilweise ist sie selbst gereist, aber vor allem spricht sie von ihren Söhnen. Sie spricht fast überwiegend von ihren Söhnen.

Dann erzähle ich (man ist ja 24h zusammen!), dass ich oft nach Paris fahre – dann war sie in Paris in der totschicken Oper und zwar in Don Giovanni, wo eine Karte 70€ kostet…

Gestern Abend habe ich sie dann aber doch mal in ihre Schranken gewiesen und war wirklich stolz darauf, ganz klar meine Grenzen aufgezeigt zu haben. Sie ist nämlich sehr begabt im Pauschalisieren von „jungen Leuten“. Da nennt sie mir irgendeinen Ort (und wie später rauskommt, in Schlesien!) und als ich den dann nicht kannte, kam sofort der Kommentar: „Ja, ich muss also wirklich sagen, die jungen Leute von heute, die haben ja überhaupt keine geographischen Kenntnisse.“ Da wurde ich langsam wirklich sauer und habe ihr gesagt, dass sie aber sehr oft pauschalisiert und dass ich das jetzt nicht gut finde, so etwas zu sagen, weil ich jetzt den EINEN Ort, den sie mir da zufällig nannte, nicht kannte. Da spielte sie ihren Vorwurf ganz schnell wieder runter und sagte, sie meinte ja gar nicht mich, sondern generell die jungen Leute und redete sich dann um Kopf und Kragen. Damit hatte ich sie dann doch verunsichert.

Zuerst hatte ich ein schlechtes Gefühl, ihr gesagt zu haben, dass das zu weit geht und sie so ins Schleudern gebracht zu haben, aber dann habe ich gedacht: „Nein, jetzt hast du einmal dein Recht verteidigt und nicht alles mit dir machen lassen – und da bist du jetzt stolz auf dich!“ Das schlechte Gewissen kommt ja eben nur aus dem antrainierten Verhaltensmuster heraus, mich niemals zu behaupten und sofort klein beizugeben. Aber damit ist jetzt Schluss. Ich möchte das nicht mehr.

Und ich mache mir gerade darüber Gedanken, warum das alles jetzt so passiert ist. Da liege ich nun mit einem entzündeten Mückenstich im Krankenhaus neben einer Alten, die mich ständig übertrumpfen will.

Und wisst ihr was? Langsam glaube ich, sie bringt mir grad was bei. Wer hat denn mit dem Beruf angefangen? ICH hatte doch sofort das Bedürfnis, ihr zu sagen, dass ich Lehrerin bin. Definiere ich mich vielleicht zu sehr über meinen Beruf? Natürlich, und da bin ich mir sicher, hätte sie spätestens nach 10 Minuten selber damit angefangen, dass beide Söhne Mediziner sind und auch sonst fallen Worte wie „Hierarchie“ und „unterlegen“ aus ihrem Mund. Aber die wichtigste Frage ist: Warum schickt mir die Göttin diese (weise??) Alte? Was soll ich dabei lernen?

Es ist, denke ich, meine eigene große Angst, als ignorant abgestempelt zu werden. Denn irgendwie habe ich mich ja auf dieses Spiel eingelassen (und auch irgendwie damit angefangen?). Was ich bemerkt habe, ist, dass auch ich oft dazu neige, immer zeigen zu wollen, dass ICH sehr anspruchsvoll im Leben bin und leicht dazu tendiere, andere im Zuge dessen als ignorant anzusehen. Vielleicht ist es das, was mir bewusst werden sollte.

Der Krankenhausaufenthalt an sich hat mir zum Einen gezeigt, dass mein Beruf anscheinend zuviel war – offensichtlich musste ich da mal rausgezogen werden und bemerken, dass es auch ohne mich läuft. Ich habe nämlich für den Tag der offenen Tür, der genau in dieser Woche ansteht, einen Auftritt mit den Kindern vorbereitet. Das ist also mein Baby – ich wollte noch mit den Kindern üben, sie vor ihrem Auftritt ansagen, einige Worte zu dem Fach sagen, mich schick rausputzen und einen mächtig guten Eindruck machen. Das kann ich jetzt mal alles knicken. Loslassen ist die Devise – ich bin nicht so wichtig, wie ich denke und die Dinge an meiner Arbeitsstelle können auch ohne mich laufen. Die Kinder treten trotzdem auf und eine Kollegin übernimmt die Präsentation. Nachdem ich euch in meinem letzten Beitrag ja schon berichtete, dass ich kurz vor dem Burnout stand, soll ich nun umso mehr lernen, diesen ganzen beruflichen Kram mehr loszulassen. Ich identifiziere mich zu sehr damit. Stimmt, nun werden mir die Geschehnisse langsam immer klarer.

Nun wollte ich mit „Zum Anderen“ weitermachen – aber das ist ja eigentlich schon das Fazit, das ich grad gezogen habe: auch durch die alte Frau habe ich erkannt, dass ICH offensichtlich sehr in diesen Klassenkategorien drin hänge, sonst gäbe es ja gar keinen fruchtbaren Boden für sie. Ich spreche zwar nicht die ganze Zeit davon, aber anscheinend spielt es doch eine große Rolle für mich. Ich sage auch immer gerne, dass ich Lehrerin bin und wenn ich es irgendwo aufschreiben soll (beispielsweise beim Arzt oder so), überlege ich auch immer, ob ich „Studienrätin“ schreiben soll (das wäre die exakte Beschreibung meines Amtes) oder ob das zu überheblich klingt. Das heißt, ich stecke tiefer in dieser Scheiße drin als ich denke.

Was nehme ich mir nun vor? Ich nehme mir vor, das Leben anders zu sehen. Das Leben in seiner Wahrheit zu sehen und die Wahrheit ist, dass der Tropenmediziner genauso ins Klo kackt wie die Aldi-Kassiererin. Dem Darm ist es also völlig egal, was einer von Beruf ist! Ich nehme mir vor, niemals mehr von dem zu sprechen, was ich von Beruf bin, was ich alles kann etc… Nicht, weil das per se schlecht ist, sondern weil ich bei der Alten gesehen habe, wie überheblich das wirkt und  weil – und das ist eigentlich das wichtigste Argument – ich das nur aus Minderwertigkeitsgefühlen heraus tue. Ich möchte lernen, mich selbst auch so zu akzeptieren, ohne diese ganzen Fähigkeiten und ohne Rückblick auf meine berufliche Laufbahn. Sind wir denn nur etwas wert, wenn wir uns Studienrätin, Doktor oder Quantenphysiker nennen können?

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Man sieht es auch wieder an Pippi Langstrumpf: Sie hat überhaupt keine Bildung, benimmt sich immer daneben und führt ein Lotterleben – dennoch hat sie total viel Selbstwertgefühl und verfügt über eine dementsprechende Fähigkeit zur Selbstbehauptung mit dem Ergebnis, dass die Anderen sie toll finden. Natürlich gibt es auch immer welche, die ihr Leben doof finden (sowie Tante Prusseliese oder die Polizisten), aber wie ich kürzlich in einem Buch über Selbstbehauptung las, ist es eine ungesunde Illusion, zu glauben, man könne mit der Außenwelt ständig und immer in völliger Harmonie leben. Das kann teilweise sogar gefährlich werden.

Ich möchte mich bei meiner Göttin bedanken, die sich unendlich viel Mühe gibt, mich auf meine Defizite hinzuweisen. Ich brauche mehr Abstand zum Beruf, möchte mich wieder mehr mit Hekate, Kali, Freya, Brighid und generell mit meiner Weiblichkeit verbinden und die Spiritualität wieder mehr in mein Leben lassen. Ich erinnere mich auch grade, dass ich früher nicht so war. Da habe ich dieses Berufliche eigentlich immer so „nebenbei“ gemacht.

Ich möchte mich mit der Kraft der Weiblichkeit verbinden, die Anmut des Weiblichen spüren und die tiefe Lebendigkeit, die in der zyklischen Weiblichkeit herrscht und mit der Erde verbunden ist, leben. Vielleicht kann mir die Rückverbindung mit den weiblichen Energien dabei helfen, mich von der Anerkennung anderer zu lösen.

Und ein kleiner, zusätzlicher Wunsch an meine Göttin: Bitte lass nicht zu, dass meine Kinder Kardiologen oder Tropenmediziner werden.

Kleiner Spaß am Rande ;-P

Aber wisst ihr was, langsam fange ich wirklich an, diese Alte zu mögen 😀

Das wird sich aber bestimmt bei ihrem nächsten Spruch irgendwann wieder schlagartig ändern, wenn Kali mich wieder mal auf meine Schwachstellen hinweisen will…

Erschöpftes Samhain

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Mein Leben fühlt sich grad sehr „chaotisch“ an. Obwohl es eigentlich die Art von Leben für mich ist, die es anzustreben gilt. Die Flexibilität und die Fähigkeit zur Trennung der einzelnen Lebensbereiche. Und auch für sich zu sein, die Stunden mit sich selbst zu genießen.

Ich fühle mich so erdrückt von meiner Arbeit. Sie hält mich davon ab, die Dinge zu tun, die ich wirklich tun möchte. Sowie zum Beispiel das Schreiben meines Romans, das Experimentieren im Bilder malen, das Laut-werden-lassen meiner Seele mithilfe von Instrumenten und Lautbildung, das tänzerischen Abgeben meiner inneren Geschenke und Botschaften an die Welt.

Das Problem ist nur, ich bin einfach zu k.o. Wie gern würde ich mich jetzt aufs Fahrrad schwingen und losfahren, aber andererseits habe ich doch keine Lust dazu. Ich fühle mich erschöpft und zu nichts in der Lage. Ich glaube, die beste Lösung für dieses Problem wäre, einfach nichts zu tun. Mein Körper sendet mir ja auch Botschaften. Andererseits denke ich aber auch, dass der Körper Sport zur Entspannung braucht. Ich glaube, ich kann mich grad einfach nicht entspannen. Ja, ich bin unentspannt.

Auch mein Hexendasein möchte ich eigentlich mehr ausleben. Aber ich komme da gar nicht mehr dran, weil ich in der Bewusstseinsleiter meiner Seele immer wieder von der Arbeit hinabgezogen werde.

Ich habe einfach langsam Angst, dass ich es gesundheitlich nicht mehr lange durchhalte. Meine Reserven sind langsam aufgebraucht. Ich habe einfach keine Luft mehr, in meinem Leben zu atmen. Mein Leben zu atmen.

Das wollte ich mir einmal von der Seele schreiben. Danke.

Lammas und was es mir bringt

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Und wann öffne ich dem Feste die Türe? Das ist eigentlich ganz egal. Ich habe in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass die Feste gefeiert werden müssen, wie sie fallen. Es ist nicht wichtig, dass du es genau an dem vorgeschriebenen Zeitpunkt mit genau den vorgeschriebenen Utensilien, Symbolen und Ritualen feierst. Lammas ist wie alle anderen Jahreskreisfeste eine Energie, die ALLES betrifft. Und da du zu diesem ALLES gehörst, herrscht sie auch in dir. Und dein Lammas kann eine Woche vorher, später oder wann auch immer stattfinden. Bei mir war es zum Beispiel gestern.

Ich habe keine große Sache draus gemacht, da ich generell ein wenig erschöpft bin. Die Themen zu Lammas (oder auch Lughnasad) sind Ernte, Dankbarkeit, aber auch Abschied. Es ist das erste von drei Erntefesten, an dem man sich für die erste „Ernte“, also im übertragenen Sinne auch für die ersten Ergebnisse im Leben bedankt. Das, was man sich an Imbolc vorgenommen hatte, was sich an Ostara und Beltane langsam weiterentwickelte (so wie die Natur), ist nun reif. Es ist vielleicht noch nicht alles in trockenen Tüchern, aber wir danken jetzt schon für die Erfüllung unserer Wünsche in der Hoffnung, dass sie sich vollends in unserem Leben entfalten. Und dabei ist es ganz wichtig, folgendes nicht zu vergessen: Der wichtigste Dank gilt immer dir! Vergesse nie, dich bei dir selbst zu bedanken, denn du bist diejenige, die die Dinge in ihrem Leben erlaubt. Wenn du es nicht tust, können sie nicht kommen.

Lammas hat mir endlich einen Mann gebracht, mit dem ich mich zu 100% wohl fühle. Ich hoffe sehr, dass er bleibt, aber festhalten kann man im Leben nichts. In dieser Lammas-Energie habe ich wieder zu meiner Inspiration gefunden und das erste Mal seit Langem wieder ein Bild gemalt, ohne nachzudenken und einfach nur das rauskommen zu lassen, was raus will. Es entstand eine Art Schlangen-Medusa-Frau, aus deren Mund ein Vulkan kommt. Das ist eindeutig der Einfluss meiner Sizilienreise gewesen! Ich bin sehr stolz und glücklich, nach so langer Zeit wieder ein Bild aus meiner Seele (und nicht aus dem Kopf!) gemalt zu haben. An Lammas dankte ich der Göttin und meinen Hilfsgeistern, die wild mit mir umher tanzten vor lauter Aufregung ob der schönen Ereignisse 🙂 Nicht zu vergessen meine zwei Reisen nach Sizilien und Paris, die mir zeigten, dass ich mit allem verbunden bin und dass Liebe die stärkste Kraft ist (Überraschung!) 😉 Ich dankte auch dafür.

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Also, was hab ich gemacht? Ich habe eine simple Rosen- und Sandelholzräucherung gemacht, getrommelt, gesungen, mit meinem Stock die Geister herbeigelockt (so von wegen „Guckt mal, hier gibt’s gleich was zu sehen, habt ihr Lust?“ :-)) und getanzt. Als Symbole habe ich mein Bild aufgestellt und eine Vase mit Weizen für Lammas, rote und orangene Kerzen… aber das ist eigentlich nicht so wichtig! Es ist wichtig, dass du dir Zeit nimmst, um dieser Energie und vor allem dir selbst Beachtung und Liebe zu schenken. Tja, was soll ich sagen? Es war kurz, es war knackig, es war schön. Geopfert habe ich zwei selbst gepflückte Äpfel und Amaretto, da ich keinen süßen Wein mehr da hatte. Tja, haben die Trolle auch noch was davon 🙂

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Ich wünsche allen meinen Hexenschwestern ein erntereiches Lammas!!!

Sicilia

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Gerade komme ich frisch aus dem Urlaub und bemerke, wie gut das tut, mal weg zu sein und was anderes zu erfahren. Heutzutage ist es so leicht, andere Länder zu besuchen, dass ich das nun öfter machen möchte.

Das Reiseziel ist diesmal Sizilien gewesen. Warum? Eines Montag morgens Ende Juni kam so ein strömender Regen vom Himmel, dass ich spontan einen Flug nach Sizilien buchte. Ich bin von Haus aus Halbsizilianerin und habe auch noch Familie da unten. Ich kenne mich also ein wenig aus und bin nicht ins völlig Unbekannte geflogen.

Ich habe mich hauptsächlich in Catania aufgehalten.

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Hier seht ihr einen Teil von Catania von oben.

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Ein Chioscho (gesprochen „Kiosko), wo man sich leckere und außergewöhnliche Erfrischungsgetränke holen kann, die man aus Deutschland nicht kennt – tja, Hitze macht einfallsreich 😛

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Das Bild finde ich einfach nur schön und möchte nichts weiter dazu sagen!

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Ich auf dem Etna – später hat meine Couchsurfingfreundin über mich geschrieben: „She’s a volcano“ und die Verbindung zwischen Sizilien und mir hergestellt. Danke ihr dafür!

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Das war im wunderschönen Ochsental (an den italienischen Namen kann ich mich nicht mehr erinnern).

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Meine sizilianische Oma, die ich nach 9 Jahren unter Tränen wiedergesehen habe. Ich bin an dem Tag von Catania mit dem Bus nach Scordia gefahren (die Heimatstadt meines Vaters), um meine Familie zu besuchen. Ich habe sonst keine Großeltern mehr und deshalb ist mir klar geworden, dass ich öfters nach Sizilien möchte, da sie schon 92 Jahre alt ist.

Ich habe noch ganz viele tolle Leute kennengelernt und meine Familie „wiederentdeckt“. Alle haben sich gefreut, dass ich da war. Mein Italienisch hat sich aus völlig mysteriösen Gründen verbessert – vielleicht weil ich mein Französisch so aufgebessert habe. In den romanischen Sprachen kann man ja ganz leicht die Brücke ziehen.

Und die Erkenntnis, die ich hatte, war: Ich bin eine Sizilianerin! Und ich habe diese Seite in mir viel zu lange verleugnet. Die Häuser, die Luft, das Essen, die Menschen haben mich angesprochen und mir einen Teil meiner Selbst widergespiegelt, den ich lange Zeit unterdrückt habe, weil ich gedacht habe, ich kann keine richtige Sizilianerin sein. Gleichzeitig konnte ich auch nie richtig Deutsche sein. Ich denke, diejenigen unter euch, die auch halb-halb sind, wissen, was ich meine.

Für dieses jahrelange Problem habe ich jedoch die Antwort während meiner Reise gefunden: Ich bin nicht das eine oder das andere, ich bin auch nicht das eine und das andere, ich bin IMMER BEIDES ZUSAMMEN. Sie sind nicht abgespalten voneinander, sie bilden einfach eine neue Farbe. Eine Einheit. E basta ;-).

Litha – ein Wendepunkt: Raus aus der Comfort Zone!

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Ich (32) war letztens auf einem Anti-aging-Vortrag in Bezug auf Yoga usw usf… Der Vortrag war ganz interessant, allerdings war die Erkenntnis, die ich plötzlich unerwartet währenddessen bekam, noch interessanter. Mir wurde klar, dass ich irgendwann alt bin und sterben werde. Ja, ich weiß, natürlich wussten wir das alles schon, aber wenn man diese Erkenntnis auf etwas bezieht, dann verändert sich was: auf die Scham.

Wieviel verbauen wir uns durch Scham? Oder einfach nur aus dem Grund, was die anderen dann denken? Wie oft versperren wir uns es selbst, ALLES zu leben, weil irgendeiner irgendetwas denken könnte? Das ist meine große Erkenntnis zu Litha.

Litha, die Sommersonnenwende, der große Höhepunkt des Sommers, Mutter Natur zeigt sich in ihrer vollen Blüte. Warum tut sie das? Weil sie weiß, dass sie vergänglich ist. Im Herbst fängt es an, da verliert sie langsam ihre Blätter und im Winter ist sie dann tot. Und im Sommer macht sie also genau das Richtige: Sie zeigt, was sie hat! Sie gibt der Welt alles, was sie kann.

Und so ist es auch unsere Pflicht, unsere Schönheit in die Welt zu bringen. Egal, ob sie perfekt ist oder du immer noch mehr lernen kannst – befreie deine Schönheit von allen Werturteilen anderer! Und damit ist nicht nur die äußere Schönheit gemeint. Bei dem Vortrag wurde mir klar, dass es in 100 Jahren kein Schwein mehr interessiert, ob ich irgendwo mal meinen nackten Arsch gezeigt hab oder nicht. Also, raus damit! (Der nackte Arsch ist hier metaphorisch zu verstehen als alles, was du der Welt geben kannst). Und es ist auch deine Pflicht, der Welt alles von dir zu geben, damit beide Seiten davon profitieren. Du lebst dich richtig und das sollst du hier auch. Deine universelle Pflicht ist wichtiger als die Gedanken irgendwelcher Muggel über dich und dein Verhalten, denn die werden später nicht in der Kiste liegen und denken: „Jo, ich hab alles getan.“

Und ja, es kann sein, dass du dabei aus deiner sogenannten „Comfort Zone“ raus gehen musst. Höchstwahrscheinlich. Und das ist auch gut so. Die Comfort Zone ist der Bereich, in dem du dich normalerweise bewegst. Da, wo dir nichts passiert, wo du „in Sicherheit“ bist (in Anführungsstrichen deshalb, weil diese Sicherheit in Wahrheit sowieso nur eine Illusion ist). Aus deiner Comfort Zone gehst du hinaus, indem du Dinge tust, vor denen du Angst hast und ja, es ist ein sehr unangenehmes Gefühl. Aber du musst es tun, um zu merken, dass NICHTS SCHLIMMES PASSIERT. Das Lustige daran ist nämlich, dass wir Angst vor Dingen haben, vor denen wir keine Angst haben müssen.

Ich zum Beispiel habe immer sehr viel Angst davor gehabt, Männern gegenüber mein Interesse zu zeigen (aus falschen Glaubenssätzen heraus, z.B. „Der denkt, ich habe es nötig/ich bin verzweifelt“ oder sowas ähnliches). Ein Teil meiner Comfort Zone ist also, dass ich mich in einem für mich sicherem Terrain bewege von „ich zeig mein Interesse nicht, dann kann mir nichts passieren“. Das habe ich an Litha einmal anders gemacht – ich habe mein Interesse klar und deutlich gezeigt und ja, es war schrecklich. Der Gedanke, dass derjenige jetzt weiß, dass ich Interesse an ihm habe, hat mich nachts aufschrecken lassen! Aber da muss man durch – und siehe da, ich bin immer noch ich. Ich bekomme immer noch genauso viel Liebe, Interesse und Respekt von anderen Menschen wie vorher. Es passiert nichts Schlimmes. Und jetzt habe ich es zu meinem Hobby gemacht: Männern gegenüber mein Interesse zeigen. Ist schon sehr aufwühlend muss ich sagen 😉 Aber das sollte das Leben sein, man soll sich spüren! In der Comfort Zone geht das nur zu einem gewissen Grad.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Litha – Energie!

„Schön, dass du da warst und noch schöner, dass du wieder gehst“

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… sagt Pippi Langstrumpf zu Tante Prusseliese, als die gerade zur Tür raus läuft. Auf den ersten Blick scheint es nur ein lässiger Spruch zu sein – aber seien wir mal ganz ehrlich – bei vielen Menschen, die aus unserem Leben gehen, haben wir doch dieses Gefühl. Jedenfalls ist das bei mir so.

Es passiert mir so oft, dass ich mich vertue. Ich gerate an seltsame Menschen und obwohl ich von Anfang an eine deutliche Stimme in mir höre, ignoriere ich sie und handle nicht nach meiner Wahrheit. Das soll nicht bedeuten, dass diese Stimme sagt, der andere ist doof. Sie gibt mir nur schlichtweg zu verstehen, dass dieser Mensch nicht in mein Programm passt.

Bei einer schamanischen Reise lernte ich eine Teilnehmerin kennen, die mir von Anfang an sehr zugeneigt war und sehr starkes Interesse zeigte, sich mit mir zu treffen. Erfreut und auch irgendwie geschmeichelt ließ ich mich zunächst drauf ein. Mein Gefühl sagte mir aber von Anfang an, dass dieser Mensch komisch ist, bzw. irgendetwas an sich hat, was mir sehr fern ist und was ich nicht verstehen kann. Ich dachte mir zunächst, vielleicht musst du sie erstmal kennenlernen, damit du ihre seltsame Art besser deuten kannst – was ja im Grunde genommen erstmal ein kluger Gedanke war.

Also traf ich mich weiterhin mit ihr. Was mir von Anfang an auffiel war, dass sie niemals nach einem fragte. Sie griff auch keine „Geschichtchen“ auf und erkundigte sich nochmal, so wie es Freundinnen eigentlich oft tun. Ich meine so Sachen wie: „Und? Was gab’s jetzt eigentlich noch mit dem einen Typen“ oder „Wie ist das und das eigentlich gelaufen“. Soweit so gut. Dazu kam auch, dass sie mich auch so niemals etwas fragte. Auch wenn ich ihr gezwungenermaßen von selbst was erzählte, reagierte sie nicht darauf. Kurz und bündig: Es fiel mir schwer, sie einzuschätzen und abzuwägen, ob sie einfach noch ein wenig fremdelt und es mit der Zeit besser wird oder ob das einfach nicht passt zwischen uns.

Nach und nach kam heraus, dass sie starke Medikamente zu sich nimmt (u.a.ein Mittel gegen Epilepsie, obwohl sie keine hat) und jahrelang in der Klinik war. Sie ist 29 Jahre alt und hat einen Frührentenantrag gestellt. Und heute kam sie zu mir und war irgendwie durcheinander. Ich habe langsam das Gefühl, dass sie auch Wahrnehmungsstörungen hat wegen der Medikamente und daher auf sozialer Ebene gar nicht so reagieren kann, wie man es gewohnt ist. Sie erzählte, wie scheiße ihr Leben sei und es sprudelte nur so aus ihr hinaus – eigentlich ein gutes Zeichen. Leider Gottes hat sie die Opferrolle so sehr eingenommen, dass sie der festen Überzeugung davon ist, sie selbst sei nicht schuld an ihren Problemen und habe keinerlei Möglichkeit, selbst etwas zu verändern. Ihrer Einschätzung nach muss sie einfach damit leben, dass sie einem wildfremden Obdachlosen, den sie auf Facebook (!) kennengelernt hat, in ihrem WG-Zimmer beherbergt und ihn nun nicht mehr loswird. Sie hat ihm gesagt, er soll bitte gehen, er möchte es aber nicht und eigentlich sei es ja auch ganz gut, dass er da ist. Sie muss einfach damit leben, unselbständig und uneigenständig zu sein, indem sie mich bittet, sie jedes Mal mit meinem Wagen abzuholen, wenn sie mich besuchen will.

Heute hatte ich sie gebeten, mit dem Fahrrad zu kommen und ihr ganz ehrlich gesagt, dass ich mir auf lange Sicht nicht vorstellen kann, sie jedes Mal abzuholen, wenn sie zu mir kommen will. Das sagte ich nicht aus Bosheit, sondern aus dem ehrlichen Wunsch heraus, eine Freundin zu haben, die eigenständig zu mir kommen kann. Die Entfernung liegt etwa bei 2km, grob geschätzt. Es fahren Busse, sie hat ein Fahrrad und zufuß ist die Strecke auch locker machbar.

Schon als sie zur Tür hineinkam, bemerkte ich, dass ihr das jetzt nicht passte, dass sie mit dem Fahrrad fahren musste. Sie kam schwer atmend herein (sie hat durch die Einnahme der Medikamente extrem viel Übergewicht bekommen) und sagte, sie müsste jetzt erstmal eine rauchen gehen auf meiner Terrasse. Ich stand in der Küche, weil ich sie zu Spaghetti Bolognese eingeladen hatte.

Dann war da aber etwas, das mir ein genaues Zeichen gab, dass das mit ihr für mich niemals erfüllend sein und dass das Ganze an sich nie funktionieren wird. Dieses Zeichen bekam ich, wie so oft, beim Essen. Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, wieviel ein Mensch über sich und seine inneren Einstellungen preisgibt, wenn er isst. Vor allen Dingen dann, wenn es darum geht, dass man zusammen isst. So kam ich mit zwei Tellern Spaghetti auf die Terrasse, reichte ihr ihren Teller und musste nochmal hinter ihr vorbei, um zu meinem Platz zu kommen. Und sie fing einfach an zu essen. Ich saß noch nicht einmal auf meinem Platz. Sie fing einfach an zu essen, schaute mich nicht an, hatte ihre große blaue Umhängetasche immer noch um den Körper als wolle sie gleich wieder gehen, stellte den Teller nicht auf den Tisch, sondern hielt ihn die ganze Zeit vor ihrer Brust fest und fing einfach an zu essen. Ich schaute sie irritiert an und sagte: „Guten Appetit.“ Sie sagte es schnell zurück, ohne meine Andeutung zu verstehen und aß weiter.

Ich weiß nicht warum, aber ich mochte es nicht, wie sie mit meinem Essen und mit meiner Geste umging. In unserer Familie war das Ritual des Essens immer sehr wichtig – über Essen wurden Liebe, Dankbarkeit und Respekt gezeigt. Dankbarkeit nicht nur gegenüber dem, der es zubereitet hat, sondern auch Dankbarkeit für das Mahl, das vor einem steht. Und aus dieser gewissen, vielleicht auch „anerzogenen“ Feinfühligkeit für dieses Ritual heraus, wusste ich in dem Moment plötzlich ganz klar, dass sie niemals eine wahre Verbindung zu mir aufbauen wird.

Und dann ging alles ganz schnell. Ich sagte ihr, dass ich mir eine Freundin wünsche, mit der ich mich austauschen kann und die auch ein wenig Interesse an mir zeigt. Sie sagte, sie bräuchte mich nichts fragen, sie wüsste ja, dass ich’s geklärt hätte und das würde ihr reichen. Ich gab zu Bedenken, dass ich es schon brauche, auch nochmal darüber zu reden und dass ich es schön fände, herauszubekommen, was man dabei gelernt hat. Sie wurde richtig aufgebracht und tönte, was geklärt ist, ist geklärt und darüber bräuchte man nicht mehr sprechen und es wäre keinerlei Wort mehr wert (Ich muss dazu sagen, dass es darum ging, dass ein Mann mich leicht stalkerhaft belästigt hatte den Abend zuvor und darüber hatte ich gern nochmal reden wollen, aber sie interessierte es gar nicht, wie das ausgegangen ist). Man soll alles sofort wieder vergessen, was einem an Scheiße passiert ist. Sie wurde immer aufgebrachter: Es gäbe soviel Leid und Armut in der Welt und ob sich ein hungerndes Kind in Afrika auch die Frage stellen soll, warum es jetzt hungert und dass das Mist sei. Sie sei ja ein spiritueller Mensch, aber manche Dinge passieren einfach und da bräuchte man auch nicht drüber reden. Ich bemerkte schnell, dass es keinen Sinn hatte, ihr zu erklären, dass mein Recht, selbst zu entscheiden, ob ich über mein Leben nachdenken möchte oder nicht, unabhängig von hungernden Kindern in Afrika ist.

Ich musste dann ehrlich sein (vor allem zu mir selbst): „Dann weiß ich nicht, wie das mit uns beiden funktionieren soll.“ Ich fand es wirklich schade, dass ich nicht mit ihr in Ruhe darüber sprechen konnte. Beleidigt und vor den Kopf gestoßen (ja, den Schuh muss ich mir leider anziehen, aber ich kann mir gegenüber nicht untreu handeln) verlies sie meine Wohnung. Es tut mir so leid, ich glaube, ich habe sie richtig verletzt. Ich bin selbst zu einem Aspekt geworden, der scheiße gelaufen ist in ihrem Leben. Aber ganz ehrlich, was hätte ich tun sollen? Hätte ich mich an ihre Passivität anpassen sollen? Hätte es sich gelohnt, sich jedes Mal ins Auto zu setzen, damit eine Frau mich besuchen kann, die dann sowieso nicht gewillt ist, mit mir produktiv über etwas zu sprechen? Die Karten sollte ich ihr jedes Mal legen, aber nur aus so einem Hype heraus, sie übertrug es nie in ihr Leben. Und sie weigerte sich, mir die Karten zu legen. Das akzeptierte ich, aber ich merkte schon, dass es in der Sache zwischen uns niemals um mich ging. Wir redeten immer nur über ihre ganzen Probleme und wieviel Unrecht ihr passiert  (und das glaube ich ihr auch), aber es frustrierte mich, dass sie auf diesem Punkt stecken blieb. Ich konnte bald nichts mehr dazu sagen, außer: „Ja, alles scheiße.“ Und vergessen wir nicht, dass sie auch jedes Mal wieder zurück nach Hause bringen sollte. Es war zwar keine sehr schöne Erfahrung, aber ich habe wieder etwas gelernt. Ich habe gelernt, dass ich nicht jedermanns Freund sein kann und dass ich nicht alle Menschen lieben kann.

Und ich dachte: Schön, dass du da warst, aber noch schöner, dass du wieder gehst. Danke Pippi für den weisen und ehrlichen Satz 😉

Wer kennt diese Frau?

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Ich sehe plötzlich immer diese neue Frau. Es hört sich gruselig an, und so fühlt es sich auch teilweise an, denn ich dachte immer, ich wüsste schon alles über Frauen. Ich möchte gar nicht vieles dazu sagen und bin gespannt auf deine Assoziationen dazu.

Hier ihr Steckbrief:

Die Frau ist anders als alle anderen Frauen, die ich kenne.

Diese Frau ist in einer Idee von mir und auch oft in Ideen von Außen.

Die Frau steht für sich. Sie ist autonom und wird von der weiblichen Kraft getragen.

Ich sehe sie erst seit Kurzem. Oder sie offenbart sich mir erst seit Kurzem.

Sie ist beheimatet in ihrem Schoßraum.

Für sie ist es normal, im Austausch mit anderen Frauen zu leben und nicht aus irgendeinem trivialen Grund (wie Gesellschaftserwartungen) an einen Mann „gekoppelt“ sein zu müssen.

Sie nimmt nach IHREN Maßstäben an der Gesellschaft teil und nicht umgekehrt.

Sie lebt ihre eigene Natur und das ist die Weiblichkeit.

Der Mann ist etwas Schönes für sie, jedoch sucht sie ihn nicht.

Sie ist ganz bei sich selbst. Sie nimmt sich selbst an als eigenständigen Menschen und sie sieht IHR Leben,

das bestimmt ist durch ihre Ideen, ihr Lachen, ihre Trauer, ihre Freude, ihr Handeln u.v.m.

Ihre Weiblichkeit ist heilig für sie.

Zu ihrer Weiblichkeit gehört die Kreation. Sie will schöpfen und erschaffen.

Sie möchte ihre Ideen gebären/materialisieren/in die Welt bringen.

Sie entscheidet selbst, wann sie spricht und wann sie schweigt.

Sie nimmt sich selbst wahr als ein Geschöpf, das mit Magie, Intuition und Wachsamkeit durch sein Leben geht.

Patriarchale Kultur ist nix für sie.

Sie macht die Dinge zu IHRER Zeit.

Sie führt ein selbstbestimmtes Leben.

Kennst du sie auch? Hast du sie gesehen und wo hast du sie gesehen?

Ich bin dankbar für deinen Kommentar, denn ich möchte mich mit anderen Frauen verbinden,

die auf demselben Weg sind und mit mir noch andere Aspekte zu der Frau teilen, die ich selbst

bisher noch nicht entdeckt habe.