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Wie ich zur Frau Holle fand

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Wie ich zur Frau Holle fand

Lang ist’s her, dass ich euch berichtete, allerdings schreibe ich niemals auf Zwang, sondern nur, wenn ich den Drang dazu verspüre. Und nun ist es soweit! Und wer hat mich inspiriert? Keine Geringere als die Frau Holle selbst!

Naja, so ganz stimmen tut das nicht, jedenfalls nicht für unsere „Ich glaub nur, was ich seh“-Gesellschaft. Aber auf einer anderen Ebene habe ich nun das Prinzip „Frau Holle“ kennengelernt und das Märchen endlich verstanden. Hier nun mein kleines Sommermärchen:

Es war einmal eine kleine Hexesofia, die wollte raus, die Welt erkunden. Ihr Weg führte sie in die Bretagne, auf eine kleine Insel weit weit weg vom Festland, wo die Welt noch gut war. Sie überquerte also die Meere und betrat diese wundersame Insel, auf der alles so locker und leicht zu sein schien. Eine ältere, hübsche, grauhaarige Bretonin nahm sich ihrer an und führte sie auf ihren Hof. Sie bot ihr Essen, Trinken und ein kleines Gemach ganz für sich allein, wenn Sofia einwilligte, ihr auf dem Hof tagtäglich zu helfen.  Auf ihrem Hof gab es fünf Esel, vier Hühner, eine Katze und drei wunderschöne Gemüsegärten. Sofia schaute sich um und fühlte sich direkt wohl. So kam es, dass sie einwilligte und ab nun an mit der wundersamen und schönen bretonischen Frau auf dem Hof lebte.

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Die bretonische Frau trug ihr auf, morgens den Eselkot zu beseitigen und die Esel für Wanderungen mit Besuchern der Insel reisebereit zu machen. Dazu gehörte es, die Esel aus dem Park zu holen, ihre Hufe zu reinigen und das Geschirr zu befestigen. Die Kinder der Besucher durften die Esel abbürsten. Dies bereitete ihnen sehr viel Spaß. Sofia begleitete die Besucher mit dem Esel ein kleines Stück des Weges, um sie dann mit wohlwollenden Worten auf ihre Eselwanderung zu entlassen.

Auf den Hof zurückgekehrt, hörte Sofia die grünen Bohnen, die nach ihr riefen: „Finde uns in den Ranken und pflücke uns, wir können alle miteinander gekocht werden!“ Sofia tat dies und empfand jedes Mal eine großartige Freude, wenn sie die grünen Bohnen in den großen Ranken erspähte. Die grauhaarige Bretonin freute sich über die vielen Bohnen, die Sofia mitbrachte und kochte diese zum mittag. Jetzt war Zeit für eine wohlverdiente Pause, in der Sofia die Katze rufen hörte: „Streichle mich und kraule mich, ich warte schon lange darauf!“ So streichelte und kraulte Sofia die Katze, deren Fell wunderbar weich und zart war.

Irgendwann hörte man die Kinder und Besucher, die mit den Eseln von ihrer langen Wanderung erschöpft, aber erheitert zurückkehrten. Sofia machte sich daran, sie freundlich zu empfangen und die Esel wieder in ihren Park zu führen. Da hörte sie ein wenig später am frühen Abend ihren Ruf: „Füttere uns, füttere uns, wir sind alle miteinander hungrig!“ So ging sie und fütterte die Esel mit dem Heu, das für sie bereitstand.

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Die Tage vergingen und Sofia war sehr glücklich bei der bretonischen Frau. Doch irgendwann kam die Zeit, als Sofia sich nach ihrem Zuhause sehnte und so sagte sie: „Liebe bretonische Frau, es war sehr schön hier bei dir. Aber nun möchte ich nach Hause gehen zu den Meinen.“ Da antwortete die bretonische Frau: „Sofia, geh heim und komme im nächsten Sommer wieder.“ Und Sofia rief: „Ganz bestimmt!“ Sie fielen sich in die Arme und Tränen rollten über Sofias Gesicht. Sie machte sich auf den Weg und als sie daheim war, freuten sich alle und machten ein großes Fest.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

 

Das war mein wunderschöner Urlaub in Märchenformat… Das Märchen der Frau Holle habe ich währenddessen erst richtig begriffen. Die Frau Holle war für mich vorher wie eine strenge Alte, die Forderungen stellt und ich habe nie so richtig den Zugang zu ihr gefunden, was ich blöd fand, weil sie in Wirklichkeit eine Göttin ist (dazu ein anderes Mal mehr). Aber durch die Bretonin habe ich die wahre Natur der Frau Holle kennengelernt. Sie ist nicht fordernd, sondern sanftmütig und gütig. Sie ist so geduldig und ruhig, dass man gerne Dinge für sie verrichtet.

Und mir sind die Rollen der Goldmarie und der Pechmarie jetzt klar: Beide kommen an Orten vorbei, an denen Arbeit von ihnen verlangt wird – die Äpfel, die Brote. Auch bei Frau Holle sollen beide bestimmte Arbeiten erledigen. Während Goldmarie sich den Aufgaben stellt und sie erledigt, ist die Pechmarie eher faul und lässt sich gehen. Als ich auf dem Hof war und mir das so durch den Kopf ging, hatte ich die Erleuchtung: Die Arbeit im Märchen Frau Holle steht für die Arbeit an sich selbst! Dann macht alles einen Sinn. Goldmarie nimmt die Aufgaben, die das Leben ihr stellt, ernst. Sie nimmt sie mutig an und bewältigt sie so gut es geht. Es ist zwar anstrengend, doch am Ende belohnt das Leben sie: Sie wird mit Gold überhäuft. Das Gold steht hier für das Glück und die Zufriedenheit, die man erlangt, wenn man sich konstruktiv mit sich und der Welt auseinandersetzt. Die Arbeiten spiegeln die Lebensthemen wieder, die uns alle begleiten.

Lassen wir sie jedoch liegen und überlassen wir sie ihrer selbst (d.h. geben immer den anderen die Schuld),  so wie die Pechmarie es tut, dann kommen wir im Leben nur schwer weiter. Im Märchen wird dies durch das Pech symbolisiert, welches nun an Pechmarie haftet. Lasse ich mich gehen und schiebe anderen alles in die Schuhe, werde ich auch nur Negatives anziehen. Unfassbar, was in diesem Märchen doch für Weisheiten stecken!

Ich danke meiner bretonischen Frau Holle für die Offenbarung!

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Die mysteriöse Kraft, die zu mir kommen wollte

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Die mysteriöse Kraft, die zu mir kommen wollte

Ich möchte euch von einer wichtigen Phase, in der ich mich schon seit Längerem befinde, berichten. Zwar ist mein gesamtes Leben von Phasen geprägt, da ich als Skorpion seit eh und je zur immerwährenden Transformation neige, aber an dieser Phase ist das Besondere, dass viele Botschaften aus dem Außen kommen, ich stehe also sehr stark in Kommunikation mit bestimmten Energien. Natürlich wird es so sein, dass es in jeder Phase so war und ich es einfach nicht gemerkt habe, aber das Ergebnis bleibt dasselbe: Dieses Mal stehe ich bewusst im Austausch mit allem, was mich umgibt.

Es geht um die eine ganz bestimmte Kraft, die zu mir kommen wollte. Wie sich im Laufe meines Artikels noch herausstellen wird, war sie (wie sollte es auch anders sein!) eigentlich schon die ganze Zeit mein Begleiter, ich war nur nie an dem Punkt, sie bewusst zu sehen und aus dieser Kraft zu schöpfen. Im Laufe der Zeit, als ich immer mehr zu meinen eigenen Weltanschauungen stand und meine ganz eigene Weisheit lernte zu akzeptieren, veränderte sich meine Welt und alles begann mit mir zu „sprechen“. Ich sah, dass die Dinge, die mir passieren oder die ich einfach nur erblicke mit meinen Augen, Worte, die ich höre, Freunde, die ich sehe, deren Worte ich höre, Tiere, deren Verhalten ich beobachte, Wetterlaunen, die ich deute, Musik, die gerade jetzt gerade hier zu mir dringt (man könnte noch ewig weitermachen mit Beispielen), keine zusammenhangslose Abfolge von Dingen sind, keine Dinge, die getrennt voneinander sind in Form von „Einzelphänomenen“. Was haben denn wild krähende Raben mit meinem Arbeitsalltag zu tun? Was hat ein regnerischer Tag mit meiner gleichzeitigen Traurigkeit zu tun? Das ist doch nur Zufall! In Wahrheit ist ALLES ZUSAMMEN wie eine Welle, die schwingt. Wenn du anfängst, dein Außen zu beobachten in Kommunikation mit deinem Inneren, wirst du sehen, dass alles zusammenpasst – ob gut oder schlecht. Natürlich bedarf es reichlich Übung, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich nach jahrelanger Stagnation in meinem Leben sowas von hochgeschossen bin, seitdem ich diese unsichtbaren Gesetze bemerkt habe. Allerdings brauchte das ganze seine Zeit und auch jetzt noch „übe“ ich. Es wird nicht einfach so passieren, viele Menschen brauchen Übung und auch ein wenig Hintergrundwissen, sie müssen sich zuerst der Materie öffnen und sich damit auseinandersetzen, um sie zu verstehen. Es gibt Menschen, die es „einfach so“ können, aber bei mir war es anders. Ich musste es erst lernen. Aber auch hier: das Ergebnis bleibt dasselbe 🙂

Jetzt habe ich mich wieder verquatscht, also nun zu meinem eigentlichen Thema, welches diese spontane Einführung sehr unterstützt: Im Januar diesen Jahres hatte ich eine tiefe Krise, die sich seitdem wellenartig bewegte – mal war es schlimmer, mal war es besser. Ich hatte euch damals in meinem Artikel Mein Leben davon berichtet. Grosso modo geht es seitdem darum, dass mein Job mich nicht komplett erfüllt, ja, das er mich sogar runterzieht. Es ist einfach dieses gesamte System, in dem ich mich bewege. Was meint ihr, wie ich später sein werde, wenn ich mein Leben lang unter diesem Einfluss stehe? Ich wünsche mir mehr vom Leben, als kaffeetrinkend und meckernd meine Mittagspausen zu verbringen und mich von meinem Job beherrschen zu lassen.

Also suchte ich nach Alternativen. Dies ist auch alles in meinem oben erwähnten Artikel nachzulesen. Eines Tages nahm ich eine kostenlose esoterische Zeitung mit nach Hause, in der ich ein wenig stöberte. Ich fand interessante Veranstaltungen für Frauen, die, wie ich las, von einer „Tanzpädagogin“ angeleitet wurden. „Tanzpädagogin“? Keine Ahnung, dass es den Beruf überhaupt gibt und ich begann, zu recherchieren. Sofort fand ich eine berufsbegleitende Ausbildungsstätte in einer Tanzschule nur eine halbe Stunde von mir entfernt. Alles in mir bewegte sich, entflammte, schwappte über – es war ein ganz eindeutiges Körpergefühl – es sagte mir „da findet etwas statt“. Diese Kraft, die mich da innerlich packte, erkannte ich damals allerdings noch nicht bewusst. Ich meldete mich sofort zur Aufnahmeprüfung an, die im September stattfinden sollte. Seitdem ging ich regelmäßig zum Yoga, joggte viel und tanzte und hulahuppte zuhause.

Die Aufnahmeprüfung war dennoch ganz schön hart: zuerst kam Ballett, wovon ich eigentlich kaum eine Ahnung habe. Alles, was ich im Ballett konnte, habe ich mir jahrelang autodidaktisch beigebracht. So ganz unbeholfen war ich also nicht (auch wenn man bei mir wirklich nicht von Ballett sprechen kann!) und viele Anweisungen verstand ich, da ich ja Französischlehrerin bin. Dann kam Jazz, das ging ein wenig besser. Ich hatte nur immer Probleme, mir die Choreographie zu merken. Dann Hiphop und dann Zeitgenössischer Tanz. Alles war mit Choreographien verbunden, von denen ich mir nur die Anfänge merken konnte, dann war Schluss. Ich konnte mich gut bewegen, mit den Tänzen an sich hatte ich also keine Probleme -sondern nur mit dem „merken“, das Kognitive. Nach jahrelangem Spontantanzen in meiner Wohnung hatte ich ein super Tanztraining, allerdings habe ich ja nie nach Choreo getanzt! Deshalb war ich davon überzeugt, dass sie mich nicht nehmen würden. Nach drei Stunden Tanzen kam dann das Ergebnis: Sie nehmen mich!!! Und der Kommentar, dass das, was heute passiert ist, das ist, was wir am Ende können werden. Puh! Das war also geschafft. Glücklich fuhr ich heim und feierte meinen Erfolg mit meinem Freund in einem süßen Restaurant. Wieder spürte ich diese Kraft in mir hochkommen, die ich jedoch nicht benennen konnte.

Je öfter und je intensiver ich diese Kraft spürte, desto unerträglicher wurde „das Andere“ für mich. Anstrengende Zeiten in meinem Schulalltag, die mich am Wochenende zur Furie werden ließen, um sich abzuladen. Ich konnte mich selbst nicht mehr ausstehen.

Ganz bei uns in der Nähe fand dann ein „Straßenkünstlerfest“ statt, zu dem ich mit einer Freundin ging. Es war eine tolle Atmosphäre. Alles Menschen mit Ideen, mit anderen Weltanschauungen, lockere, glückliche Menschen, die mit ihrem Körper arbeiteten. Ich fühlte mich zuhause in dieser Umgebung. Am späteren Abend kamen wir an einer Vorstellung im Freien vorbei. Zwei zierliche, süße Italienerinnen führten eine zauberhafte Szenerie vor, geprägt von wunderschöner Akrobatik mit romantischen Figuren, die am Ende statisch waren und von wunderbar ausgewählter Musik untermalt wurden, ein wenig Komik und zeitgenössischem Tanz. Ich war völlig verzaubert, als sich der Schatten der zwei in der Luft umschlungenen Mädchen immer wieder in den hohen Bäumen zeigte – dieses Bild werde ich niemals vergessen – und der Gedanke, der plötzlich in mir hochschoss, war: ‚Was hast du nur aus deinem Leben gemacht?‘ Da war wieder diese Kraft, die sagte: „Geh nochmal in dich. Was bist du?“ Am Ende konnte man eine Karte der beiden Akrobatinnen mitnehmen, was ich natürlich sofort tat.

Am darauffolgenden Wochenende hatte ich mich für eine schamanische Klangheilreise angemeldet. Das passte irgendwie genau, denn an jenem Wochenende war ich schon wieder fix und fertig wegen meines Berufes und meiner Lebensausrichtung. Ich weinte viel und hatte Angstgefühle, wenn ich daran dachte, mein Leben lang nur in der Schule zu verweilen. Ich hatte einfach gemerkt, dass ich gar nicht so bin, wie ich immer dachte, zu sein. Tja, das passiert. Gut, dass ich es noch relativ früh gemerkt habe. Ich wusste, dass ich jetzt ein Fass aufgemacht habe, dass ich nicht mehr schließen kann. Ich konnte diese Kraft in mir nicht mehr ignorieren.Welche Kraft dies ist, erfuhr ich auf der schamanischen Reise.

Für alle die, die sich darunter nichts vorstellen können: Die Reise wurde von zwei Frauen angeleitet. Eine Frau spielte auf den verschiedensten Instrumenten, Klangschalen, Gongs etc und schuf durch die Klänge einen spirituellen Raum. Die andere, die Schamanin, bekommt Impulse und geht zu den Teilnehmern, die meist liegen, um sie in ihrer Energie zu unterstützen. Was genau das bedeutet, werde ich euch an meinem Beispiel darstellen.

Wie gesagt, bin ich sehr verwirrt zu dieser Reise gegangen, denn alles in mir war Chaos und ich hatte das Gefühl, gleich zu explodieren. Als die Reise dann anfing, machte ich es mir bequem und legte mich hin. Die gesamte Reise dauerte 4 Stunden. Die Schamanin kam relativ schnell zu mir und beschäftigte sich mit mir. Ich erzähle nicht alles, was sie gemacht hat, das würde zu lange dauern. Sie stellte mich auf und streckte meine Arme gen Himmel. Dann war sie eine längere Zeit weg. Plötzlich spürte ich, wie sie mir einen Armreif um den Oberarm legte und ohne zu schauen, was das war, gehörte es plötzlich wie selbstverständlich zu mir. Ganz am Ende der Reise, als ich mich deutlich besser fühlte, sah ich, dass es ein Schlangenarmband war. Ich fragte sie nach dem gemeinsamen Essen, was das sei. Sie sagte, es sei die Schlangenkraft, die Kraft der Hekate, die mich begleitet.

Erinnert euch nun an die Karte, die ich von den beiden Akrobatinnen bekommen habe und hier beide Gegenstände nebeneinander:

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Na? Merkt ihr was? Ich finde die Ähnlichkeit in der Symbolik bezeichnend.

Die Schlangenkraft kommt höchstpersönlich zweimal zu mir nach Hause! Seitdem liegen diese beiden Gegenstände direkt nebeneinander in meinem Flur, damit sie mich gleich beim Reinkommen in mein Heim an mein wahres Ich erinnern und mich so immer wieder zu mir selbst zurück holen.

Zuhause schaute ich dann nach, was die Schlangenkraft eigentlich genau bedeutet und zog die Beschreibung meiner Krafttierkarten hinzu. Dort wird die Kraft der Schlange als „Weibliche Lebensenergie“ (was mich sofort an die zwei hübschen Italienerinnen denken lässt) benannt, die mich auffordert, mich mit meiner Lebenskraft zu beschäftigen. Der Fokus liegt dabei ganz klar auf den Körper und dessen Signale: „Jede Botschaft, jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Handlung, jedes Nahrungsmittel, jedes Getränk, jedes Wort löst eine Reaktion in deinem Körper aus.“ Der Körper wird als Instrument beschrieben und je besser ich es stimme, desto klarer, kraftvoller und reiner wird der Ton, den ich in die Welt sende. Die Kunst dabei liegt darin, die eigene Energie zum eigenen Wohle und zum Wohle aller Beteiligten zu lenken und zu leiten. Die Schlange beinhaltet allerdings noch sehr viele andere wichtige Aspekte, wie ich bei meinen Recherchen zu diesem Krafttier festgestellt habe. Mir persönlich gefällt die Beschreibung aus meinem Krafttierbüchlein und ich denke, der „Körperaspekt“ passt gut in meine momentane Lebenssituation. Ich setze mich momentan so stark mit meinem Körper auseinander wie nie. Durch Ernährung, durch Sport, durch Musik und Singen und vieles vieles mehr. Dabei spielt die Gesundheit, die Ganzheit und die Verbundenheit von Körper, Geist und Seele eine ganz große Rolle für mich. Ich beginne auch schon, mich mit gesammelten Kräutern selbst zu heilen. Und auch diesen Aspekt finden wir in der Schlangensymbolik wieder:

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Das ursprüngliche Symbol der Heilkunde. Heute noch oft in Verbindung mit Ärzten und Apotheken zu sehen.

Nach und nach wurde mir alles klar: Die Kraft der Schlange ist eine ganz neue Lebensphase. Sie hat sowohl etwas mit der Tanzausbildung zu tun, als auch mit all meinen Bestrebungen, Körper und Geist glücklich zu machen. Und das was mich am stolzesten macht, ist: Ich gehe gut mit mir um. Ich unterstütze mich gedanklich, zeige mir nochmal selbst meine Erfolge auf und sage mir oft, was für ein kostbarer Mensch ich bin. Das hört sich vielleicht für andere nach Eigenlob an – und das ist es auch 😀 Ich persönlich bin für mehr Eigenlob in der Welt!

Der Artikel ist schon ziemlich lang, aber eine kleine Sache fehlt noch: die Trinacria aus Sizilien. Als ich nach all diesen Begegnungen mit der Schlangenkraft mit meinem Freund in Taormina auf Sizilien schlenderte und ihm gerade erklärte, was es mit der Trinacria auf sich hat, schaute ich sie an und – nach 34jährigem Kennen dieser Figur – schaute mir plötzlich die Schlange in die Augen! Mir fiel es wie Schuppen von den Augen – die Schlangenkraft hat mich schon mein ganzes Leben lang begleitet in Form eines Wahrzeichens einer Heimat von mir. Damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt:

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Die Beine erinnern mich an Schlangen und zudem ist die dreibeinige Frau von Schlangenzöpfen umschlungen. Ich mochte diese Darstellung schon als kleines Kind sehr gerne und in meiner Wohnung hängt sie nun seit über einem Jahr – ungefähr seit der Zeit, als die „alte“ Phase an zu bröckeln fing. Ich habe mir die Schlangenkraft nach Hause geholt und so konnte sie ihre Wirkung entfalten. Visuell habe ich sie immer wieder unbewusst wahrgenommen und „weiterverarbeitet“, denn ich hatte kurz nachdem ich sie aufgehängt hatte eine Inspiration, die sich folgendermaßen ausdrückte:

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Das Foto ist ein wenig dunkel, aber ihr könnt diese „Schlangenlady“ sicherlich erkennen. Was man nicht alles tut ohne sich überhaupt darüber im Klaren zu sein.

Nun war letztendlich klar, dass die Schlangenkraft dreimal bewusst zu mir nach Hause gefunden und ich sie sogar schon „reproduziert“ hatte. Wer weiß, wo sie noch überall unbewusst steckt! Beobachten ist alles.

Bei der Fertigstellung dieses Artikels kommt sie noch einmal zu mir – gerade habe ich herausgefunden, dass meine Lieblingsyogaform, nämlich Kundalini-Yoga, ein Schlangenyoga ist – „Kundalini“ bedeutet doch tatsächlich „Schlangenkraft“! Wieder eine Form der Manifestation in meinem Leben, die die Schlange gefunden hat. Das mache ich direkt zu meinem Beitragsbild 🙂

Das war die Geschichte, wie ich mir über die Schlangenkraft in meinem Leben bewusst geworden bin. Ich bin sehr froh, dass ich es endlich geschafft habe, diesen Artikel für euch und für mich fertigzustellen. Das ist ein sehr wichtiger Text für mich, der mich immer wieder daran erinnern wird, wie es angefangen hat 🙂

Heute Abend findet meine Begehung des Samhainsfest statt und ich werde für die Schlangenkraft danken und sie feiern. Euch da draußen werde ich auch ein wenig der Schlange schicken – tanzend natürlich 😀

 

Liebesgeschichte zwischen Gaia und mir

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Liebesgeschichte zwischen Gaia und mir

Was habe ich in letzter Zeit so gemacht? Das Leben hat mich Entdeckungen machen lassen, von denen ich nie gedacht hätte, das sie mir so eine Freude bereiten könnten.

Ich weiß nicht, ob ihr euch das vorstellen könnt, aber das Gefühl, wenn eine Pflanze, die man lange gesucht hat, zu einem kommt, ist Wahnsinn.

Ich weiß noch, alles fing an mit dem Frauenmantel vor zwei Jahren. Ich erinnere mich, wie ich gelesen hatte, dass Frauenmantel gegen Menstruationsschmerzen helfen soll, und – wie der Name schon sagt – ein prädestiniertes Heilmittel für Frauen ist. Er kam direkt zu mir, er wuchs in meinem Garten und sogar auf meinem Schuppen. Seitdem erfreue ich mich jedes Mal an ihm und seinen feinen silbrigen, wässrigen Perlchen, die übrigens nicht vom Regen stammen, sondern aus der Pflanze selbst, was über Nacht geschieht. Früher glaubte man, mit diesen Perlen den Stein der Weisen herstellen zu können. Und wer weiß… 🙂 Übrigens: Die Pflanzen und Kräuter, die in deinem eigenen Garten und um dein Haus herum von alleine wachsen, zeigen dir an, was du brauchst. Es lohnt sich immer, sich über die Eigenschaften der nahwachsenden Pflanzen zu erkundigen.

 

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Danach ging alles ganz schnell, weitere Pflanzen und Kräuter fanden den Weg in mein Leben: die Kamille (die ja auch echt ÜBERALL wächst), die Brennnessel (nach einem Tee aus frischen Blättern musste ich feststellen, dass Brennnessel wohl sehr harntreibend wirkt), Löwenzahn (sehr gesund wegen der Bitterstoffe!!), Gundermann (wenn man ihn bei sich trägt, erkennt man übrigens jede Hexe, hihi) und viele andere.

Schöne Entdeckungen waren dabei auch die Schafgarbe und das Gänsefingerkraut. Gänsefingerkraut ist übrigens das Mittel schlechthin, um Menstruationskrämpfe zu mildern. Nachdem ich dies rausgefunden und mir das getrocknete Kraut in der Apotheke geholt hatte, sah ich mir die Pflanze immer und immer wieder im Internet an und suchte sie draußen vergebens. Ich verwechselte sie immer wieder und war dann wieder enttäuscht, dass ich sie doch nicht gefunden hatte. Aber ich konnte sie auch gar nicht finden, denn ich musste erst Juni abwarten – und da entdeckte ich sie plötzlich überall! Ein tolles Gefühl und man traut seinen Augen nicht, wenn man dann nach langem Suchen endlich auf so eine Pflanze stößt. Es sind Gefühle, wie man sie als Kind empfunden hat. Danke!

Das Gänsefingerkraut

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Die Schafgarbe war da schon aufdringlicher letztes Jahr. Sie lächelte mich quasi von jedem Wegesrand an, winkte mir von Feldern zu und manifestierte sich schließlich noch in Kräuterbüchern, die mir sagten, dass auch sie gut sei gegen Frauenleiden. Am Anfang war es schwierig für mich, sie beispielsweise von Schierling zu unterscheiden (ich weiß, das mag euch komisch vorkommen, aber ich hatte wirklich bis dato GAR KEINE AHNUNG von Pflanzen und Kräutern, die wild wachsen), aber mittlerweile sind wir ganz dicke miteinander.

Die Schafgarbe

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Seitdem ich nun ein wenig bewandert bin in der Naturheilkunde, hängen Kamille, Schafgarbe, Gänsefingerkraut, Brennnessel, Mädesüß (gut gegen Kopfschmerzen), Melisse, Pfefferminze – um ein paar zu nennen, in meiner Küche oder im Flur kopfüber zum Trocknen. Dann fülle ich sie in Gläser und habe über den Winter dann die für mich wichtigen Heilkräuter, das ist ja immer sehr individuell.

Jetzt bin ich gerade dabei, zu erkunden, welche Wildkräuter man essen kann und wie man sie zubereiten kann. Beispielsweise habe ich ein köstliches Bärlauchpesto gemacht, da ich zufällig auf ein Bärlauchfeld gestoßen bin.

Ich entdecke auch immer mehr Pflanzen, die ich langsam bestimmen lerne: Beinwell, Nachtkerze, Wilde Möhre, Huflattich, Spitzwegerich, dessen Knospen eine Delikatesse sein sollen. Habe ich aber noch nicht probiert 🙂 Man soll sie braten, dann sollen sie sehr lecker sein. Es ist allgemein besser, Wildpflanzen zu sich zu nehmen, da in ihnen noch für den Menschen wichtige Bitterstoffe enthalten sind, die in unserem kultivierten Gemüse raus gezüchtet worden sind. Letztere schmecken vielleicht angenehmer und milder, sind aber allemal nicht so gesund wie ein Blatt des Löwenzahns zum Beispiel oder Giersch, der überall wächst und vergleichbar mir Spinat ist, allerdings halt einfach viel gesünder.

Die Früchte, die der Sommer mir schenkt, entdecke ich frühzeitig (zum Beispiel beim Joggen, Fahrrad fahren oder spazieren) und kehre dann immer wieder an diese Stellen zurück, um zu sehen, wie weit die Früchte sind und wann ich sie ernten könnte. Es ist ein tolles Gefühl, keine Johannisbeeren, keine Himbeeren, keine Brombeeren, keine Pflaumen, keine Äpfel, keine Kirschen, keine Birnen im Supermarkt kaufen zu müssen, weil Mutter Natur, Gaia, mir sie schon geschenkt hat. Vielen, vielen Dank.

Früchte des Sommers

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Wie ihr seht, bin ich auf Entdeckungsreise, was Wildpflanzen, Beeren und Kräuter anbelangt. Ich wollte euch davon berichten, vielleicht habt ihr ja auch den einen oder anderen Tipp oder Gedanken, den ihr beisteuern wollt 🙂 Ich möchte momentan alles in mich aufsaugen darüber, denn ich weiß, die Liebesgeschichte zwischen Gaia und mir wird niemals mehr aufhören 🙂

Gaia (ich mache gerade das Foto, deshalb sieht man mich nicht)

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Mein Leben

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Mein Leben

Wir haben abnehmenden Mond im Skorpion. Eine Zeit, die uns tiefer gehen lässt mit unseren Wurzeln, uns hinter Vorhänge schauen lässt, die wir lange nicht infrage gestellt haben. Imbolc steht nicht mehr vor der Tür, sondern ist schon da in seiner vollsten Pracht. Eine gute Zeit, um Ideen keimen zu lassen und schwanger zu gehen mit neuen Impulsen und Energien.

Mein Leben ist irgendwie in Aufruhr. Es hat sich soviel verändert in den letzten zwei Jahren. Ich habe mich anscheinend wieder einmal auf einen neuen Weg gemacht und jetzt bin ich mir nicht sicher, welche Abzweigungen ich nehmen will. Brighid, die keltische Lichtgöttin der weiblichen Schöpfungskraft repräsentiert die göttliche Energie des Imbolcfestes – eine gute Zeit für die Geburt von neuen Lebensideen.

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Meine Lebensideen drehen sich momentan um meine „Berufung“ oder „Beruf“, kommt drauf an, wie man es sehen möchte. Und genau an diesem Punkt bin ich gerade.

Ich habe diesen festen Job angenommen – Moment, habe ich ihn angenommen oder bin ich einfach nur den Weg gegangen, den alle gehen? Bin ich zum Vorstellungsgespräch gegangen, weil dieser Job für mich ALLES bedeutet oder weil es meine nächste Aufgabe war, die mir von meinem Umfeld so vorherbestimmt wurde? Was will ich eigentlich im Leben? Wie möchte ich leben? Wer bin ich in Wirklichkeit?

Dann ist mein Freund noch in mein Leben getreten und wirft all diese Fragen noch einmal von einer anderen Seite auf. Ich bin so dankbar, dass er da ist und er lässt mich auf eine Art so ankommen in mir. Er unterstützt mich und schenkt mir seine Liebe. Aber so verrückt es sich anhören mag – auch daran muss ich mich noch gewöhnen. Das Gute daran ist, dass ich es deshalb in vollen Zügen genießen kann, auch wenn ab und an das kleine Mädchen in mir Ängste hat, dieses Glück wieder zu verlieren. Dass sich das alles als erneute Illusion herausstellt und ich letztendlich wieder alleine bin.

Mein Leben ist im Umbruch, ändert das Programm, erschafft neue Lichter. Und obwohl alles in Ordnung zu sein scheint, bin ich momentan völlig orientierungslos. Ich stelle meine Berufung immer wieder infrage und baue mental andere Lebenskonzepte auf.

Wie toll ich beispielsweise die Menschen finde, die auf Märkten ihre Sachen verkaufen. Und Frauen, die spirituell, schamanisch oder magisch arbeiten und sich dabei selbst organisieren dürfen. Ich liebe Selbstorganisation.

Mir wird gerade klar, dass ich mein Ding machen muss. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber ich möchte ab nun an darauf hin arbeiten. Ich möchte meine eigene Herrin sein. Ich möchte gerne alleine arbeiten, und dabei etwas für andere tun. Etwas ganz Besonderes tun. Etwas ganz Eigenes zu machen, eigen zu sein – das ist mein Lebenssinn, daraus entsteht in mir Harmonie. Dann bin ich im Einklang mit allem.

Brigid

Ein gesegnetes Imbolc euch allen.

 

 

Wundersame Begegnung

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Mir ist heute etwas Lustiges und gleichzeitig Unfassbares passiert. Ich war, wie immer zu den Jahreskreisfesten, zum meditativen Tanz gefahren. Da machen meistens ältere Frauen mit, so ab 40 Jahren aufwärts. Ich bin immer die Jüngste mit meinen 32 Jahren. In der Pause heute sprach mich immer wieder eine Mittanzende an, die ich irgendwie von vornherein sehr unsympathisch und klettig fand. Sie aber wollte sich anscheinend die ganze Zeit mit mir unterhalten und so erzählte sie mir, dass sie früher ja immer um 12 nachts rausgegangen ist und dann bis 5 Uhr morgens wilde Partys gefeiert hat. Und sie fände es so schade, dass die jüngeren Leute das heute nicht mehr tun würden.

Angesichts dessen teilte ich ihr verwundert mit, dass die jungen Leute von heute das sehr wohl immer noch tun würden. Sie staunte komischerweise darüber und fragte: „Echt?“ und ich antwortete: „Ja, die machen das immer noch.“ Und da fragte sie mich plötzlich: „Wer? Deine Kinder?“

😛 Musste ich mal erzählen 😛

Hexesofia entdeckt neue Welten: Deo, Shampoo und was Natron damit zu tun hat

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Mir ist ein Licht aufgegangen: Die Produkthersteller für Hygieneartikel sind den Pharmaindustrien sehr ähnlich. Sie suggerieren den Menschen, sie bräuchten ihre Produkte.

Zu Deodorant kann ich nur sagen: Ich verwende schon seit Jahren keins mehr und auch kein Ersatz (Natron könnte man aber sehr gut verwenden, verstopft nichts und hält bis zu 10 Stunden frisch). Viele Menschen riechen unter ihren Achseln, riechen (natürlich!) etwas und denken direkt, sie stinken. Das ist aber ein Trugschluss. Natürlich riecht man einen gewissen verdichteren Geruch unter den Achseln, das heißt aber nicht, dass man stinkt. Die Gesellschaft hat irgendwie ein Problem damit bekommen, nach Mensch, nach einem lebendigen Wesen zu riechen. Es wird immer steriler. Meine Freunde und Kollegen wissen, dass ich kein Deo verwende und sind erstaunt darüber, dass ich trotzdem nie stinke.

Ich glaube, wenn man als Mensch nichts Handwerkliches macht, nicht auf dem Bau arbeitet oder sonst wie anstrengende Arbeit verrichtet und ca. alle drei Tage badet oder duscht (is bei mir so), dann stinkt der Mensch nicht. Und wenn mal jemand bei gutem Wetter die eine oder andere Schweißperle auf der Haut hat – nun gut, frischer Schweiß stinkt ja bekanntlich nicht und wenn doch, tja, dann riecht derjenige vielleicht einfach mal ganz normal nach Anstrengung riechender Mensch!

Und für alle die, die jeden Tag körperlich anstrengende Arbeit verrichten ist ja klar, dass die tägliche Dusche dazu gehört.

Ansonsten gibt es wie gesagt das Natrondeo. Kurz dazu: Natron sollte jede Hexe im Haus haben. Es ist ein Allround-Talent. Man kann damit Zähne putzen, Saucen entsäuern, die Küche putzen, Tee und Kaffee milder machen, backen, Haare waschen (siehe unten) und vieles mehr. Es ist sehr günstig und steht im Supermarkt überwiegend bei den Backwaren. Für das Deo:

Man nehme ein ganz normales Wattepad und befeuchtet es. Dann streue man Natron drauf und tupft oder reibt es unter den Achseln ein. Neutralisert den Körpergeruch und hält bis zu 10 Stunden.

Mit Shampoo genauso: Ich habe mal bei Youtube gesucht und selbstgemachte Shampoos auf einem super Kanal von einer sehr kompetenten Frau gefunden. Einmal stellt sie das Natron Shampoo vor:

Natron-Shampoo

Man koche 250ml Wasser auf.

Man nehme eine Schüssel, in die man 1-2 Esslöffel Natron tut (ich persönlich nehme immernur einen Esslöffel, da meine Haare sonst zu spröde und trocken werden).

Man schütte das kochende Wasser darauf und rührt alles um, damit das Natron sich verteilen kann. Dann kurz oder länger abkühlen lassen (es ist egal wie kalt oder warm es bei der Verwendung ist, hauptsache es hat gekocht als es mit dem Natron zusammenkam) und wie ein normales Shampoo verwenden. Ich gieße es immer portionsweise ins Haar und massiere es sanft ein.

Nicht erschrecken: Es schäumt nicht und man hat beim ersten Mal absolut das Gefühl, es bringe rein gar nichts!

Dann ganz normal ausspülen, wie bei einem Shampoo.

!Achtung! Das Natron Shampoo sollte jedoch nie isoliert von einer Spülung verwendet werden. Entweder man nimmt danach eine normale Spülung aus dem Supermarkt, oder man macht auch diese selbst (siehe auch Youtube), das nennt man „Saure Rinse“:

Saure Rinse

Man nehme 1l normales Wasser in einer Schüssel. Man füge hinzu:

1 Esslöffel Apfelessig

3 Tropfen Teebaumöl

4 Tropfen Rosmarinöl

Alles vermischen. Nach dem Natron-Shampoo übers Haar gießen und jetzt kommt das Tollste überhaupt: Man kann es einfach drin lassen wenn man möchte!!!! Also ich genieße das total. Es riecht auch so schön.

Als ich das auf Youtube sah, bemerkte ich: Seit Monaten habe ich alle Dinge für Shampoo im Haus und kaufe trotzdem noch welches aus dem Drogeriefachhandel.

Aber mein Favourite kommt jetzt noch:

Ei-Honig-Zitronen Shampoo

Wie der Titel schon sagt:

Man nehme ein Ei und verrühre es in einer Schüssel.

Danach ein Teelöffel Honig dazu und den Saft einer ausgepressten Zitrone (aber gekaufter Zitronensaft geht auch!)

Alles in die Haare einmassieren und mindestens 10 Minuten einwirken lassen (man kann es auch eine halbe Stunde einwirken lassen, wie man möchte)

Dann alles ganz normal ausspülen. Die Haare sind danach super weich, glatt und glänzend (nimmt auch das Fett raus).

Wer sich das nochmal genau auf youtube ansehen will.

Es ist echt ein tolles Gefühl, zu sehen, dass die Natur uns alles gegeben hat, um unseren Körper zu pflegen. Meiner Meinung nach gibt es nur durch die Industrieprodukte soviele Menschen mit Problemhaut und Problemhaaren – je näher an der Natur, desto weniger Beschwerden.

Also, probiert’s mal aus 😉

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und bin voller Vorfreude auf Mabon!!

In Liebe, eure Hexesofia

Ein Leben ohne Handy und ohne Facebook?

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Ich besitze seit dem Jahre 2000 ein Handy. Ich habe es mir geholt, weil alle es hatten und ich es toll fand, immer erreichbar zu sein und jemandem durch eine SMS etwas mitteilen zu können, ohne ihn anrufen zu müssen. Irgendwie fand ich es auch aufregend, auf eine bestimmte SMS zu warten und wenn die SMS-Melodie erklang, sprang mein Herz höher. Mittlerweile merke ich, dass es immernoch so ist. Jedes Mal, wenn der SMS-Ton erklingt, kriege ich ein kleines Glücksgefühl, egal, ob es eine wichtige SMS ist oder ich keine Ahnung habe, wer das jetzt sein könnte. Und ich merke, wie süchtig man nach Kontaktaufnahme wird. Manchmal fällt es ja schon richtig auf, dass man mal einen Tag keine SMS von niemandem bekommen hat – dann hat man direkt das Gefühl, nicht mehr dabei zu sein oder dass niemand an einen denkt, im schlimmsten Fall (je nach Stimmung), dass man keine Freunde mehr hat.
Ich überlege schon länger, mein Handy abzulegen. Aber geht das in dieser Gesellschaft überhaupt noch? Ich habe jetzt ein Pärchen kennengelernt, die mir sagten, sie hätten kein Handy und hätten auch nie eins gehabt. Wow. Fand ich toll. Als es dann aber daran ging, sich mit ihnen zu treffen, merkte ich ‚Oh, dann musst du sie ja zuhause auf dem Festnetz anrufen‘! Das stellte sich als gar nicht mal so einfach dar, denn ich kannte sie kaum und anfangs weiß man ja nie wirklich, ob die Menschen wirklich an einem interessiert sind oder nur höflich sein wollen. Ich merkte, wie ich richtige Hemmungen hatte, sie direkt anzurufen. Der Drang danach, ihnen einfach aus der Ferne eine kurze, unpersönliche und vor allem risikolose SMS zu schreiben, war sehr groß. Brachte nix. Ich rief an und sie haben sich mega gefreut und mich direkt zu sich nach Hause eingeladen, wo wir bei mehreren Gläsern Bier lustige Gespräche führten.
Meinen Vertrag habe ich jetzt zum Oktober gekündigt. Aus Facebook bin ich seit Januar auch schon raus. Bei What’s app bin ich gar nicht erst eingestiegen. Meinen Kabelanschluss habe ich auch gekündigt, denn ich habe in diesem Jahr noch kein einziges Mal Fernsehen geschaut. Und ich muss sagen, es ist mir ziemlich schwer gefallen, aus FB auszutreten – seit 2 Jahren war es schon in meinem Kopf, aber es hatte so eine Macht über mich, dass ich es nie übers Herz brachte. Dann im Januar hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich JETZT rausgehen kann, dass mir GRADE alle (Pseudo-)Kontakte und Fotos und Pinnwandeinträge egal sind. Also nutzte ich die Gunst der Stunde und löschte meinen Account, was gar nicht so einfach war. Ich musste erst auf Youtube eine Anleitung ansehen, alleine hätte ich es auf FB nicht gefunden. Seitdem habe ich es nie bereut, ausgetreten zu sein. Ganz im Gegenteil – meine wahren Kontakte haben sich vertieft.
Gut, dass viele kein Facebook haben, ist ja nicht ganz so selten – aber kennt ihr Leute, die kein Handy haben? Habt ihr vielleicht selbst keins? Ich wäre wirklich dankbar für ein paar Erfahrungsberichte und Meinungen zu dem Thema, weil ich, wie gesagt, mein Handy ab Oktober nicht mehr habe und ich mich frage, ob man ohne Handy überhaupt noch in der Gesellschaft überleben kann.