Archiv der Kategorie: Frauen

Persönliche Umfrage: Bitte teilt mir eure Ideen mit!

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Hallo du!

Zuerst einmal wünsche ich dir eine gesegnete Beltanezeit!

Bitte stell dir einmal vor, du liest eine Art „Frauenratgeber“ –  für die Frau von heute – welche Themen würdest du darin finden wollen?

Was wäre dir wichtig?

Gibt es irgendwelche Dinge, wo du Unsicherheiten aufgebaut hast oder die du schon immer unfair fandest?

Was wäre dein persönliches Anliegen zum Thema Weiblichkeit?

Was würdest du an den Frauen von heutzutage „verändern“ wollen?

Was magst du an Frauen/was magst du nicht an Frauen?

Passt die Frau in diese Gesellschaft? Kann unsere Gesellschaft weibliche Bedürfnisse auffangen?

Ich kann gar nicht genug Fragen finden, bitte schreib mir einfach all deine Ideen zum Thema!

Und ja, das ist mein neues Projekt und ich werde euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten 🙂

Wenn dir etwas einfällt, was du beitragen kannst,

BITTE SCHREIB ES UNTEN IN DIE KOMMENTARE

ODER

EINFACH MIR PERSÖNLICH UNTER

hexe.sofia@web.de

 

VIELEN LIEBEN DANK IM VORAUS AN ALLE!

Eure Hexesofia

Wer kennt diese Frau?

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Ich sehe plötzlich immer diese neue Frau. Es hört sich gruselig an, und so fühlt es sich auch teilweise an, denn ich dachte immer, ich wüsste schon alles über Frauen. Ich möchte gar nicht vieles dazu sagen und bin gespannt auf deine Assoziationen dazu.

Hier ihr Steckbrief:

Die Frau ist anders als alle anderen Frauen, die ich kenne.

Diese Frau ist in einer Idee von mir und auch oft in Ideen von Außen.

Die Frau steht für sich. Sie ist autonom und wird von der weiblichen Kraft getragen.

Ich sehe sie erst seit Kurzem. Oder sie offenbart sich mir erst seit Kurzem.

Sie ist beheimatet in ihrem Schoßraum.

Für sie ist es normal, im Austausch mit anderen Frauen zu leben und nicht aus irgendeinem trivialen Grund (wie Gesellschaftserwartungen) an einen Mann „gekoppelt“ sein zu müssen.

Sie nimmt nach IHREN Maßstäben an der Gesellschaft teil und nicht umgekehrt.

Sie lebt ihre eigene Natur und das ist die Weiblichkeit.

Der Mann ist etwas Schönes für sie, jedoch sucht sie ihn nicht.

Sie ist ganz bei sich selbst. Sie nimmt sich selbst an als eigenständigen Menschen und sie sieht IHR Leben,

das bestimmt ist durch ihre Ideen, ihr Lachen, ihre Trauer, ihre Freude, ihr Handeln u.v.m.

Ihre Weiblichkeit ist heilig für sie.

Zu ihrer Weiblichkeit gehört die Kreation. Sie will schöpfen und erschaffen.

Sie möchte ihre Ideen gebären/materialisieren/in die Welt bringen.

Sie entscheidet selbst, wann sie spricht und wann sie schweigt.

Sie nimmt sich selbst wahr als ein Geschöpf, das mit Magie, Intuition und Wachsamkeit durch sein Leben geht.

Patriarchale Kultur ist nix für sie.

Sie macht die Dinge zu IHRER Zeit.

Sie führt ein selbstbestimmtes Leben.

Kennst du sie auch? Hast du sie gesehen und wo hast du sie gesehen?

Ich bin dankbar für deinen Kommentar, denn ich möchte mich mit anderen Frauen verbinden,

die auf demselben Weg sind und mit mir noch andere Aspekte zu der Frau teilen, die ich selbst

bisher noch nicht entdeckt habe.

Die wilde Frau

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In letzter Zeit kommen mir in meinem Leben sehr viele Hinweise auf die Thematik „Die wilde Frau“. Zunächst las ich ein tolles Gedicht dazu auf dem Blog von Womanessence dazu, kurz darauf folgte ein weiterer Artikel zu dem Thema. Ich möchte euch einen Auzug aus dem letztgenannten Artikel dazu präsentieren, der mich besonders beeindruckt hat:

„Wichtig ist, dass die wilde Frau sich traut zu sagen, was sie zu sagen hat – ob sie damit von anderen gemocht wird oder nicht. Das ist für die wilde Frau zweitrangig. Sie muss sich selbst mögen und annehmen mit dem, was zu ihr gehört. Dadurch wird sie frei – vor allem frei von den Urteilen anderer.“

Dies ist ein ganz wichtiger Punkt für mich. Ich bin oder war stets eine Frau, die sich unheimlich bemüht hat, von anderen gemocht zu werden. Ich wollte (ich schreibe in der Vergangenheitsform, weil ich mich mittlerweile schon im Abspaltungsprozess befinde), dass sie mich sympathisch finden und bei Männern wollte ich, dass ich ihnen gefalle. Warum eigentlich? Also ich weiß, dass ich es so von meinem Vater gelernt habe. Ich sollte ihm immer gefallen. Ich durfte nichts Ungewolltes, Unbequemes oder (seiner Ansicht nach) Unweibliches sagen. Ich musste mich auch immer so benehmen, wie ER es wollte. Ich sage extra nicht, dass ich mich adäquat benehmen sollte, denn damit hatte es nichts zu tun. Es ging einfach darum, dass ER mit mir leben konnte. Und wenn ich (und das tat ich sehr häufig) doch „ausufernd“ wurde, gab es heftige, aggressive Reaktionen darauf, Liebesentzug und auferlegte Isolation. Das war dann für mich eine Zeit der inneren Qualen.

Ich schließe also daraus, dass ich diese zuletzt beschriebene Situation vermeiden wollte, indem ich alles tat, was andere von mir erwarteten. Und das kommt jetzt gerade alles so langsam in mir hoch.

In meinem Freundeskreis bin ich plötzlich total sensibilisiert für diese Frauen, die immer „hintenrum“ sind. Vorher ist mir das gar nicht so aufgefallen, weil ich es teilweise ja selbst so gehandhabt habe: es den Leuten nicht von vornerum ins Gesicht zu sagen, sondern immer in einer Art chinesischer, unterwürfiger Manier zu suggerieren, wie verständnisvoll man ja ist und sie ja mit einem machen dürfen, was sie gerne möchten. Und dann dreht man sich um, trifft sich mit einer engen Freundin und kotzt sich über diese Leute aus.

Durch diese Beobachtungen habe ich jetzt bemerkt, dass frau gar nicht auf diese Leute sauer ist, sondern auf sich selbst. Sie ist gefrustet, weil sie nicht den Mumm hatte, echt zu sein und ganz ruhig und gelassen ihre Belange den Menschen gegenüber geäußert hat.

Und wie schon angedeutet, fällt es mir jetzt auch im Freundeskreis auf. Und ich entwickle immer mehr ein neues Gefühl: dass dieses Verhalten nicht normal ist, sondern falsch. Man kennt ja den Spruch „Das sind falsche Leute“ oder „Die ist total falsch“. Und das isses auch. Man belügt die anderen Menschen. Man schenkt ihnen keinen reinen Wein ein, weil man selbst zu feige ist und Schiss vor Disharmonie hat (ich schreibe das hauptsächlich so, wie ICH es empfinde – für euch kann es durchaus ganz anders sein).

Also, was ist nun eine wilde Frau? Eine wilde Frau ist in erster Linie eine freie Frau. Für mich bedeutet das ganz konkret, dass sie dazu imstande ist, Disharmonie zu erzeugen und vor allem zu ertragen – und das hauptsächlich deshalb, weil sie für sich selbst einsteht. Sie nimmt sich ernst und versteht, dass jedes Gefühl der Disharmonie von ihr selbst ausgeht, denn wenn sie sich selbst gegenüber treu gehandelt hat und ihr das WIRKLICH bewusst ist, dann sollte eher ein Gefühl der inneren Harmonie auftauchen.

Und da bin ich nun angelangt. Ich habe zum ersten Mal bewusst meinen Mund gegenüber Menschen aufgemacht und bin sofort auf Unverständnis gestoßen. Das hat mich ganz schön ins Wirbeln gebracht und das Gefühl von unerträglicher Disharmonie fuhr in meinem gesamten Körper Achterbahn und tanzte in meinem Kopf einen nicht enden wollenden Rock ’n Roll. Da musste ich durch. Nachdem ich dies erschaffen habe, war ich einen Schritt weiter und das ist genau der, der sich in Form der Gedanken dieses Artikels wiederfindet. Ich bin weiter gekommen, ich habs nicht mehr feige hintenrum gemacht, sondern bin hingegangen und habe den Leuten was gesagt, was ihnen GAR NICHT GEFIEL. Für mich ist das ein großer Schritt (so muss sich Neil Armstrong auch gefühlt haben), der mich nun dazu gebracht hat, das neue Gefühl entwickeln zu können, dass ich MIR GEGENÜBER harmonisch gehandelt habe.

Zum Abschluss möchte ich mit den Worten Luisa Francias (aus dem Werk „Hexenbesen, Zauberkraut – Die Grundlagen der Magie“) verbleiben:

„[Eine freie Frau] sagt Nein und Ja zu ihrer Zeit […]. Sie schuldet niemandem eine Lüge. Lob macht sie nicht größer, Kritik nicht kleiner, weil sie ihre Essenz erkannt hat.“ (S. 67)

In diesem Sinne wünsche ich allen wilden, freien Frauen (und solchen wie mich, die es noch werden wollen) alles Liebe!

Eure Hexesofia

Männer

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Anstoß für diese Gedanken ist ein Artikel von Holunderhexe, die auf einen Artikel in der Welt aufmerksam macht, in dem es über eine Frau geht, die über sich selbst sagt, Wicca-Hexe zu sein. Das eigentlich Entsetzliche sind in diesem Kontext die männlichen Leserkommentare, die mich in ein tiefes Loch gestürzt haben.

Ich als Single-Frau würde mich sehr über einen Freund freuen, über einen Mann, der mich so akzeptiert, wie ich bin – aber das ist in dieser Welt anscheinend sehr viel verlangt. Wo ist der Mann, dem ich ohne Scheu sagen kann „Ich bin eine Hexe“ oder „Ich feiere die Elemente, den Mond und die Sonne“ ? Meine Erfahrungen, was das anbelangt, sind katastrophal. Ja, es sind katastrophale Zustände. Ich komme ja nicht einmal bis dahin! Es hört ja schon auf bei der Frage: „Was ist dein Sternzeichen?“ Das ist für die Mehrheit der Männer schon zuviel. Da habe ich unter anderem verbal-aggressive Reaktionen bekommen wie „Glaubst du an so ’n Scheiß oder was?“ in einem ganz abwertenden Ton. Von Mondphasen ganz zu schweigen, bitte nur nach genaurer Begutachtung des Männchens ausprobieren… Und dann ist es mir oft so ergangen, dass man als Frau belächelt wird vom Mann, er schaut richtig auf einen herab, so nach dem Motto: „Ach guck mal, die dumme kleine Frau – versteht die Welt überhaupt nicht.“ Das macht mich dann so wütend, dass dieses protzige, männliche Dominanzgehabe zum Vorschein tritt. Diese Überheblichkeit, die daraus resultiert, dass nämlich der Mann eigentlich derjenige ist, der die Welt nicht versteht, denn wenn er sie verstehen würde, dann hätte er doch zumindest verstanden, dass Welt von „Vielfalt“ und „Individualismus“ geprägt ist. Jeder Mensch hat das Bedürfnis, sich selbst in seiner Art und Weise zu leben und zu spüren und das kann viele Gesichter haben.

Ich habe keine Lust mehr, mit Männern „kämpfen“ zu müssen. Ich habe keine Lust mehr, mit Männern um MEINE Weiblichkeit kämpfen zu müssen, meine Weiblichkeit ihnen gegenüber rechtfertigen zu müssen, denn erstens bedarf es hierfür keiner Rechtfertigung und zweitens ist es die Mühe nicht wert. Ich soll mich doch sowieso in sein Frauenbild einfügen, das immer auch sehr nahe am Frauenbild der Gesellschaft liegt. Ich soll es doch endlich verstehen, dass das alles Quatsch ist, dass das verrückt ist, dass das nichts mit der Realität zu tun hat. Dazu kann ich nur sagen, dass jeder Mensch seine ganz eigene Realität hat. Hat man auch den Mut, diese zu leben? Alles, was die Mehrheit tut, ist normal. Weicht man davon ab, zum Beispiel durch lautes Singen an der Bushaltestelle (was ich niemals wagen würde!), gilt man als verrückt oder zumindest irgendwie „komisch“. Die Frauen gucken doch schon komisch, wenn man als mehr oder weniger junge Frau irgendwo im Wartezimmer das Stricken anfängt. Da hat keiner was dabei. Entweder man sitzt da oder man liest Zeitung. Das machen alle so und basta.

Ich habe die Schnauze gestrichen voll-ich mache keine Kompromisse mehr, wie die meisten Frauen, die dann Gott sei Dank doch noch irgendwann eingesehen haben, dass es das höchste Gut ist, einen Mann zu haben und wenn man irgendwie keinen Geeigneten findet und das Alter voranschreitet, muss man dann halt Kompromisse machen. Irgendwie wird aus Angst, diese gesellschaftliche Forderung nach dem „Mutter-Vater-Kind im Reihenhaus“-Prinzip nicht mehr erfüllen zu können, dann der Nächstbeste genommen, mit dem es halbwegs funktioniert. Nun gut, frau hat jetzt nicht das gefunden, was sie sich gewünscht hat, aber das Leben ist ja auch kein Wunschkonzert nicht wahr. Er ist doch nett – ok, ich fühle mich oft unverstanden und nicht wahrgenommen, aber ich werde es schaffen – ICH kann ihn ändern. Und wenn frau an diesem Punkt angelangt, beginnt das eigentliche Desaster.

Um wieder auf das Thema der rationalen Männer zu kommen, möchte ich von meinem Arbeitskollegen berichten: er ist schon älter, ich glaube, er geht auch bald in Rente, hat sich aber eigentlich ganz gut gehalten und wirkt keineswegs irgendwie „greisig“ oder so. Er ist ein absoluter Verfechter der Naturwissenschaften und weist also Dinge, die ich mache, entschieden ab. Zwar habe ich ihm keine Details erzählt, aber er weiß schon, in welche Richtung es bei mir geht und dass das total entgegengesetzt seiner Überzeugungen ist. Das Witzige dabei ist, dass er ständig meine Nähe sucht, sich anscheinend saugerne mit mir unterhält und immer einen sehr verwunderten, aber auch irgendwie fasznierten Gesichtsausdruck bekommt, wenn ich Kommentare abliefere, die aus einer anderen Welt zu sein scheinen. Bitte nicht falsch verstehen – er findet das irgendwie anziehend, aber mit irgendeiner Wahrheit hat das für ihn nichts zu tun. Und das finde ich immer so verwunderlich – er spürt diese Sehnsucht dahin, aber tut das ab. VERSTEHT das nicht, gibt dem keine wichtige Bedeutung. Und die Sehnsucht scheint sehr groß zu sein: Auf der Arbeitsstelle sucht er ständig Kontakt zu mir, auf Betriebsfeiern drängt er sich unter Alkoholeinfluss regelrecht auf (setzt sich ständig zu mir, will immer mit mir reden, geht auch mit rauchen, obwohl er gar nicht raucht) und im Sommer hat er mich sogar in den Frankreichurlaub mit seiner Frau und seiner Tochter eingeladen, was ich höflich abgelehnt habe. Dieser Urlaub wäre ein Kampf geworden für mich. Ich soll stellvertretend für seine verdrängte Sehnsucht stehen, die irgendwie da sein soll, die er aber nicht akzeptiert und die es durch logisch-rationale Argumente zu bekämpfen gilt – sie soll doch endlich zur Einsicht gezwungen werden!

Und genau das isses auch. Männer kämpfen gegen sich selbst, gegen die in ihren Schatten gedrängten Gefühle, die sich mit Logik und Rationalität leider nicht vereinbaren lassen. Das ist auch echt blöd irgendwie. Wie gut, dass es diese dummen Frauen gibt, dann kann Mann sich gleich besser fühlen, denn er ist bestimmt nicht so doof, so etwas Unsicherem wie „Intuition“ zu folgen – wo ist die denn überhaupt und gibt es da mittlerweile eigentlich wissenschaftlich belegte Befunde drüber? Nein? Ja, dann ist das ja nix weiter als Hokuspokus, da falle ich bestimmt nicht drauf rein – ich steh doch am Ende nicht als Doofie da!

Ja, liebe Frauen, das können wir den Männern nun wirklich nicht antun. Bitte seid rücksichtsvoll und mutet ihm nicht zuviel zu – wofür habt ihr denn Freundinnen?

Was ziehe ich als alleinstehende Frau aus diesem „Männerdilemma“? Ich meine, ich möchte Männer lieben, aber wie soll ich Männer lieben, die mich nicht sein lassen, wie ich bin? Da gibt es doch das schöne Sprichwort, die „Spreu vom Weizen zu trennen“ und seine Energie nicht an verkappte Männer zu verschwenden, sondern diese lieber für Dinge aufzubewahren, für die es sich lohnt und vielleicht kommt da ja mal ein „anderer Mann“. In diesem Kontext muss ich auch an die Taubensituation in „Aschenputtel“ denken: „Die guten ins Töpfchen, die schlechten in Kröpfchen.“ Vielleicht muss man als Frau auch mal so eiskalt sein.

Appell an die Frauen!

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Ok, scheiß drauf, wenn das hier n Frauenblog wird, aber ich muss unbedingt was loswerden über Frauen und ihr Äußeres – ich habe in Die halbe Frau bereits darüber etwas gesagt, aber ich möchte es noch einmal aufrollen. Anstoß hierfür war ein Artikel von einer lieben Bloggerin, bei der ich sehr gerne lese.

Also, was ich sagen möchte, ist, dass es mir einfach auf den Sack geht, dass für so viele Frauen ihr Lebenszentrum dieses „Wie sehe ich aus?“ „Was ziehe ich an?“ „Sieht man dies/sieht man das?“ „Findet er mich schön?“ ist.

Bitte nicht missverstehen – Aussehen ist gut und Aussehen ist sehr wichtig – aber es sollte halt nicht alles sein.

Wirklich-ich achte auch auf mein Aussehen, aber das kann doch nicht alles gewesen sein. Und ich verbringe auch keine Stunden im Bad, ich habe ein System und das dauert ca. 10 Minuten. Wer danach irgendwas zu mäkeln hat, hat Pech gehabt. Ich gehe auch nicht gerne shoppen (im Gegensatz zu früher!) und wenn ich es mal einmal im Dreiviertel Jahr tue, dann gehe ich durch den Laden, habe in 10 Minuten die Klamotten in der Hand, bezahle sie direkt und probiere sie zuhause in Ruhe an. Was ich nicht mag, wird dann einfach wieder zurück gebracht. Und ja, ich habe auch körperliche Schwachstellen wie einen Bauch oder ein Doppelkinn (das IMMER da ist, egal ob ich dick oder dünn bin, blödmann!), aber ich liebe mich trotzdem und finde es ganz niedlich. Ach ja, und sizilianische Behaarung an den beklopptesten Stellen: am unteren Rücken und leichte Koteletten, hihi… aber ES IST MIR SCHEIßEGAL. Und das sollte es euch auch sein!

Also ich merke selber, wie dieses Thema gerade in mir rattert. Wir Frauen sind ja a priori nicht selbst schuld an dem ganzen Mist, weil wir in diese Gesellschaft hineingeboren wurden, aber dann kommt nämlich unsere große Aufgabe: raus aus der platonischen Höhle! Platon hat mal darüber geschrieben, dass die meisten Menschen eigentlich in einer Höhle leben und denken, sie würden alles kennen. Und nichts passt so gut wie dieses Bild auf die heutige Gesellschaft und vor allen Dingen auf die heutigen Frauen. Platon forderte die Menschen dazu auf, aus der Höhle hinauszugehen und das Draußen/Licht zu sehen. Dann könnte man nie wieder in die Höhle zurückkehren, weil sie nur Illusion war.

Und ES IST EINE ILLUSION, dass irgendetwas an eurem Aussehen nicht stimmt. Es stimmt dann etwas nicht, wenn ihr euch überfresst und eurer Gesundheit schadet – oder wenn ihr euch unterfresst und eurer Gesundheit schadet.

Und es gibt diese tollen Werbespots von Dove und alle Frauen finden das ganz toll und endlich mal eine Werbekampagne, die den Frauen zeigt, dass sie schön sind, wie sie sind. Aber eins vergisst man vor lauter Lob dabei: auch diese Werbekampagne befasst sich wieder NUR MIT DEM ÄUßEREN der Frau. Wo gibt es denn bitteschön Werbekampagnen, die sich mit dem Inneren der Frauen beschäftigen? Wissen Frauen eigentlich, was sie alles können? Ich möchte wiklich mal wissen, wie viele Hausfrauen es gibt, die wahre Künstlerinnen sind oder andere geniale Talente besitzen und dennoch den ganzen Tag zuhause sitzen und sich fragen: „Bin ich schön? Sollte ich mal wieder zum Frisör gehen? Habe ich eine Taille? Sind meine Brüste groß genug? Warum hat meine Nachbarin so tolle Haare und ich nicht?“ Und die Nachbarin fragt sich: „Warum habe ich nicht so tolles kastanienbraunes Haar wie meine Nachbarin? Warum bin ich nicht so selbstsicher wie andere?“ Ich sag dir warum: weil du dich die ganze Zeit nur um deine Fingernägel kümmerst, darum.

Mir liegt soviel an dem Thema, weil ich selbst die Erfahrung gemacht habe, immer runtergedrückt worden zu sein. Meine Talente wurden belächelt, meine Noten nicht kommentiert und ich wurde nie gefördert. Ich wurde nie wirklich wahrgenommen, ich sollte einfach nur repräsentativ sein und mich benehmen (das schaffe ich leider bis heute nicht richtig). Ach ja – und bloß nicht weiter auffallen bitte! Und das kann ich auch GAARR nicht, ich bin da einfach nicht gut drin. Is ne Schwachstelle von mir… Tja, mein Papa tut mir schon manchmal leid, er hat es nicht leicht – seine Tochter hat doch tatsächlich einen eigenen Charakter und Willen ausgebildet trotz der ganzen Bemühungen, mir zu suggerieren, dass ich nichts kann.

Und trotzdem hat das Ganze immernoch Einfluss auf mich. Und ich glaube genau deshalb dockt dieses Thema so sehr bei mir an. Deshalb nehmt es so, wie es bei euch ankommt: Vielleicht seid ihr die Frauen, die sich selbst wahrnehmen, sich selbst realisieren und sich selbst lieben – dann folgt ihr diesem Artikel einfach nur mit Interesse. Oder ihr seid die Frauen, die aufwachen wollen und denen ich vielleicht einen Anstoß geben konnte, oder einfach einen weiteren Impuls, nichts so zu nehmen, wie es scheint. Mut ist dabei gefragt. Mut ist das Schlagwort – wir sind Frauen, aber wir können es trotzdem.

Und dabei geht es auch nicht darum, das zu tun, was Männer tun. Männer haben sich auch nie einen Dreck um unsere Bereiche geschert, also warum wollen wir unbedingt ihre Domäne erobern und Männer sein? Warum nutzen wir nicht unsere eigenen Domänen? In weiblichen Domänen steckt oft mehr Potential drin, als wir denken.

Wir haben irgendwie eine „Männersehnsucht“, die sich in zwei Dingen offenbart:

1. Wir wollen repräsentativ sein für die Männer und die von Männern dominierte Gesellschaft (also das Äußere)

2. Wir wollen wie Männer sein

Da denkt so manche Frau darüber nach, wie sie ihr Gesicht schmaler wirken lassen könnte und kommt überhaupt nicht auf den Gedanken, dass sie so innovativ und begabt im Kochen ist, dass sie mit Leichtigkeit ein Buch darüber schreiben und verkaufen könnte.

Oder eine Frau wie Marie Kondo, die sich ein Leben lang einfach mal Gedanken ums Aufräumen gemacht hat und ein gutes System entwickelt hat, das Menschen glücklich macht. Sie ist selbstständig und hat großen Erfolg mit ihrer „Aufräumhilfe“, hat ein Buch rausgebracht und viel Erfolg. Tja. Einfach nur mit „AUFRÄUMEN“.

Oder Coco Chanel, die Frauen endlich aus den „repräsentativen“ und „repressiven“ Korsetts rausgeholt hat und Kleidung für sie kreiert hat, in der Frau atmen konnte – ATMEN – was für ein Geschenk!

Es gibt noch etliche dieser Beispiele und wenn ihr noch mehr kennt, dann immer her damit oder – wenn ihr einen Blog habt – postet über diese Frauen. Ich glaube, wir können jeden Impuls brauchen und jede Stärkung – damit keine Frau mehr ihr Aussehen zum Lebenszentrum macht.

AMEN.

Frauen und Essen (1)

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In nächster Zeit werde ich peu à peu Artikel über das Thema „Frauen und Essen“ veröffentlichen – und hier kommt direkt der erste Teil:

Frau und ihre Rolle als „Essenmacherin“

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Wenn wir jetzt in der Steinzeit anfangen, wird klar, dass Frauen schon sehr früh mit dem Zubereiten von Essen in Verbindung standen. Man weiß natürlich nie, wie es wirklich war, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass Männer die Jäger waren und Frauen in die Natur gingen, um andere Nahrung zu sammeln. Und das Zubereiten wird höchstwahrscheinlich auch ihre Aufgabe gewesen sein, d.h. Frauen und Essen – Frauen und Kochen – haben eine lange Tradition und darauf können wir stolz sein. Leider Gottes sieht man in diesen Lebensbereichen jedoch oft die Degradierung der Frau und eine Reduktion ihrer Talente. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir Frauen selbst oft gering schätzen, was wir können und die Männer dieses Minderwertigkeitsgefühl einfach aufnehmen und nutzen, um uns klein zu halten. Ein Mann schämt sich ja auch nicht dafür, einfach nur stumpf an seinem Auto rum zu werkeln. Vielleicht ist es deshalb einfach so, weil Frauen sich schneller minderwertig mit ihren Talenten vorkommen. Das ist auch ganz typisch für die Unterschiedlichkeit dieser beiden Geschlechter, denn eine Studie zum Balzverhalten hat ergeben, dass Frauen ihren Marktwert stets total  unterschätzen, wobei Männer hingegen, auch die unattraktiven, ihren Marktwert immer viel höher einschätzen, als realistisch vertretbar 😉 Na, da kann man mal sehen… Aber nun zurück zum eigentlichen Thema:

Frauen können also stolz sein auf ihre Verbundenheit zur Nahrung und zum Zubereiten dieser. Dieser Stolz zeigt sich in den vielen über viele Generationen weitergegebenen Rezepten – sogenannten Familienrezepten oder gar „Geheimrezepte“. Auch wenn viele Chefköche dieser Welt meist Männer sind – die Verbindung zwischen den Generationen schaffen stets die Frauen. Hier sieht man mal wieder, wie tief  wir Frauen nicht nur mit der Fortpflanzung, sondern auch mit dem „Fortsetzen von Leben“ an sich verbunden sind. Ich möchte mal wissen, wie die Welt ohne Frauen aussehen würde… Oder nee, lieber doch nicht… (Man man man, also so langsam wird das hier glaub ich ’n Frauenblog wenn ich nicht aufpasse;-))

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Frau als Giftmischerin

Natürlich hat die Medaille auch immer zwei Seiten. Frauen nutzen ihr Wissen auch aus, so gibt es etliche Beispiele dafür, wie Frauen durch Beimischen von speziellen Zutaten ihre Mitmenschen bezwingen wollen. Hier gibt es eine variantenreiche Skala. Man (oder eher „Frau“) kann die Stimmung eines Mannes verändern, z.B. durch intelligente und effektive Nutzung von Aphrodisiaka in Speisen und Getränken. Das ist eine harmlose Variante, so harmlos, dass man als Frau fast darauf verzichten kann, da Männer oft nicht dazu „überredet“ werden müssen. Dennoch ist es immer gut, solches Wissen an der Hand zu haben, denn Aphrodisiaka im Essen stimulieren oft anders und das Liebesleben ist spannender, als würde man seinem „Opfer“ einfach eine Kelle Bohnen servieren. Wie das enden kann, wissen wir ja alle.

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Frauen beeinflussen mit bestimmten Zutaten die Stimmung anderer Menschen, sei es ganz unbewusst oder bewusst durch bestimmte Kräuter. Für jede Stimmung gibt es bekanntlich ein passendes Kraut. In dem Film „Zauberhafte Schwestern“ mit Sandra Bullock und Nicole Kidman versetzt die eine Schwester ihren Liebsten stets in einen Tiefschlaf mit Belladonna – wo wir bei der krassesten Variante kulinarischer Beeinflussung sind: das Giftmischen. Das Giftmischen ist ein Akt weiblichen Prinzips, das fängt bei Hekate an und hört in Krimis von Agatha Christie auf. Ganz selten, dass ein Mann sich für Mord durch Gift entscheidet – nein, das ist die hohe Kunstform der Frauen, wenn sie sich einer lästigen Person entledigen wollen. Und da haben wir es wieder: Männer morden aktiver, Frauen eher passiv.

Und an dieser Stelle mache ich erst einmal Schluss – ich habe Hunger bekommen 😉

Huhu

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Huhu, da gibt es wieder ein Lebenszeichen von mir. Auch wenn mein Leben gerade etwas sehr durcheinander ist. Naja, was heißt durcheinander – alles konzentriert sich eigentlich auf die Frage: Aktivität oder Passivität?

In diesen beiden Extremen pendelt gerade meine Gedanken- und Gefühlswelt.  In letzter Zeit ist mir immer klarer geworden, dass in der Passivität genauso viel Kraft liegt wie in der Aktivität. Ich habe oft, wie (denke ich) viele von uns, gedacht, dass man im Leben nur etwas ändern kann, wenn man aktiv wird. Dabei verkennt man oft die große Kraft, die in der Passivität liegt.

Passivität bedeutet auch immer Loslassen und Empfangen können und Veränderung spüren. Sich bereitmachen für etwas, das zu einem kommen möchte.  Es fällt mir oft schwer, einfach nichts zu tun-dabei machen vorschnelle Reaktionen meist viel mehr kaputt, als man erwartet hatte. Und dann denkt man: „Hättest du das bloß nicht gemacht/gesagt!“

Aber es ist unglaublich schwer, eine unangenehme Situation einfach „sein“ zu lassen, ständig meint man, man muss durch aktive Intervention diese Situation entschärfen und vergisst dabei auch den anderen Weg der Entschärfung: die Zeit. Die Sprichwörter“Kommt Zeit, kommt Rat“ und „Die Zeit heilt alle Wunden“ haben sicherlich auch etwas mit der Thematik zu tun. Das unangenehme, manchmal auch unerträgliche Gefühl ist dann manchmal so präsent und intensiv, dass man meint, man muss es auf deubel komm raus sofort eliminieren.

Vertrauen in die Macht der Zeit ist wichtig. Das Gefühl mal aushalten können. So eine Phase als persönlichen Entwicklungsweg sehen, Strategien für sich selbst entwickeln, mit der Situation umzugehen. In sich gehen und die wahren verborgenen Ursachen suchen. Manchmal ist man nämlich felsenfest davon überzeugt, den wahren und einzigen Grund für diese unerträgliche Gefühlssituation zu kennen – bis man beim deutlicheren Hingucken erkennt, dass sich da etwas ganz anderes im eigenen Schatten befindet und es war vorher so in der Dunkelheit versteckt, dass man es gar nicht gesehen hat.

So ging es mir die Tage, als ich Tagebuch schrieb (das ist übrigens ein super Mittel, um Erkenntnisse zu erlangen). Wie ich da so im Schreiben war und einen Gedanken nach dem nächsten aufschrieb, wurde es immer kurioser und ich wollte wissen, was sich hinter diesen Aussagen verbirgt. Ich fragte also ganz in philosophischer Manier bis zum Ende „Warum“ und habe meine wahre Antwort bekommen – es hatte alles überhaupt nichts mit der Außenwelt zu tun, nein, es betraf nicht einmal den Menschen, um den es ging! Manchmal ist es wirklich unglaublich.

Daher kann vorschnelle Aktivität auch teilweise sehr oberflächliche Züge annehmen. Oft gehen wir unreflektiert und reflexartig in irgendeine Reaktion, die bewusstes Leben verhindert.

Ich weiß, dass das gerade für jemanden wie mich ziemlich schwierig ist, einfach mal nichts gegen eine unangenehme Situation zu tun und abzuwarten. Oh je, aber das ist jetzt wohl glaub ich meine Lernaufgabe in dieser Zeitqualität… Ich sage mir die ganze Zeit, dass darin Würde und Anmut liegt und Reife. Und irgendwie auch ganz viel wahre Weiblichkeit. Wen wundert’s, gehört ja zum passiven Prinzip.

Falls ihr auch noch gute Gedanken dazu habt, die mich motivieren könnten, weiterhin in Würde und Anmut durchs Leben zu gehen, dann schickt sie mir bitte!!! Es fällt mir nämlich unheimlich schwer, diesen weiblichen Weg zu gehen – unglaublich, aber wahr.