Schon wieder erschöpftes Samhain

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Eigentlich bin ich gerade dabei, einen ganz anderen Artikel für euch zu schreiben. Er ist auch schon fast fertig. Ich habe aber gemerkt, dass ich mir erst einiges andere von der Seele schreiben muss, damit es mit erwähntem Artikel überhaupt weitergehen kann.

Ich bin grad auf meiner Couch, krank zuhause und habe mich von der Arbeit abgemeldet. Ich kann einfach nicht mehr! Die ganz Woche war ich „verpflichtet“ von morgens bis abends zu arbeiten, heute sollte es weitergehen und morgen hätte der Tag sogar 11 Stunden Gemeinsamkeit mit meinen Kollegen bedeutet, so dass ich erst spät abends daheim gewesen wäre. Am Montag geht es dann gleich weiter wieder bis abends durchgehend. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, wie ich das durchstehen sollte. Und mein Körper anscheinend auch nicht – er hat mich die ganze Nacht auf Trapp gehalten mit einem Magen-Darm-Virus 😦

Meine Kraft, die mir innewohnt, wird immer mehr erstickt von meiner Arbeit. In den Ferien begann ich mit besagtem Artikel – voller Energie und Motivation – und nach nur drei Tagen liege ich krank zuhause und habe das Gefühl, mir wurde alles weggenommen. Meine Energie fließt zu stark in Bereiche, die ins Leere führen, die einem nichts zurückgeben. Und ich merke immer mehr: Ich bin anders gemacht und anders gedacht. Dies ist meine neue Aufgabe, von der ich euch ja schon einmal in Mein Leben berichtet habe.

Aber es ist so schwer. Warum? Weil ich einfach niemals Zeit habe, Energie aufzutanken. Was ich brauche ist Inspiration und dafür brauche ich immer wieder mal Ruhe. Ich möchte einfach entspannt sein. Ich möchte einfach mein Leben glücklich und entspannt leben dürfen. Ist das zuviel verlangt? Ich habe langsam das Gefühl, ich habe nur studiert, um meine Lebenskraft komplett vom System aufsaugen zu lassen. Ich habe keine Zeit mehr für sowas wie „Freunde“, schaffe es tagelang nicht, zu meinem Yogakurs zu kommen, geschweige denn irgendwie im Haushalt was zu machen. Aufgaben stapeln sich in der Arbeit (das alles natürlich neben dem „selbstverständlichen normalen Arbeitsgeschäft“), ebenso in meinem Privatleben, mein Kater erkennt mich bald nicht mehr und mein Freund wird auch nur noch so dazwischen geschoben. Ich habe keine Zeit mehr, ein liebevolles Gericht für mich zu kochen. Ich kann aufgrund der zu bewältigenden Aufgaben nicht mehr so gut schlafen und mein Leben besteht nur noch aus Arbeit am Tag und Schlafen bei Nacht. Und: Ich schaffe es nicht, einen Artikel auf meinem Blog fertigzustellen.

Ich weiß wirklich nicht, wie lange mein Körper und ich das noch durchstehen. Trotzdem hoffe ich, dass ich den Artikel, den ich eigentlich schreiben wollte, bald für euch fertig machen kann – aber wie gesagt: Ich musste jetzt irgendwie erstmal das hier schreiben.

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Samhain!

Geht in eure Tiefen und genießt die Energie des Vergänglichen.

Auch ich werde versuchen, die Arbeit ein wenig loszulassen und in die Tiefen Samhains einzutauchen.

Eure Hexesofia

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  1. „Ich bin anders gemacht und anders gedacht.“ Ich behaupte, das gilt für ALLE Wesen. Viele trauen sich nur noch nicht, das wahr zu haben.

    Alle Gute dir, Gesundheit, Inspiration und Kraft! 🙂

  2. Das einzig konstante im Leben ist der Wandel. Vielleicht fällt dir manche Entscheidung leichter, wenn du sie als etwas natürliches betrachtet. Es geht, bis es nicht mehr gut. Ich wünsche dir, dass du übers Wochenende zur Ruhe kommst, dass alle äbußeren Stimmen verstummen, damit deine innere Stimme wieder gehört werden kann.

  3. Liebe Sofia,

    mir ging es ganz ähnlich wie dir! Und was passierte dann? Ich bekam einen wunderbaren Nervenzusammenbruch und ich konnte vor lauter Angst und Panik mein eigenes Haus nicht mehr verlassen. Pass bitte auf, dass es dir nicht ähnlich ergeht und sie nach, wie du zum Beispiel deine Arbeitszeiten reduzieren kannst. Lass die Arbeit auch aus deinem Feierabend raus und wenn es gar nicht anders geht, dann denk bitte über eine Entschleunigung deines Lebens zum Beispiel durch einen Jobwechsel nach ❤

    Eine Arbeit bei der man so rein gar nichts außer seinen Lohn am Ende des MOnats rauskriegt, sondern mit seiner eigenen Energie noch draufzahlen muss, ist es einfach nicht wert sich selbst zu zerstören!

    Liebe Grüße
    Grinsekatze

    • Ich bin dabei, meine Arbeitszeiten zu reduzieren, nur frage ich mich noch, wie viele Stunden man noch reduzieren muss, um von der „Reduktion“ was mitzubekommen. Du hast recht, irgendwann kommt vielleicht der Tag, an dem ich meinen Job in dieser Form aufgeben werde. Danke dir für deine mitfühlenden Worte!

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