Liebesgeschichte zwischen Gaia und mir

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Liebesgeschichte zwischen Gaia und mir

Was habe ich in letzter Zeit so gemacht? Das Leben hat mich Entdeckungen machen lassen, von denen ich nie gedacht hätte, das sie mir so eine Freude bereiten könnten.

Ich weiß nicht, ob ihr euch das vorstellen könnt, aber das Gefühl, wenn eine Pflanze, die man lange gesucht hat, zu einem kommt, ist Wahnsinn.

Ich weiß noch, alles fing an mit dem Frauenmantel vor zwei Jahren. Ich erinnere mich, wie ich gelesen hatte, dass Frauenmantel gegen Menstruationsschmerzen helfen soll, und – wie der Name schon sagt – ein prädestiniertes Heilmittel für Frauen ist. Er kam direkt zu mir, er wuchs in meinem Garten und sogar auf meinem Schuppen. Seitdem erfreue ich mich jedes Mal an ihm und seinen feinen silbrigen, wässrigen Perlchen, die übrigens nicht vom Regen stammen, sondern aus der Pflanze selbst, was über Nacht geschieht. Früher glaubte man, mit diesen Perlen den Stein der Weisen herstellen zu können. Und wer weiß… 🙂 Übrigens: Die Pflanzen und Kräuter, die in deinem eigenen Garten und um dein Haus herum von alleine wachsen, zeigen dir an, was du brauchst. Es lohnt sich immer, sich über die Eigenschaften der nahwachsenden Pflanzen zu erkundigen.

 

Der Frauenmantelfiles-Blog2015FrauenmantelKrauterwaldhof26von27Blogbig

 

Danach ging alles ganz schnell, weitere Pflanzen und Kräuter fanden den Weg in mein Leben: die Kamille (die ja auch echt ÜBERALL wächst), die Brennnessel (nach einem Tee aus frischen Blättern musste ich feststellen, dass Brennnessel wohl sehr harntreibend wirkt), Löwenzahn (sehr gesund wegen der Bitterstoffe!!), Gundermann (wenn man ihn bei sich trägt, erkennt man übrigens jede Hexe, hihi) und viele andere.

Schöne Entdeckungen waren dabei auch die Schafgarbe und das Gänsefingerkraut. Gänsefingerkraut ist übrigens das Mittel schlechthin, um Menstruationskrämpfe zu mildern. Nachdem ich dies rausgefunden und mir das getrocknete Kraut in der Apotheke geholt hatte, sah ich mir die Pflanze immer und immer wieder im Internet an und suchte sie draußen vergebens. Ich verwechselte sie immer wieder und war dann wieder enttäuscht, dass ich sie doch nicht gefunden hatte. Aber ich konnte sie auch gar nicht finden, denn ich musste erst Juni abwarten – und da entdeckte ich sie plötzlich überall! Ein tolles Gefühl und man traut seinen Augen nicht, wenn man dann nach langem Suchen endlich auf so eine Pflanze stößt. Es sind Gefühle, wie man sie als Kind empfunden hat. Danke!

Das Gänsefingerkraut

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Die Schafgarbe war da schon aufdringlicher letztes Jahr. Sie lächelte mich quasi von jedem Wegesrand an, winkte mir von Feldern zu und manifestierte sich schließlich noch in Kräuterbüchern, die mir sagten, dass auch sie gut sei gegen Frauenleiden. Am Anfang war es schwierig für mich, sie beispielsweise von Schierling zu unterscheiden (ich weiß, das mag euch komisch vorkommen, aber ich hatte wirklich bis dato GAR KEINE AHNUNG von Pflanzen und Kräutern, die wild wachsen), aber mittlerweile sind wir ganz dicke miteinander.

Die Schafgarbe

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Seitdem ich nun ein wenig bewandert bin in der Naturheilkunde, hängen Kamille, Schafgarbe, Gänsefingerkraut, Brennnessel, Mädesüß (gut gegen Kopfschmerzen), Melisse, Pfefferminze – um ein paar zu nennen, in meiner Küche oder im Flur kopfüber zum Trocknen. Dann fülle ich sie in Gläser und habe über den Winter dann die für mich wichtigen Heilkräuter, das ist ja immer sehr individuell.

Jetzt bin ich gerade dabei, zu erkunden, welche Wildkräuter man essen kann und wie man sie zubereiten kann. Beispielsweise habe ich ein köstliches Bärlauchpesto gemacht, da ich zufällig auf ein Bärlauchfeld gestoßen bin.

Ich entdecke auch immer mehr Pflanzen, die ich langsam bestimmen lerne: Beinwell, Nachtkerze, Wilde Möhre, Huflattich, Spitzwegerich, dessen Knospen eine Delikatesse sein sollen. Habe ich aber noch nicht probiert 🙂 Man soll sie braten, dann sollen sie sehr lecker sein. Es ist allgemein besser, Wildpflanzen zu sich zu nehmen, da in ihnen noch für den Menschen wichtige Bitterstoffe enthalten sind, die in unserem kultivierten Gemüse raus gezüchtet worden sind. Letztere schmecken vielleicht angenehmer und milder, sind aber allemal nicht so gesund wie ein Blatt des Löwenzahns zum Beispiel oder Giersch, der überall wächst und vergleichbar mir Spinat ist, allerdings halt einfach viel gesünder.

Die Früchte, die der Sommer mir schenkt, entdecke ich frühzeitig (zum Beispiel beim Joggen, Fahrrad fahren oder spazieren) und kehre dann immer wieder an diese Stellen zurück, um zu sehen, wie weit die Früchte sind und wann ich sie ernten könnte. Es ist ein tolles Gefühl, keine Johannisbeeren, keine Himbeeren, keine Brombeeren, keine Pflaumen, keine Äpfel, keine Kirschen, keine Birnen im Supermarkt kaufen zu müssen, weil Mutter Natur, Gaia, mir sie schon geschenkt hat. Vielen, vielen Dank.

Früchte des Sommers

Beeren

Wie ihr seht, bin ich auf Entdeckungsreise, was Wildpflanzen, Beeren und Kräuter anbelangt. Ich wollte euch davon berichten, vielleicht habt ihr ja auch den einen oder anderen Tipp oder Gedanken, den ihr beisteuern wollt 🙂 Ich möchte momentan alles in mich aufsaugen darüber, denn ich weiß, die Liebesgeschichte zwischen Gaia und mir wird niemals mehr aufhören 🙂

Gaia (ich mache gerade das Foto, deshalb sieht man mich nicht)

gaia-calling

 

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  1. Wie schön, dass du auch auf Kräuterpfaden wandelst! Ist doch wunderbar und sehr magisch, die Kraft der Kräuter im medizinischen sowie naturmagischen Sinne zu erfahren. Aus den Büchern von Wolf Dieter Storl habe ich unendlich viel über Kräuter gelernt. Wald- und Wiesengrüsse sende ich dir!

    • Hi Naturhexe! Jo, Wolf Dieter ist echt klasse, ich liebe den Mann! Ich mag die Bilder, in denen er spricht und die Art und Weise, wie er die Natur beschreibt und welchen Kräften die einzelnen Pflanzen unterliegen. Ich habe auch mal einen super Vortrag von ihm angeschaut, sehr sympathisch der Mensch. Der hat mich übrigens auch auf die Brennnessel gebracht. Ich sende dir Feen und Elfengrüße zurück 🙂

  2. Ich bin ja auch immer wieder so überrascht was man so an tollen Pflanzen findet wenn man die Augen und die Nase aufmacht.
    Der Lindenblütentee den meine Schwiegermutter in Spe immer macht ist genial

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