Droht uns Gefahr?

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Droht uns Gefahr?

Es ist 5 Uhr 39 und ich kann nicht schlafen. Mache mir viele Gedanken. Die Partei von Marine Le Pen hat gestern die Mehrheit an Wahlstimmen erhalten und dafür sind u.a. die Anschläge in Paris verantwortlich. Was für absurde Zusammenhänge und wie einfach die Menschen wieder denken. Der IS greift Paris an und nun wird die Lösung im Rechtsextremismus gesucht. Die Vergangenheit hat ja noch nicht gezeigt, wie glücklich alle Menschen mit einer rechtsradikalen Regierung waren.

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Alle haben Angst vor den Flüchtlingen  – aus mir schier nicht nachvollziehbaren Gründen – und rechtsextremes Gedankengut kommt auf fruchtbaren Boden.

Wie oft habe ich die Deutschen sagen hören: „Wir haben das Thema Hitler und das dritte Reich satt. Wie lange müssen wir das noch besprechen? Es ist doch jetzt mal verdaut!“ Eben nicht! Es ist nicht einmal 100 Jahre her, was da passiert ist und jetzt, im Jahre 2015, bricht diese Energie wieder durch. Das Thema ist immer noch aktuell.

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Der Film „Er ist wieder da“ hat mir das auch nochmal deutlich gemacht. Ich kann den Film nur empfehlen, denn es gibt neben gespielten Szenen auch authentische Situationen, in denen die Deutschen ihre Meinung äußern gegenüber diesem wieder auferstandenen Hitler – und was man da zu hören bekommt, ist besorgniserregend. Ich kann den Film nur wärmstens empfehlen. Es ist keine Komödie. Er ist sehr gut gemacht und regt zum Nachdenken an.

Zudem: Meine Meinung ist, dass niemandem auf dieser Welt irgendetwas gehört. Die Grenzen ziehen die Menschen, Göttin und Gott hingegen haben nie etwas davon verlauten lassen. Wir gehören alle in den Schoß von Mutter Natur und die Dinge, die momentan in Europa passieren sind schlichtweg die Folgeerscheinungen eines infantilen Machtspielchens von „meins und deins“. Erwachsene, die spielen, dass es Grenzen gibt, dass jemand Papiere haben muss, dass jemand arbeiten muss etc… Und wenn es ganz extrem ist, dann spielt der Mensch, dass alle anderen Schafe weiß sein müssen und am besten noch dümmer als er, damit er das Spiel gewinnt. Was da alles schief laufen muss in manchen Köpfen, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

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Ich mache mir momentan ein paar Sorgen. Ich habe das Gefühl, dass Gefahr in der Luft liegt, weil alle Menschen wieder mal so leichtfertig mit dem Rechtsextremismus umgehen. Die Wahlergebnisse in Frankreich haben mich zudem bestürzt und ich möchte nicht wissen, wie die nächsten Wahlen in Deutschland aussehen werden. Habt ihr auch das Gefühl, dass das „Rechte“ wieder kommt? Ist das Thema bei euch auch so präsent oder beschäftige ich mich einfach zuviel damit und habe deshalb den Eindruck?

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  1. Hallo,

    ein sehr schwieriges Thema, dass Du da ansprichst. Wir leben derzeit eben in ungewissen Zeiten, keiner weiß wie es weitergehen wird. Und leicht kommt man ins Grübeln rein und spätestens wenn man dann nicht mehr schlafen kann, tut einem das bestimmt nicht mehr gut.

    Leider gibt es in der aktuellen Problematik keine wirkliche einfache Lösung, auch wenn uns alle weis machen sollen, dass es sie gibt.

    Eigentlich gibt es nur 2 Extreme.

    Das eine wäre wirklich, dass wir das „meins und deins“ Spiel bleiben lassen. Und zwar konsequent, Wir leben in Frieden und Eintracht zusammen, jeder schränkt sich so ein, dass niemand anderes in der Gemeinschaft zu kurz kommt und sorgt auch aktiv dafür, dass jeder das bekommt was er braucht. Niemand feindet einen anderen an, weil er irgendwie anders ist. Es gibt keine Landesgrenzen mehr. Kein Machtgerangel. Wer irgendwo anders hin will, weil es ihm dort besser gefällt, geht dort einfach hin und niemand geniert sich daran. Aus Armut oder Krieg muss keiner mehr wandern oder flüchten, Die gibts nämlich nicht mehr. Gut, auf einiges an „Wohlstand“ müssten wir wohl verzichten, damit es für alle reicht, dann hat eben nicht mehr jeder ein Auto oder ein Smartphone oder einen Fernseher mit 120cm Diagonale. Aber am Ende wären wir wohl trotzdem alle glücklicher, wenn die Kräfte fehlen würden, die uns erst die Bedürftnisse nach all dem Schnickschnack einreden. Der Ressourcenverbrauch könnte vielleicht eher noch sinken und wir würden unsere Umgebung und die Natur schonen können.

    Das wäre meine Wunschoption. Ich brauche aber nur kurz in die Welt zu sehen um zu wissen, dass das im Moment nicht funktioniert. Die Menschheit ist eben wie kleine, unreife, zankende Kinder. Und ich möchte mich da nicht rausnehmen.

    Das andere Extrem ist, dass wir wirklich zu unserem aktuellen System stehen. Das baut in erster Linie eben auf dem Spiel „meins und deins“ auf. Wenn man es positiv ausdrücken möchte, nennt man es gerne auch Marktwirtschaft. Jeder ist sich selbst der nächste und versucht in erster Linie, seinen eigenen Gewinn zu optimieren. Meinungen, die ihm nicht passen, grenzt er einfach aus. Die Wirtschaftunternehmen „optimieren ihre Gewinne“ (sprich: günstigere und nicht so oft „krank“ werdende Maschinen beschäftigen, statt Menschen, die teuer sind, krank werden können und aufkucken können. Und wenn man um die Menschen nicht herum kommt, beschäftigt man sie in der Regel zu einem möglichst niederem Lohn). Wer das Spiel nicht mitspielt, tut es aus Imagegründen und selten aus Menschlichkeit. Der normale Bürger spielt das Spiel auch und krallt an dem fest, was er hat und versucht noch mehr zu bekommen. Wenn man jetzt ganz wertneutral diesen Vorgang beschreibt, dann verhält er sich einfach nur nach „marktwirtschaftlichen Prinzipien“. Dieses Extrem ist das System: Ich bin ein Arschloch und ich steh dazu. Unsere Marktwirtschaft hat als Fundament die Ausbeutung. Ohne diese würde sie in der aktuellen Form nicht funktionieren. Sorry, klingt fies, ist aber so.

    Wie gut oder wie schlecht dieses System funktioniert, kann jeder mit eigenen Augen sehen, denn das entspricht am ehesten der aktuellen Lage. Manchmal beschleicht uns ein bisschen ein schlechtes Gewissen und geben was von unserem Besitz ab – aber nur wenn die anderen auch was von ihrem abgeben, sonst sehen wir uns ja im Nachteil.

    Eigentlich sind wir aber eher Arschlöcher die heucheln. Wir schicken Millionen von Menschen auf eine Reise, bei der sie durchaus riskieren, hops zu gehen. Wir bauen zwar nur zögerlich Zäune, aber wenn ein Schiff untergeht und mal 100 Menschen über den Jordan gehen, bedauern wir das schnell einen Moment und scheffeln dann wieder Geld fürs nächste Auto, für die nächste Reise etc. Diejenigen, die es bis nach Deutschland schaffen, haben dann Glück. Wir ertragen das Elend nicht direkt vor unseren Augen, und helfen ihnen irgendwie, allen marktwirtschaftlichen Prinzipien zum trotz – oder weil wir uns einen Nutzen daraus versprechen – mehr Konsumenten, mehr Arbeitslose – und dadurch mit viel Glück ein Kippen des Mindestlohns.

    Wenn uns wirklich etwas an den Flüchtlingen liegen würde, hätten wir nämlich schon viel früher was gemacht. Wir hätten die Flüchtlingslager in der Nähe der Konfliktgebiete nicht am langen Arm verhungern lassen sondern könnten dort mit dem selben Geldbetrag wohl einem Vielfachen der Menschen helfen können, wie wir es in Deutschland können. Die Betroffenen hätten mit etwas Glück nicht ihre Heimat ganz so weit verlassen müssen und schlagartig sich in eine Welt hinengetrieben fühlen, die ganz anders tickt, als sie es gewohnt sind.

    Wenn uns wirklich was an den Flüchtlingen liegen würde, würden wir aufhören, Waffen in alle Welt und vor allem auch in Kriegsgebiete zu schicken, wenn wir dabei den großen Reibach machen können. Wir würden uns nicht in die Konflikte anderer Länder einmischen, ohne wirklich eine Lösung zu haben. Ich kann dieses „Assad muss weg“ nicht mehr hören. Auch wenn er ein Massenmörder ist, hat niemand wirklich eine Lösung, was nach ihm folgen soll. Nach dem Machtvakuum kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit noch ein viel extemerer Spinner an die Macht. Zumindest lief es bei den letzten Nahost-Interventionen des Westens so. Die gemäßigten Rebellen, die wir auf den Thron stoßen wollen sind höchstwahrscheinlich die Terroristen der nächsten Generation. Vor ein paar Jahrzehnten haben „wir“ auch Bin Laden unterstützt.

    Dass nun die Menschenmassen, die dort auf uns zukommen, Ängste wecken, kann ich gut nachvollziehen. Vor allem, wer jetzt schon nicht allzu viel hat, fürchtet, dass er von seinem noch etwas genommen bekommt, wenn es um die Umverteilung der Ressourcen geht – die selbst in Deutschland begrenzt sind. Da keiner genau weiss, wie viele wirklich kommen werden, ist die Angst diffus. Und diffuse, schwer einschätzbare Ängste sind meist stärker.

    Wir können wohl ohne größere Probleme ein paar wenige Millionen bei uns aufnehmen ohne dass wir auf viel verzichten müssen und wir von unserem liebgewonnenen „meins und deins“ trennen müssen. Kommen über die nächsten 25 Jahre gerechnet aber 25 Millionen (laut aktueller Quote) und wir schaffen es nicht, diese Menschen in Lohn und Brot zu bringen in unsere Gesellschaft zu integrieren, dann kann genau das passieren, wovor die Menschen Angst haben, die jetzt Rechts wählen.

    Ich denke die wenigsten davon sind wirklich rechts. Viele zweifeln einfach am „wir schaffen das“, das man so pauschal gar nicht sagen kann. „Ich hoffe wir schaffen dass, aber es liegt nicht ausschließlich in unserer Hand“ wäre ehrlicher. Wir wissen nicht mal genau was „das“ genau sein wird, also können wir uns nicht sicher sein, ob wir „das“ schaffen. Man kann zwar sagen „wir gehen das Risiko ein, das ist uns die Menschlichkeit wert“. Aber dafür braucht man eine Art Minimalkonsens, die weder von den Gegnern noch von den Befürwortern bisher gesucht wurde. Und wenn man dann als Zweifler gleich als Rechter gebrandmarkt wird, ist die Versuchung groß, diese zu wählen, weil es die einzigen zu sein scheinen, die die Probleme, die man sieht, ernst nehmen. Und wenn der Ruf eh schon ruiniert ist… .

    Die Mitte nimmt die hypothetischen Probleme im Moment nicht ernst und verschliesst die Augen. Es fallen nur Mantren wie „wir schaffen das'“ und „ich habe einen Plan“. Alle Flüchtlinge sind engelsgleiche Wesen, wovon natürlich keiner irgendwie auf die schiefe Bahn kommen kann. Wenn sich nur jeder 10000ste der zugezogenen radikalisieren lassen oder in Wirklichkeit ein feindlicher Agent der IS ist und kein Flüchtling, lässt sich jeden Monat im Jahr einmal ein Paris veranstalten. Islamismus ist im weitesten Sinne eine Art religiös motivierter Rechtsextremismus. Und es gibt keinen vernünftigen Grund, warum die Flüchtlinge weniger von Islamisten verführt werden können sollen, als Deutsche von Rechtsextremen. Dummerweise müssen die 9999 anständigen für den einen Radikalen büßen. Der Mensch neigt zu Verallgemeinerungen.

    Brenndende Flüchtlingsheime und Bataclan sind meiner Meinung nach 2 Seiten der selben Medaille. Die Mehrheit der Deutschen und der Flüchtlinge sind hoffentlich anständige Menschen. Aber beide Seiten werden sich daran messen lassen müssen, wie wir die radikalen Elemente unter Kontrolle bekommen. Dort wird entschieden, ob wir zu Nazi-Deutschland, zu Scharia-Deutschland oder zu dem Deutschland werden, das eine der größten Migrationen unserer Zeit gemeistert hat. Letzteres klappt nur, wenn beide Seiten sich darauf einlassen.

    Unter der Einschränkung, dass die Neubürger sich in unsere Gesellschaft integrieren wollen, bin ich dafür, dass wir so vielen wie möglich helfen. Aber auch nicht mehr als möglich und nicht schneller als möglich. Auch wenns weh tut gibts nur 2 Möglichkeiten. Entweder wir schaffen weltweit unser „meins und deins“ ab oder wir können früher oder später nicht mehr alle aufnehmen, die kommen möchten. Wer was anderes sagt lügt gewusst oder ist ein Traumtänzer. Dass wir 60 Millionen mal schnell aufnehmen können ohne dass die Gesellschaft kollabiert – halte ich für illusorisch. So viele Flüchtlinge gibt es aktuell. Und es werden dank unseres „Systems“ täglich mehr.

    Langfristig sollten wir an einer ungierigen Gesellschaft arbeiten, wo ein wirklich kein „meins und seins“ gibt. Das ist aber eher eine Sache von Jahrhunderten oder Jahrtausenden. Vielleicht kommt es auch nie dazu, weil sich die Menschheit vorher auslöscht.

    Selene

  2. Liebe Selene,
    deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen. Obwohl ich schon denke, dass wir mehr Kapazitäten haben, die Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen zu helfen, als wir zugeben wollen. Meistens sind die Ängste und die Gedanken die Faktoren, die uns von einem vernunftorientertem Handeln fernhalten.
    Die Erfahrungen, die ich bisher in meiner Stadt dazu gemacht habe, sind recht positiv. Unsere Leute vom Theater haben sich die Mühe gemacht und einen Dokumentarfilm von “unseren” Flüchtlingen hier gedreht und es dem Publikum zugänglich gemacht. Natürlich kommen zu solchen Veranstaltungen nur die Menschen, die dem Flüchtlingsthema sowieso schon wohlwollend gegenüber stehen.
    Ich habe aber auch so “Meinungen” gehört wie: “Ich bin gegen Flüchtlinge”. Ich kann vielleicht ungefähr verstehen, was derjenige damit ausdrücken wollte, auch wenn der Satz für mich nicht funktioniert. Er würde für mich immer bedeuten, dass ich gegen Menschen bin und somit auch gegen mich selbst.
    Aber du hast recht. Es wird wahrscheinlich alles noch dauern. Wahrscheinlich ist dies einer von notwendigen Zwischenschritten, um endlich aus dem “meins und deins”-Schema rauszukommen.

    • Da habt ihr aber Glück, dass bei euch noch eine recht gute Stimmung zu haben scheint. Mag vielleicht an der eher ländlichen Gegend liegen. Dort ist die Lage wohl noch um einiges entspannter habe ich das Gefühl. Ich höre hier in der Öffentlichkeit eigentlich ständig eher feindliche oder zumindest genervte Sprüche. „Ich bin Deutscher, ich darf in meinem Land sagen was ich will“. (Nein ich lebe nicht im Osten, wo alles nur „Nazis“ sind 🙂 ) Aber hier kennen die meisten „Problemviertel“ aus erster Hand und nicht nur so vage Bilder von „Marxloh“. Es gibt durchaus Ortsteile in meiner weiteren Umgebung, wo ich mich insbesondere als Frau nicht sicher fühle. Schuld daran sind natürlich nicht die Flüchtlinge, vielmehr zum großen Teil unsere Fehler der Vergangenheit. Aber davor dass das wieder passiert, davor haben die Leute – nicht ganz unbegründet – Angst.

      Ich habe das Gefühl, dass Deutschland im Moment in zwei Lager gespalten ist – regional unterschiedlich. Aber wenn man sich die Umfragen anschaut, gibt es nicht unbedingt eine wirklich klare Mehrheit. Rund die Hälfte hat inzwischen Bedenken. Es gibt viele Gemäßigte auf beiden Seiten, aber immer mehr Radikale. Die beiden Lager reden nicht mehr miteinander. Man beschimpft sich nur als „rechts Pack“ oder als „Totengräber des Abendlandes“ oder was auch immer.Das ist das wirklich gefährliche. Eine Integration kann so nicht funktionieren, das sorgt unweigerlich zu Frust und möglicherweise dann auch irgendwann zu Gewalt auf beiden Seiten. Es brodelt ja nicht nur beim „Pack“, auch bei einem (vermutlich?) kleinem Teil der Zuwanderer, der vereinzelt auch schon Steine wirft oder sich in Schlägereien untereinander abreagiert. Wenn der Dampf zu viel wird, kann das im Extremfall zu größeren Konflikten hochkochen, die ich mir jetzt gar nicht vorstellen möchte. Die aber durchaus schon zu Gedanken über „Notfallpläne“ geführt haben, was ich machen soll wenn die Sache so brenzlich wird, dass es auf allen Seiten nur noch entweder Freund oder Feind gibt. Ich wäre möglicherweise in der Situation, niemandens Freund und jedens Feind zu sein.

      Dass die aktuelle Lage ein notwendiger Zwischenschritt ist, glaube ich unter den aktuellen Umständen leider nicht. Das Ziel erreichen wir nicht durch Notwendigkeit, nur durch Einsicht. Und davon entfernen wir uns derzeit immer mehr.

      Ich habe auch nichts gegen Flüchtlinge. Höchstens am Umgang mit ihnen. Gestern ging mal wieder ein interessanter Artikel durch die Tagesschau:

      „Im Grunde hatte Achmed genau zwei Möglichkeiten: Nach Europa zu fliehen und sein Leben zu riskieren. Oder: Nach Syrien zurückzukehren und sein Leben zu riskieren. In Jordanien zu bleiben, wo er seit 2013 mit seiner Frau und den drei kleinen Kindern in wechselnden kargen Behausungen lebte, war keine Option.“

      Es geht hier um 28!!! Dollar pro Person und Monat, die die Weltgemeinschaft nicht aufbringen wollte. Da haben die Schlepper ein leichtes Spiel, wenn sie den Himmel auf Erden predigen. Versprechungen, die niemals eingehalten werden können und noch für eine Menge Frust sorgen werden.

      Wir müssen dafür sorgen dass diese Pest oder Cholera Entscheidung wegfällt. Grundsätzlich finde ich es besser die Lager dort zu unterstützen damit sie dort nicht quasi gezwungen sind zu flüchten. Dann sind die Menschen die bleiben wollen und noch an ihr Land glauben auch näher an der Heimat und können sie vielleicht wieder mal aufbauen, wenn jemals wieder Friede herrschen sollte. Man kann auch gerne legale Möglichkeiten schaffen, dass in den Lagern ein EU-Asyl beantragt werden kann und bei Bewilligung werden die betreffenden in Flugzeugen gefahrlos abgeholt. Vielleicht könnte man den ganzen Schlepper Wahnsinn so sogar austrocknen. Der aktuelle Deal mit der Türkei erscheint mir eher suspekt.

      Eigentlich brauchen wir aber ein EU Konsens. Ohne diesen wird jedes Land wieder sein Geschick selbst in die Hände nehmen und die EU ist Geschichte. Trotz allem Unsinn, den die EU schon verzapft hat, wäre es dennoch ein Verlust.

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