Erschöpftes Samhain

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Mein Leben fühlt sich grad sehr „chaotisch“ an. Obwohl es eigentlich die Art von Leben für mich ist, die es anzustreben gilt. Die Flexibilität und die Fähigkeit zur Trennung der einzelnen Lebensbereiche. Und auch für sich zu sein, die Stunden mit sich selbst zu genießen.

Ich fühle mich so erdrückt von meiner Arbeit. Sie hält mich davon ab, die Dinge zu tun, die ich wirklich tun möchte. Sowie zum Beispiel das Schreiben meines Romans, das Experimentieren im Bilder malen, das Laut-werden-lassen meiner Seele mithilfe von Instrumenten und Lautbildung, das tänzerischen Abgeben meiner inneren Geschenke und Botschaften an die Welt.

Das Problem ist nur, ich bin einfach zu k.o. Wie gern würde ich mich jetzt aufs Fahrrad schwingen und losfahren, aber andererseits habe ich doch keine Lust dazu. Ich fühle mich erschöpft und zu nichts in der Lage. Ich glaube, die beste Lösung für dieses Problem wäre, einfach nichts zu tun. Mein Körper sendet mir ja auch Botschaften. Andererseits denke ich aber auch, dass der Körper Sport zur Entspannung braucht. Ich glaube, ich kann mich grad einfach nicht entspannen. Ja, ich bin unentspannt.

Auch mein Hexendasein möchte ich eigentlich mehr ausleben. Aber ich komme da gar nicht mehr dran, weil ich in der Bewusstseinsleiter meiner Seele immer wieder von der Arbeit hinabgezogen werde.

Ich habe einfach langsam Angst, dass ich es gesundheitlich nicht mehr lange durchhalte. Meine Reserven sind langsam aufgebraucht. Ich habe einfach keine Luft mehr, in meinem Leben zu atmen. Mein Leben zu atmen.

Das wollte ich mir einmal von der Seele schreiben. Danke.

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  1. Weißt Du meine Liebe, sowas höre ich derzeit sehr häufig, um mich herum, teilweise auch ganz nah… Das klingt verdächtig nah dran, an einem Burnout. Und ich weiß da leider sehr genau wovon ich rede. Bin ich ja derzeit selber wieder mit meiner Depression in Therapie. Das Leben hielt auch in diesem Jahr derbe Tiefschläge bereit… Langsam komme ich wieder zu mir, hoffe ich… Das waren unter anderem auch so Gründe, weshalb ich so lange nicht mehr am Bloggerleben teilgenommen habe. Aber jetzt möchte ich wieder mehr schreiben, wieder offener. Und vor Allem auch bei Euch Allen wieder mitlesen. Schön, dass Du noch hier unterwegs bist. Hör auf die Signale Deines Körpers, denn ansonsten werden sie immer lauter… und das ist wirklich meistens nicht schön. Ich wünsche Dir noch eine magische Ahnenzeit und Alles Liebe, bis bald!

    • Liebe Athena,
      mir ist aufgefallen, dass du lange nicht „da“ warst. Manchmal braucht man mal eine Auszeit, weil irgendetwas im Leben gesehen werden muss, auch wenn es einem unangenehm ist. Ich habe deinen Rat befolgt und mich heute und morgen erstmal krank gemeldet. Ich gehe heute zum Arzt und lasse mich untersuchen – auch ich habe das Gefühl von „Burn-out“ – auch wenn ich nie gedacht hätte, dass ich das jemals haben würde!
      Ich freue mich über deinen Kommentar und dass du wieder da bist! Lass uns uns wieder mit der Erde verbinden und Kraft schöpfen,
      Sofia

      • Ich hätte auch nie gedacht dass mich sowas treffen könnte, aber tatsächlich kann uns das allen passieren – egal wieviel Power wir eigentlich haben. Irgendwann ist die Quelle einfach mal im wahrsten Sinne des Wortes erschöpft und die Signale klingen ja offen gestanden schon irgendwo danach… Es ist sicher gut, dass Du Dir jetzt erstmal Zeit für Dich einräumst, ich bin froh darüber. Dafür wünsche ich Dir Alles Gute und vor Allem dass Du Dich bald wieder voller Kraft fühlst. Ja, lass uns wieder Verbundenheit fühlen! Bis bald!

  2. Diese „Signale“ kenne ich auch. Sowas kann wirklich auf einen sich anbahnenden Burnout hindeuten. Ich habe inzwischen die Gelegenheit / man zwingt mich auf die Bremse zu treten, aber vor einigen Monaten gings mir ähnlich. Inzwischen bin ich wieder aktiver und kann auch wieder die schönen Dinge des Lebens genießen – zum Beispiel wieder öfters raus in den Wald.

    Meine Schwester ist leider auch in einer ähnlichen Situation und kriecht quasi auf dem Zahlfleisch herum. Kürzer treten ist bei ihr schwieriger, da alleinerziehend mit zwei Kindern in einer Gegend mit eher hohen Mietpreisen…

    Wenn Du die Möglichkeit hast, kannst Du ja wirklich versuchen mal auf die Bremse zu treten im Beruf. Paradoxerweise ist das manchmal gar nicht so einfach – habe ich an eigenem Leib gemerkt

    • Liebes Mondwesen,
      ja, ich muss deutlich zurücktreten. Ich habe auch gar keine Lust mehr, zur Arbeit zu fahren. Ich bin mal gespannt, was der Arzt später sagt…
      Das mit deiner Schwester tut mir sehr leid, ich hoffe, sie findet eine doch noch eine Lösung!!!

  3. Oh, das kenn ich auch: alles wird einem zuviel, alles ist zu laut, zu hektisch , zu schwer. Die Tage sind zu kurz, zu dunkel. Sich zu was aufraffen ? Fehlanzeige! Aber auch du überstehst diese Zeit, die Kraft kehrt auch bei dir zurück, mit ihr die Freude. Ich sende dir gute Gedanken, Licht und Liebe!

  4. Hallo meine Liebe,

    Mit diesen Gefühlen bist du nicht alleine, das zeigen unter anderem ja auch schon die Kommentare meiner Vorredner. Auch ich hatte Anfang dieses Jahres ähnliche Gefühle woraufhin mit ein Burnout diagnostiziert wurde, daher kann ich dich nur zu gut verstehen.

    Bitte nimm diese Warnungen, die dir dein Körper signalisiert ernst und vergiss nicht, dass du um Hilfe bitten darfst, wenn du es möchtest. Niemand ist alleine, auch wenn es uns manchmal so erscheint.

    Mir hat die Therapie so viel gebracht und mich so vieles über mich selbst gelehrt, aus einer anfänglich furchbaren Situation kann am Ende also durchaus auch etwas sehr Positives entstehen. Bitte vergiss das nicht.

    Fühl dich ganz lieb gedrückt! ❤

    Zauberhafte Grüsse
    Nicky

    • Meine liebste Nicky,
      ja, ich treffe mich weiterhin mit meiner Therapeutin und das hilft mir sehr. Ich habe immer von Burnout nix gehalten – tja, bis jetzt… Schön, dass auch du wieder da raus gefunden hast!
      Mir geht es jetzt schon wieder besser und ich möchte grad auch lernen, meinen Mund aufzumachen, wenn mir etwas zuviel wird.
      Fühl dich ganz lieb zurückgedrückt – schön, dass du mich hier immer mal wieder besuchen kommst 😉
      Deine Sofia

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