Archiv für den Monat August 2015

Lammas und was es mir bringt

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Und wann öffne ich dem Feste die Türe? Das ist eigentlich ganz egal. Ich habe in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass die Feste gefeiert werden müssen, wie sie fallen. Es ist nicht wichtig, dass du es genau an dem vorgeschriebenen Zeitpunkt mit genau den vorgeschriebenen Utensilien, Symbolen und Ritualen feierst. Lammas ist wie alle anderen Jahreskreisfeste eine Energie, die ALLES betrifft. Und da du zu diesem ALLES gehörst, herrscht sie auch in dir. Und dein Lammas kann eine Woche vorher, später oder wann auch immer stattfinden. Bei mir war es zum Beispiel gestern.

Ich habe keine große Sache draus gemacht, da ich generell ein wenig erschöpft bin. Die Themen zu Lammas (oder auch Lughnasad) sind Ernte, Dankbarkeit, aber auch Abschied. Es ist das erste von drei Erntefesten, an dem man sich für die erste „Ernte“, also im übertragenen Sinne auch für die ersten Ergebnisse im Leben bedankt. Das, was man sich an Imbolc vorgenommen hatte, was sich an Ostara und Beltane langsam weiterentwickelte (so wie die Natur), ist nun reif. Es ist vielleicht noch nicht alles in trockenen Tüchern, aber wir danken jetzt schon für die Erfüllung unserer Wünsche in der Hoffnung, dass sie sich vollends in unserem Leben entfalten. Und dabei ist es ganz wichtig, folgendes nicht zu vergessen: Der wichtigste Dank gilt immer dir! Vergesse nie, dich bei dir selbst zu bedanken, denn du bist diejenige, die die Dinge in ihrem Leben erlaubt. Wenn du es nicht tust, können sie nicht kommen.

Lammas hat mir endlich einen Mann gebracht, mit dem ich mich zu 100% wohl fühle. Ich hoffe sehr, dass er bleibt, aber festhalten kann man im Leben nichts. In dieser Lammas-Energie habe ich wieder zu meiner Inspiration gefunden und das erste Mal seit Langem wieder ein Bild gemalt, ohne nachzudenken und einfach nur das rauskommen zu lassen, was raus will. Es entstand eine Art Schlangen-Medusa-Frau, aus deren Mund ein Vulkan kommt. Das ist eindeutig der Einfluss meiner Sizilienreise gewesen! Ich bin sehr stolz und glücklich, nach so langer Zeit wieder ein Bild aus meiner Seele (und nicht aus dem Kopf!) gemalt zu haben. An Lammas dankte ich der Göttin und meinen Hilfsgeistern, die wild mit mir umher tanzten vor lauter Aufregung ob der schönen Ereignisse 🙂 Nicht zu vergessen meine zwei Reisen nach Sizilien und Paris, die mir zeigten, dass ich mit allem verbunden bin und dass Liebe die stärkste Kraft ist (Überraschung!) 😉 Ich dankte auch dafür.

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Also, was hab ich gemacht? Ich habe eine simple Rosen- und Sandelholzräucherung gemacht, getrommelt, gesungen, mit meinem Stock die Geister herbeigelockt (so von wegen „Guckt mal, hier gibt’s gleich was zu sehen, habt ihr Lust?“ :-)) und getanzt. Als Symbole habe ich mein Bild aufgestellt und eine Vase mit Weizen für Lammas, rote und orangene Kerzen… aber das ist eigentlich nicht so wichtig! Es ist wichtig, dass du dir Zeit nimmst, um dieser Energie und vor allem dir selbst Beachtung und Liebe zu schenken. Tja, was soll ich sagen? Es war kurz, es war knackig, es war schön. Geopfert habe ich zwei selbst gepflückte Äpfel und Amaretto, da ich keinen süßen Wein mehr da hatte. Tja, haben die Trolle auch noch was davon 🙂

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Ich wünsche allen meinen Hexenschwestern ein erntereiches Lammas!!!

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