Archiv für den Monat Januar 2014

Neujahr

Standard

Gestern (01.01.2014) war ein besonderer Tag. Neujahr und Neumond fielen zusammen. Im Nachhinein (wie meistens) bemerke ich, wie neue Gefühl- und Gedankentüren sich leichter zu öffnen schienen – ja, sie kamen sogar von ganz alleine zu mir. Zudem befinde ich mich am Ende einer dreitägigen Fastenzeit, die mit Sicherheit auch viel dazu beigetragen hat. Alles Alte habe ich am Montag mit Glaubersalz losgelassen. Ich habe nach Intuition gehandelt, das mit dem Heilfasten war eine eher spontane Idee, plötzlich war sie da. Erst jetzt bemerke ich den Zusammenhang zwischen dem Heilfasten und der Zeitqualität. Und es passt wie Arsch auf Eimer. Das alte Jahr geht, das neue beginnt – der alte Mond geht, ein neuer wächst. Ich habe mich auf der körperlichen Ebene von Altem verabschiedet, damit Platz für neues ist und bemerkt, dass sich dies auch auf die seelische Ebene ausgewirkt hat. Zuerst hatte ich gestern zwar Probleme, in den Tag zu kommen, aber nachdem ich mir bewusst Zeit gegeben habe, um dieser „Depri-Laune“ ihre Existenzberechtigung zu geben, ging es immer besser weiter. Als ich noch mit Deprilaune im Bett lag, kam mir der Gedanke, dass ich das letzte Jahr über zuviel gemacht habe. Ich habe mich viel bemüht, zu viel bemüht und das war ein Ticken zuviel. Durch diese Erkenntnis habe ich die Ursache für manche Geschehnisse des vergangenen Jahres erkannt. Und es hört sich so einfach an, aber wenn man diesen Gedanken emotional spürt, so wie ich gestern, spürt man eine Veränderung in sich. Die Erkenntnis, dass man nicht immer aktiv sein, nicht immer alle Hebel in der Hand halten muss.

Im Laufe des Tages wurde ich immer aktiver und bemerkte die Energie des Neuen. Eine große Neugierde überkam mich. Neugierde auf all die Türen, die 2014 für mich offen hielt. Ich nehme ganz deutlich die Energie der Rauhnächte wahr, die „Zeit zwischen den Zeiten“. Alles holt tief Luft, scheint sich neu zu ordnen – wir befinden uns bei einem Pokerspiel in der Zeit, in der die Spieler sich an den Tisch setzen und die Karten gemischt werden. Wir beginnen dann langsam, über unsere Einsätze nachzudenken und entscheiden der Situation entsprechend, wieviel uns diese Erfahrung wert ist. Nur dass man im wahren Leben nicht gewinnt oder verliert. Da erfährt man nur, „negativ“ und „positiv“ legen wir selbst hinein.