Hallo ihr lieben, ja ich lebe noch!

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Ich melde mich aus der Versenkung zurück… Die letzten Monate waren einfach sauanstrengend und energieraubend, so dass mein Blog und meine Kontakte zu anderen Bloggern ein wenig darunter leiden mussten…

Aber ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen, wie heftig das Referendariat ist. Also, ich meine, es ist nicht schlimm in dem Sinne, sondern anstrengend. Unterrichten, Lehrerzimmerklatsch, Konferenzen, Konferenzen, Konferenzen und alles absprechen mit den Kollegen, organisieren, Noteneintrag bis spätestens Freitag, Unterrichtsbesuche, Pausenaufsicht etc…pp…

Man kommt nach der Schule nach hause und fühlt sich, als würden all diese Energien, all diese menschlichen Probleme, Ängste und Hoffnungen, alle Worte und Blicke des gesamten Tages am eigenen Körper haften. Und das ist glaub ich auch so. Und deshalb ist der Job so anstrengend: weil man einfach „fremdenergetisch“ triefend nach hause kommt. Und es ist so schwer, sich nicht von allem beeinflussen zu lassen. Momentan fühlt es sich so an, als würde ich ins Lehrerzimmer eintreten und alle Energien fliegen wie Quallen auf mich zu und zack! kleben sie an mir fest. Ich habe einfach gar keinen Schutz irgendwie. Es fällt mir dann zuhause sehr schwer, meinen Kopf zu öffnen, die Schule herauszunehmen und die Klappe wieder zu zu machen. Zudem weil man zuhause ja auch weiter Unterricht vorbereitet. Gott sei dank haben wir die vielen Ferien, sonst würde ich selbst glaub ich gar nicht mehr existieren.

Trotz allem finde ich immer wieder Zeit, mich meinen spirituellen Dingen zu widmen. Mehr und mehr integriere ich dies in mein Leben und merke, wie gut es mir tut und dass ich das bin. Ich habe das Gefühl, dass ich nach einem jahrelangen Wirrwarr von Umwegen nun wieder zurück zu meiner ursprünglichen Natur finde. Ich werde auch mutiger, was Rituale angeht und rede mir nicht mehr ein, dass ich das nicht machen kann oder dass das nicht geht…

Samhain habe ich auch schön gefeiert. Wie habt ihr’s gefeiert? Ich habe mir eine Musikliste erstellt und einfach getanzt. Überhaupt beginne ich all meine Rituale mit Tanz und tanze auch währenddessen immerwieder. Ich weiß nicht, dieser tänzerische Aspekt gehört für mich einfach dazu, weil die Musik und die Bewegungen neben Worten und Gedanken soviel Energie transportieren, wie kaum etwas anderes. Ich finde, durch Musik und Tanz kann man sich einfacher in eine bestimmte Stimmung versetzen, man kann viel mehr von dem Gefühl produzieren, das man fühlen möchte.

An Samhain habe ich mich bewusst für Lieder entschieden, die mich zu mir selbst (zurück)bringen. Vor allen Dingen jetzt im Referendariat, wo ich selbst kaum noch existiere, ist es sehr wichtig für mich, mich selbst wieder zu spüren.

Also nehmt es mir nicht übel, wenn ich immer mal wieder vorübergehend hier nicht mehr anwesend zu sein scheine – das bin ich dann auch wirklich nicht – aber ich komme immer wieder 😉 Am 2. April ist mein Examen und dann bin ich erstmal frei frei frei!!!

Ich sende euch 1000 Küsse aus der Versenkung 😉

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  1. Liebe Sofia,

    ich hatte schon die ganze Zeit auf einen neuen Beitrag von dir gewartet, weil ich dir endlich mal schreiben wollte, dass du einen sehr schönen Blog hast. Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz viel Kraft für deine Referendarszeit! Auch wenn viele das nicht glauben, Lehrer ist ein sehr anspruchsvoller Job, wenn man wirklich dahinter steht.

    Liebe Grüße,
    Miri

    • Oh ja! Und das Schwierige sind nicht einmal die Kinder, sondern die Erwachsenen! Unglaublich…
      Ich freu mich total über deine Worte, sowas spornt mich immer an, doch noch den einen oder anderen Artikel zu posten… Aber das Kompliment kann ich eigentlich an deinen süßen Blog nur zurückgeben 😉
      Ich freue mich über weiteren Austausch 🙂

  2. Liebe Sofia,

    dass Du auf Tauchstation warst / bist, ist mir zwar aufgefallen, ich hatte aber selbst nicht wirklich Zeit darüber nachzudenken. Bin die letzten Monate selber extremst eingespannt gewesen. Jetzt bin ich gerade wohl noch in der Erholungsphase bis ich wieder aktiver werden kann.

    Manchmal braucht man wohl auch seine Ruhephasen. Mir gefällt deswegen auch die Liedzeile „sleeping spirits grow strong“ aus Karina Skye’s angeheidnischte Version von „Silent night – solstice night“.

    Ich denke gerade die kalte und dunkle Jahreszeit eigent sich zum „Starkwachsen“. Übertreib es nicht mit dem Beruf, Gib nie mehr als 100% und für Zeiten wo man alles gibt braucht wann woanders wieder „Luft“. *mich an der eigenen Nase fasse* 😉

    Ich wünsch Dir natürlich trotzdem ein sehr erfolgreiches Referendariat 🙂 Oder ist es schon komplett rum?

    An Samhain habe ich nichts aussergewöhliches gemacht, ausser lecker Kürbisessen (ohne Schnitzen, hatten eher Hokkaidos und keine typischen Schnitzkürbisse). Mittwinter wird eher Luft da sein um etwas mehr wieder zu machen. Und am Tag danach bin ich höchstwahrscheinlich auf einer Feier auch Harfe spielen während eine Freundin von mir dort Geschichten erzählt

    An Weihnachten bin ich dann bei meiner mehr oder weniger christlich geprägten Mutter, um die schöne Natur dort zu geniessen.

    Liebe Grüße

    Mondwesen

    • Liebes Mondwesen,
      das Lied habe ich mir gerade angehört und finde es wirklich schön! Danke für den Tipp 😉
      Mein Referendariat ist erst Ende April rum – aber du hast recht, ich muss mich auch mal zurücknehmen und die Schule sein lassen… Ich merke auch, wie Entspannungsoasen mir gut tun.
      Dann liegt der Stress wohl in der Luft dieses Jahr, tja, dann ist es wohl unsere Aufgabe, dem Ganzen mehr Entspannung entgegen zu bringen, dann sind die Pole wieder ausgeglichen.
      Danke für deine wertvollen Impulse. Ich wünsche dir eine schöne Yulzeit/Weihnachtszeit bei deiner Mutter!
      deine Sofia

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