Archiv für den Monat November 2013

Ein Gedicht, das alles sagt: Danke, Charlie Chaplin.

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Das folgende Gedicht hat Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag (am 16. April 1959) geschrieben. Ich finde es einfach wunderschön und es hilft mir, wieder zum Kern der Dinge zu gelangen, ich hoffe, es gefällt euch auch!

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

konnte ich erkennen,

dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnung für mich sind,

gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich,

das nennt man “Authentisch-Sein”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden,

wie sehr es jemanden beschämt,

ihm meine Wünsche aufzuzwingen,

obwohl ich wusste,

dass weder die Zeit reif,

noch der Mensch dazu bereit war,

auch wenn ich selbst dieser Mensch war.

Heute weiß, das nennt man “Selbstachtung”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

mich nach einem anderen Leben zu sehnen,

und konnte sehen,

dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.

Heute weiß ich, das nennt man “Reife”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden,

dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,

zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist –

von da konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich, das nennt sich “Selbstachtung”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört,

weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das,

was mir Spaß und Freude bereitet,

was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,

auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Heute weiß ich, das nennt man “Ehrlichkeit”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war,

von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem,

das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”,

aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört,

immer recht haben zu wollen,

so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt, das nennt man “Einfach-Sein”.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,

da erkannte ich,

dass mich mein Denken armselig und krank machen kann,

als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,

bekam der Verstand einen wichtigen Partner,

diese Verbindung nenne ich heute “Herzensweisheit”.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,

Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,

denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich, das ist das Leben!

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Hallo ihr lieben, ja ich lebe noch!

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Ich melde mich aus der Versenkung zurück… Die letzten Monate waren einfach sauanstrengend und energieraubend, so dass mein Blog und meine Kontakte zu anderen Bloggern ein wenig darunter leiden mussten…

Aber ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen, wie heftig das Referendariat ist. Also, ich meine, es ist nicht schlimm in dem Sinne, sondern anstrengend. Unterrichten, Lehrerzimmerklatsch, Konferenzen, Konferenzen, Konferenzen und alles absprechen mit den Kollegen, organisieren, Noteneintrag bis spätestens Freitag, Unterrichtsbesuche, Pausenaufsicht etc…pp…

Man kommt nach der Schule nach hause und fühlt sich, als würden all diese Energien, all diese menschlichen Probleme, Ängste und Hoffnungen, alle Worte und Blicke des gesamten Tages am eigenen Körper haften. Und das ist glaub ich auch so. Und deshalb ist der Job so anstrengend: weil man einfach „fremdenergetisch“ triefend nach hause kommt. Und es ist so schwer, sich nicht von allem beeinflussen zu lassen. Momentan fühlt es sich so an, als würde ich ins Lehrerzimmer eintreten und alle Energien fliegen wie Quallen auf mich zu und zack! kleben sie an mir fest. Ich habe einfach gar keinen Schutz irgendwie. Es fällt mir dann zuhause sehr schwer, meinen Kopf zu öffnen, die Schule herauszunehmen und die Klappe wieder zu zu machen. Zudem weil man zuhause ja auch weiter Unterricht vorbereitet. Gott sei dank haben wir die vielen Ferien, sonst würde ich selbst glaub ich gar nicht mehr existieren.

Trotz allem finde ich immer wieder Zeit, mich meinen spirituellen Dingen zu widmen. Mehr und mehr integriere ich dies in mein Leben und merke, wie gut es mir tut und dass ich das bin. Ich habe das Gefühl, dass ich nach einem jahrelangen Wirrwarr von Umwegen nun wieder zurück zu meiner ursprünglichen Natur finde. Ich werde auch mutiger, was Rituale angeht und rede mir nicht mehr ein, dass ich das nicht machen kann oder dass das nicht geht…

Samhain habe ich auch schön gefeiert. Wie habt ihr’s gefeiert? Ich habe mir eine Musikliste erstellt und einfach getanzt. Überhaupt beginne ich all meine Rituale mit Tanz und tanze auch währenddessen immerwieder. Ich weiß nicht, dieser tänzerische Aspekt gehört für mich einfach dazu, weil die Musik und die Bewegungen neben Worten und Gedanken soviel Energie transportieren, wie kaum etwas anderes. Ich finde, durch Musik und Tanz kann man sich einfacher in eine bestimmte Stimmung versetzen, man kann viel mehr von dem Gefühl produzieren, das man fühlen möchte.

An Samhain habe ich mich bewusst für Lieder entschieden, die mich zu mir selbst (zurück)bringen. Vor allen Dingen jetzt im Referendariat, wo ich selbst kaum noch existiere, ist es sehr wichtig für mich, mich selbst wieder zu spüren.

Also nehmt es mir nicht übel, wenn ich immer mal wieder vorübergehend hier nicht mehr anwesend zu sein scheine – das bin ich dann auch wirklich nicht – aber ich komme immer wieder 😉 Am 2. April ist mein Examen und dann bin ich erstmal frei frei frei!!!

Ich sende euch 1000 Küsse aus der Versenkung 😉