Fragen an das Glück

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Diese interessanten Fragen habe ich mir bei Athena geklaut, die wiederum hat sie von Bodecea.
Ich fand die Fragen irgendwie interessant und habe sie beantwortet… Wer sich auch inspiriert fühlt, kopiere die Fragen gerne mit einem Verweis auf Bodecea.
So, und nun gehts los:
Welche Dinge machen dich glücklich?
Saunagänge, Natur, Bewegung, mein Heim, Singen, Tanzen (vor dem Spiegel hihi), zeichnen, schreiben
Sind es Dinge, die du besitzt, oder Dinge, die du tust?
Bis auf mein Heim sind es alles Dinge, die ich tue – boah, Gott sei Dank, ey! Hihi….
Machen dich Menschen glücklich?
Ja, vor allen Dingen meine Schüler.
Reicht es das Wissen, dass diese Menschen existieren?
Nein, ich muss in Interaktion mit ihnen gehen, damit wir uns gegenseitig erfrischen können. Nach einer tollen Unterrichtsstunde mit tollen, intelligenten, frechen und lustigen Kommentaren meiner Schüler bin ich glücklich, egal, wie schlecht drauf ich vorher war.
Müssen sie um dich sein?
JAAAA!!! Aber bitte nur im normalen Schulalltag, das macht eine ganze Menge meiner Woche aus, von daher ist das schon viel.
Müssen sie etwas tun?
Jap, sie müssen sich auf mich einlassen und ich mich auf sie… Aber dafür sorge ich meist in den ersten Stunden.
Ist es hilfreich, feste Ziele zu haben und anzustreben, um glücklich zu sein?
Ich weiß nicht. Ich bin in jedem Fall so ein Kontrollfreak. Es ist ganz vielleicht hilfreich, so als Perspektive, aber es ist Illusion. Das darf man nicht vergessen. Es sind nur Gedankenkonstrukte, die mein Hirn braucht, um sich sicher zu fühlen – aber eigentlich ist es nur Illusion.
Oder macht es glücklicher, sich treiben zu lassen und Dinge so zu nehmen, wie sie kommen?
Wenn man das richtig drauf hat, dann macht einen das sicherlich glücklicher. Aber ich bin eigentlich immer für ein gesundes Mittelmaß, auch wenn ich als Skorpion überhaupt keinen Bezug zum Mittelmaß habe, weiß ich dennoch, dass das die hohe Kunst ist. Wie zum Beispiel kontrollfreakmäßig Geld zu sparen, aber ohne ein Ziel zu haben und abwarten, was kommt. Wenn das Leben dann einem plötzlich etwas Tolles eröffnet, kann man das Geld verwenden. Dann hätte man einerseits vorgesorgt, andererseits das Leben so genommen, wie es kommt.
Kann man sein Glück überhaupt selbst beeinflussen?
Ja, auf jeden Fall! NUR man selbst kann das! Die Schüler machen mich ja auch nicht von alleine glücklich, sondern sie merken, dass ICH gerne mit ihnen zusammen bin, dass ich sie respektiere und liebe (jawohl!).
Das Gegenteil beweist mir tagtäglich eine Kollegin, die wie ich auch im Referendariat ist. Sie ist mit mir gemeinsam an einer Schule. Und obwohl das so ist, läuft es bei ihr immer alles ganz schlecht. Die Kinder sind doof, die Kollegen unverschämt, ihre Fachleiter auch alle doof, und sowieso alles doof. Sie ist auch so ne Art Oberleutnant und Moralapostel in einem. Und wenn wir dann etwas Feierliches von der Schule aus haben, schießt sie sich vor unseren Kollegen, Vorgsetzten und der Direktorin sowas von ab, dass ich mir denke: „Lass doch mal im nüchternen Leben 5 gerade sein, dann musst du nicht immer die Anstandsdame im Beschwermodus spielen und musst auch nicht mehr soviel trinken, um das andere Extrem zu leben zu können.“
Warum sind manche Menschen, die alles erreicht haben, unglücklich?
Zum einen, weil sie merken, dass sie nicht ihren wahren Sehnsüchten nachgegangen sind, weil sie sich teilweise so wenig mit sich selbst beschäftigen, dass sie nicht einmal wissen, welche das sind. Da denkt man, man bräuchte einen Porsche, und merkt nicht, dass man unter geringer Selbstachtung leidet oder Ähnliches.
Zum zweiten, weil es genau diese Menschen sind, wie meine Kollegin, die ich eben beschrieben habe. Sie können alles kriegen, Glück haben, Geld haben, aber sie sind sich nur am lamentieren. Nie ist es gut. „Ist denn schon wieder Montag?“ ist da mein Lieblingsspruch. Ey sorry, aber wenn du sonst keine Probleme hast, dann sei doch bitte glücklich.
Ist Glücklichsein ein Produkt aus angeborener Hirnchemie, Zufall und Schicksal?
Ich glaube, es gibt keinen Zufall. Und die Hirnchemie gehört meines Erachtens nach natürlich zum Schicksal. Ohne Gehirn kann ich mein Schicksal ja gar nicht richtig leben. Obwohl ich bei manchen Menschen doch das Gefühl habe, dass das geht. Hihi. Vor allem Leute aus dem Fernsehen machen es uns in eindrucksvoller Art und Weise tagtäglich vor. Obwohl, die Leute, dir vor der Rappelkiste sitzen und sich das angucken, noch mehr.
Naja, also wie gesagt, eigentlich bleibt für mich nur noch Schicksal – aber Schicksal bedeutet nicht Ohnmacht oder Verantwortungslosigkeit. Schicksal gestaltet man selbst – von Zweitberuf ist man im Leben nämlich immer auch Schmied 😉
Oder können wir daran arbeiten, glücklich zu sein?
Jap, ich denke schon. Aber jeder Mensch hat andere Aufgaben und ich sehe auch ein, dass es bei manchen besonders schwer ist. Bei mir ist es auch nicht immer leicht gewesen. Besonders in den letzten Monaten fiel mir das Glücklichsein ganz besonders schwer.
Durch richtiges Handeln?
Genau, aber die nächste Frage müsste als erstes kommen, da man erst umdenkt und dann handelt.
Durch richtige Einstellung und Denkweise?
Genau. Aber dazu ist es auch notwendig, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und zu akzeptieren (ich sage das so deutlich, weil ich das lange Zeit gar nicht konnte). Was möchte ich nicht? Was stört mich eigentlich in meinem Leben? Mit den Anworten, die man sich auf diese Fragen gibt, kann man langsam anfangen, die eigene Denkweise zu ändern und seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge auszurichten. Das bedeutet manchmal auch, manche Menschen loszulasse, aber da es ja so viele davon gibt, kann man sich auch wieder neue suchen 😉
Ist es überhaupt wichtig oder notwendig, glücklich zu sein?Auf jeden Fall! Es ist nur auch hier sehr wichtig, dass es nicht in Extreme umschlägt: Man sollte werder mit gesenktem Kopf und zu Tode betrübt, noch himmelhochjauchzend und ständig grinsend wie ein Honigkuchenpferd durchs Leben gehen. Glücklichsein bedeutet nicht die lebenlange Erleuchtung. Ich habe irgendwann gemerkt, dass Glücklichsein auch einfach das zeitweilige Fehlen von Problemen sein kann, ohne ständige Glücksgefühle, sondern einfach nur Wohlsein, alles ist „ok“. Und Menschen sind nicht immer glücklich, dazu wurden wir nicht gemacht. Das ist meine Meinung… Wir leben ja gerade deshalb, um die ganze Spannbreite der Gefühle zu erleben. Ständig glücklich sein können wir auch noch im Jenseits.

Wenn mein Ich ein leerer Raum geworden wäre, weil ich zu viel zen-buddhistische Sachen gelesen habe – wer wäre denn dann überhaupt glücklich, wenn ich sagte: „ich bin glücklich“?

Meine reine Energie. Aus der ich schon immer bestanden habe. Is doch klar 😉

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