Archiv für den Monat September 2013

Fragen an das Glück

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Diese interessanten Fragen habe ich mir bei Athena geklaut, die wiederum hat sie von Bodecea.
Ich fand die Fragen irgendwie interessant und habe sie beantwortet… Wer sich auch inspiriert fühlt, kopiere die Fragen gerne mit einem Verweis auf Bodecea.
So, und nun gehts los:
Welche Dinge machen dich glücklich?
Saunagänge, Natur, Bewegung, mein Heim, Singen, Tanzen (vor dem Spiegel hihi), zeichnen, schreiben
Sind es Dinge, die du besitzt, oder Dinge, die du tust?
Bis auf mein Heim sind es alles Dinge, die ich tue – boah, Gott sei Dank, ey! Hihi….
Machen dich Menschen glücklich?
Ja, vor allen Dingen meine Schüler.
Reicht es das Wissen, dass diese Menschen existieren?
Nein, ich muss in Interaktion mit ihnen gehen, damit wir uns gegenseitig erfrischen können. Nach einer tollen Unterrichtsstunde mit tollen, intelligenten, frechen und lustigen Kommentaren meiner Schüler bin ich glücklich, egal, wie schlecht drauf ich vorher war.
Müssen sie um dich sein?
JAAAA!!! Aber bitte nur im normalen Schulalltag, das macht eine ganze Menge meiner Woche aus, von daher ist das schon viel.
Müssen sie etwas tun?
Jap, sie müssen sich auf mich einlassen und ich mich auf sie… Aber dafür sorge ich meist in den ersten Stunden.
Ist es hilfreich, feste Ziele zu haben und anzustreben, um glücklich zu sein?
Ich weiß nicht. Ich bin in jedem Fall so ein Kontrollfreak. Es ist ganz vielleicht hilfreich, so als Perspektive, aber es ist Illusion. Das darf man nicht vergessen. Es sind nur Gedankenkonstrukte, die mein Hirn braucht, um sich sicher zu fühlen – aber eigentlich ist es nur Illusion.
Oder macht es glücklicher, sich treiben zu lassen und Dinge so zu nehmen, wie sie kommen?
Wenn man das richtig drauf hat, dann macht einen das sicherlich glücklicher. Aber ich bin eigentlich immer für ein gesundes Mittelmaß, auch wenn ich als Skorpion überhaupt keinen Bezug zum Mittelmaß habe, weiß ich dennoch, dass das die hohe Kunst ist. Wie zum Beispiel kontrollfreakmäßig Geld zu sparen, aber ohne ein Ziel zu haben und abwarten, was kommt. Wenn das Leben dann einem plötzlich etwas Tolles eröffnet, kann man das Geld verwenden. Dann hätte man einerseits vorgesorgt, andererseits das Leben so genommen, wie es kommt.
Kann man sein Glück überhaupt selbst beeinflussen?
Ja, auf jeden Fall! NUR man selbst kann das! Die Schüler machen mich ja auch nicht von alleine glücklich, sondern sie merken, dass ICH gerne mit ihnen zusammen bin, dass ich sie respektiere und liebe (jawohl!).
Das Gegenteil beweist mir tagtäglich eine Kollegin, die wie ich auch im Referendariat ist. Sie ist mit mir gemeinsam an einer Schule. Und obwohl das so ist, läuft es bei ihr immer alles ganz schlecht. Die Kinder sind doof, die Kollegen unverschämt, ihre Fachleiter auch alle doof, und sowieso alles doof. Sie ist auch so ne Art Oberleutnant und Moralapostel in einem. Und wenn wir dann etwas Feierliches von der Schule aus haben, schießt sie sich vor unseren Kollegen, Vorgsetzten und der Direktorin sowas von ab, dass ich mir denke: „Lass doch mal im nüchternen Leben 5 gerade sein, dann musst du nicht immer die Anstandsdame im Beschwermodus spielen und musst auch nicht mehr soviel trinken, um das andere Extrem zu leben zu können.“
Warum sind manche Menschen, die alles erreicht haben, unglücklich?
Zum einen, weil sie merken, dass sie nicht ihren wahren Sehnsüchten nachgegangen sind, weil sie sich teilweise so wenig mit sich selbst beschäftigen, dass sie nicht einmal wissen, welche das sind. Da denkt man, man bräuchte einen Porsche, und merkt nicht, dass man unter geringer Selbstachtung leidet oder Ähnliches.
Zum zweiten, weil es genau diese Menschen sind, wie meine Kollegin, die ich eben beschrieben habe. Sie können alles kriegen, Glück haben, Geld haben, aber sie sind sich nur am lamentieren. Nie ist es gut. „Ist denn schon wieder Montag?“ ist da mein Lieblingsspruch. Ey sorry, aber wenn du sonst keine Probleme hast, dann sei doch bitte glücklich.
Ist Glücklichsein ein Produkt aus angeborener Hirnchemie, Zufall und Schicksal?
Ich glaube, es gibt keinen Zufall. Und die Hirnchemie gehört meines Erachtens nach natürlich zum Schicksal. Ohne Gehirn kann ich mein Schicksal ja gar nicht richtig leben. Obwohl ich bei manchen Menschen doch das Gefühl habe, dass das geht. Hihi. Vor allem Leute aus dem Fernsehen machen es uns in eindrucksvoller Art und Weise tagtäglich vor. Obwohl, die Leute, dir vor der Rappelkiste sitzen und sich das angucken, noch mehr.
Naja, also wie gesagt, eigentlich bleibt für mich nur noch Schicksal – aber Schicksal bedeutet nicht Ohnmacht oder Verantwortungslosigkeit. Schicksal gestaltet man selbst – von Zweitberuf ist man im Leben nämlich immer auch Schmied 😉
Oder können wir daran arbeiten, glücklich zu sein?
Jap, ich denke schon. Aber jeder Mensch hat andere Aufgaben und ich sehe auch ein, dass es bei manchen besonders schwer ist. Bei mir ist es auch nicht immer leicht gewesen. Besonders in den letzten Monaten fiel mir das Glücklichsein ganz besonders schwer.
Durch richtiges Handeln?
Genau, aber die nächste Frage müsste als erstes kommen, da man erst umdenkt und dann handelt.
Durch richtige Einstellung und Denkweise?
Genau. Aber dazu ist es auch notwendig, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und zu akzeptieren (ich sage das so deutlich, weil ich das lange Zeit gar nicht konnte). Was möchte ich nicht? Was stört mich eigentlich in meinem Leben? Mit den Anworten, die man sich auf diese Fragen gibt, kann man langsam anfangen, die eigene Denkweise zu ändern und seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge auszurichten. Das bedeutet manchmal auch, manche Menschen loszulasse, aber da es ja so viele davon gibt, kann man sich auch wieder neue suchen 😉
Ist es überhaupt wichtig oder notwendig, glücklich zu sein?Auf jeden Fall! Es ist nur auch hier sehr wichtig, dass es nicht in Extreme umschlägt: Man sollte werder mit gesenktem Kopf und zu Tode betrübt, noch himmelhochjauchzend und ständig grinsend wie ein Honigkuchenpferd durchs Leben gehen. Glücklichsein bedeutet nicht die lebenlange Erleuchtung. Ich habe irgendwann gemerkt, dass Glücklichsein auch einfach das zeitweilige Fehlen von Problemen sein kann, ohne ständige Glücksgefühle, sondern einfach nur Wohlsein, alles ist „ok“. Und Menschen sind nicht immer glücklich, dazu wurden wir nicht gemacht. Das ist meine Meinung… Wir leben ja gerade deshalb, um die ganze Spannbreite der Gefühle zu erleben. Ständig glücklich sein können wir auch noch im Jenseits.

Wenn mein Ich ein leerer Raum geworden wäre, weil ich zu viel zen-buddhistische Sachen gelesen habe – wer wäre denn dann überhaupt glücklich, wenn ich sagte: „ich bin glücklich“?

Meine reine Energie. Aus der ich schon immer bestanden habe. Is doch klar 😉

Etwas ändern…

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Heute hat der Beitrag von HexeClaire mich an eins meiner Lieblingsgedichte erinnert, und das möchte ich euch nicht vorenthalten:

Etwas ändern (nach Günter Seipp)

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien,
mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit,
mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen,
mehr Experten, aber größere Probleme.

Wir rauchen und trinken zu viel,
lachen zu wenig, fahren zu schnell,
regen uns unnötig auf, sehen zu lange fern,
stehen zu müde auf, lesen zu wenig,
denken zu selten vor,
halten keine Zwiesprache mehr.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht,
aber unsere Welt reduziert.
Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt verdient,
aber nicht mehr, wie mal lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber können wir den Jahren auch mehr Leben geben?

Wir kommen zum Mond,
aber nicht mehr zur Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert,
aber nicht den Raum in uns gefüllt.
Wir können Atome spalten,
aber nicht unsere Vorurteile.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist,
etwas darzustellen als zu sein.
Und wo wir die Wahl haben:

Etwas zu ändern….

11 Bücherfragen

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Ich wurde von der lieben Siat getaggt, und sie möge mir verzeihen, im Nachhinein habe ich bemerkt, dass ich andere Fragen beantworten sollte, aber da war ich schon fertig, sorry… Ist früh am Morgen und bin noch nicht richtig wach gewesen, schätze ich…

1) Welches Buch konntest du nicht aus der Hand legen, bevor du es nicht durchgelesen hattest?

Tja, das war kein Roman, sondern „Schicksal als Chance“ von Thorwald Dethlefsen. Nach jahrelangem Suchen in der Philosophie war keine Theorie so allumfassend und so stimmig in sich, so „rund“, immer fehlte etwas, immer hatte ich immernoch unbeantwortete Fragen. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, auf dem Weg zu meiner Wahrheit zu sein.

2) Liest du Bücher lieber im Bett oder auf dem Sofa?

Lieber im Bett. Aber auf dem Sofa mach ich’s auch manchmal. Ist wie beim Sex, hihi 🙂

3) Was war deine schönste Erinnerung mit einem Buch?

Jap, und schon wieder: Als ich Schicksal als Chance las und meine Welt sich um 180 Grad drehte. WOW. Endlich.

4) Welches Buch hast du schon mal verloren?

Haha, das war „Don Juan oder Der steinerne Gast“ von Tirso de Molina. Ich habe es mir dann nochmal bestellt und ein paar Wochen später fand ich das alte wieder. Jetzt hab ich zwei. Aber vielleicht hab ich eins davon auch schon wieder verloren, mir fällt nämlich grad schon wieder nicht ein, wo die Bücher sind.

5) Wer hat dir dein erstes Buch – das du selbst lesen konntest – gekauft?

Das weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur, dass mein erstes „richtiges“ Buch, also der erste Roman, den ich gelesen habe, „Momo“ war und den hatte ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen. Ich weiß noch, wie meine Mutter damals meinte, ich würde es ja nicht schaffen, ein Buch durchzulesen. Ich habe das Buch durchgelesen. Danach fragte ich mich: Wo ist das Problem? Wieso sollte ich denn soetwas nicht können? Bekloppt.

6) Was für eine Romanfigur wolltest du schon immer sein?

Als Kind wollte ich immer die kleine Merjungfrau sein, aber das war eher an Disney angelehnt. Später wollte ich dann immer die Hexe sein, aber nicht die alte, häßliche mit der Hakennase, sondern die schöne, bezaubernde, von der es niemand ahnt und die deswegen freies Spiel hat  😉 Und Pippi Langstrumpf ist auch ganz vorne mit dabei, an die erinnere ich mich heute noch oft, wenn ich mich ganz klein mit Hut fühle und dann geht es mir besser und ich halte mir nochmal vor Augen, dass mir keiner was kann.

7) Welches Buch hast du gelesen und hast du gleich nochmal als Geschenk für jemand anderen gekauft?

Öhhh… da gab es viele… Also wie in jeder Frage ist Schicksal als Chance ja sowieso die richtige Antwort ;-), aber es gab auch viele andere, die ich verschenkt habe…

8) Wie viele Seiten hatte dein dickstes Buch?

Oh, sehr viele.

9) Gab es je ein Buch das du nicht zu ende lesen konntest, weil es zu schlecht war?

Oh ja, „Die Leiden des jungen Werther“ war so gut geschrieben, dass man direkt mitgelitten hat und nicht weiterlesen konnte. Nein, ich kann nicht sagen, ob es gut geschrieben ist oder nicht, von Faust bin ich nach wie vor begeistert, aber Werther hat einfach mal keine Eier gehabt und wahrscheinlich zuviele weibliche Hormone. Weiß nicht, was mit dem los war.

10) Was ist dein liebstes Kinderbuch?

Hier kommt die Pippi Langstrumpf, tollahi tollaha tolla hopsassa….

11) Liest du Gedichtbände?

Ich wünschte ich könnte Gedichte anderer Menschen „fühlen“, aber bisher noch nicht… bis auf ein paar einzelne. Ich lese aber noch manchmal die düsteren Gedichte, die ich selbst als Jugendliche geschrieben habe.

Appell an die Frauen!

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Ok, scheiß drauf, wenn das hier n Frauenblog wird, aber ich muss unbedingt was loswerden über Frauen und ihr Äußeres – ich habe in Die halbe Frau bereits darüber etwas gesagt, aber ich möchte es noch einmal aufrollen. Anstoß hierfür war ein Artikel von einer lieben Bloggerin, bei der ich sehr gerne lese.

Also, was ich sagen möchte, ist, dass es mir einfach auf den Sack geht, dass für so viele Frauen ihr Lebenszentrum dieses „Wie sehe ich aus?“ „Was ziehe ich an?“ „Sieht man dies/sieht man das?“ „Findet er mich schön?“ ist.

Bitte nicht missverstehen – Aussehen ist gut und Aussehen ist sehr wichtig – aber es sollte halt nicht alles sein.

Wirklich-ich achte auch auf mein Aussehen, aber das kann doch nicht alles gewesen sein. Und ich verbringe auch keine Stunden im Bad, ich habe ein System und das dauert ca. 10 Minuten. Wer danach irgendwas zu mäkeln hat, hat Pech gehabt. Ich gehe auch nicht gerne shoppen (im Gegensatz zu früher!) und wenn ich es mal einmal im Dreiviertel Jahr tue, dann gehe ich durch den Laden, habe in 10 Minuten die Klamotten in der Hand, bezahle sie direkt und probiere sie zuhause in Ruhe an. Was ich nicht mag, wird dann einfach wieder zurück gebracht. Und ja, ich habe auch körperliche Schwachstellen wie einen Bauch oder ein Doppelkinn (das IMMER da ist, egal ob ich dick oder dünn bin, blödmann!), aber ich liebe mich trotzdem und finde es ganz niedlich. Ach ja, und sizilianische Behaarung an den beklopptesten Stellen: am unteren Rücken und leichte Koteletten, hihi… aber ES IST MIR SCHEIßEGAL. Und das sollte es euch auch sein!

Also ich merke selber, wie dieses Thema gerade in mir rattert. Wir Frauen sind ja a priori nicht selbst schuld an dem ganzen Mist, weil wir in diese Gesellschaft hineingeboren wurden, aber dann kommt nämlich unsere große Aufgabe: raus aus der platonischen Höhle! Platon hat mal darüber geschrieben, dass die meisten Menschen eigentlich in einer Höhle leben und denken, sie würden alles kennen. Und nichts passt so gut wie dieses Bild auf die heutige Gesellschaft und vor allen Dingen auf die heutigen Frauen. Platon forderte die Menschen dazu auf, aus der Höhle hinauszugehen und das Draußen/Licht zu sehen. Dann könnte man nie wieder in die Höhle zurückkehren, weil sie nur Illusion war.

Und ES IST EINE ILLUSION, dass irgendetwas an eurem Aussehen nicht stimmt. Es stimmt dann etwas nicht, wenn ihr euch überfresst und eurer Gesundheit schadet – oder wenn ihr euch unterfresst und eurer Gesundheit schadet.

Und es gibt diese tollen Werbespots von Dove und alle Frauen finden das ganz toll und endlich mal eine Werbekampagne, die den Frauen zeigt, dass sie schön sind, wie sie sind. Aber eins vergisst man vor lauter Lob dabei: auch diese Werbekampagne befasst sich wieder NUR MIT DEM ÄUßEREN der Frau. Wo gibt es denn bitteschön Werbekampagnen, die sich mit dem Inneren der Frauen beschäftigen? Wissen Frauen eigentlich, was sie alles können? Ich möchte wiklich mal wissen, wie viele Hausfrauen es gibt, die wahre Künstlerinnen sind oder andere geniale Talente besitzen und dennoch den ganzen Tag zuhause sitzen und sich fragen: „Bin ich schön? Sollte ich mal wieder zum Frisör gehen? Habe ich eine Taille? Sind meine Brüste groß genug? Warum hat meine Nachbarin so tolle Haare und ich nicht?“ Und die Nachbarin fragt sich: „Warum habe ich nicht so tolles kastanienbraunes Haar wie meine Nachbarin? Warum bin ich nicht so selbstsicher wie andere?“ Ich sag dir warum: weil du dich die ganze Zeit nur um deine Fingernägel kümmerst, darum.

Mir liegt soviel an dem Thema, weil ich selbst die Erfahrung gemacht habe, immer runtergedrückt worden zu sein. Meine Talente wurden belächelt, meine Noten nicht kommentiert und ich wurde nie gefördert. Ich wurde nie wirklich wahrgenommen, ich sollte einfach nur repräsentativ sein und mich benehmen (das schaffe ich leider bis heute nicht richtig). Ach ja – und bloß nicht weiter auffallen bitte! Und das kann ich auch GAARR nicht, ich bin da einfach nicht gut drin. Is ne Schwachstelle von mir… Tja, mein Papa tut mir schon manchmal leid, er hat es nicht leicht – seine Tochter hat doch tatsächlich einen eigenen Charakter und Willen ausgebildet trotz der ganzen Bemühungen, mir zu suggerieren, dass ich nichts kann.

Und trotzdem hat das Ganze immernoch Einfluss auf mich. Und ich glaube genau deshalb dockt dieses Thema so sehr bei mir an. Deshalb nehmt es so, wie es bei euch ankommt: Vielleicht seid ihr die Frauen, die sich selbst wahrnehmen, sich selbst realisieren und sich selbst lieben – dann folgt ihr diesem Artikel einfach nur mit Interesse. Oder ihr seid die Frauen, die aufwachen wollen und denen ich vielleicht einen Anstoß geben konnte, oder einfach einen weiteren Impuls, nichts so zu nehmen, wie es scheint. Mut ist dabei gefragt. Mut ist das Schlagwort – wir sind Frauen, aber wir können es trotzdem.

Und dabei geht es auch nicht darum, das zu tun, was Männer tun. Männer haben sich auch nie einen Dreck um unsere Bereiche geschert, also warum wollen wir unbedingt ihre Domäne erobern und Männer sein? Warum nutzen wir nicht unsere eigenen Domänen? In weiblichen Domänen steckt oft mehr Potential drin, als wir denken.

Wir haben irgendwie eine „Männersehnsucht“, die sich in zwei Dingen offenbart:

1. Wir wollen repräsentativ sein für die Männer und die von Männern dominierte Gesellschaft (also das Äußere)

2. Wir wollen wie Männer sein

Da denkt so manche Frau darüber nach, wie sie ihr Gesicht schmaler wirken lassen könnte und kommt überhaupt nicht auf den Gedanken, dass sie so innovativ und begabt im Kochen ist, dass sie mit Leichtigkeit ein Buch darüber schreiben und verkaufen könnte.

Oder eine Frau wie Marie Kondo, die sich ein Leben lang einfach mal Gedanken ums Aufräumen gemacht hat und ein gutes System entwickelt hat, das Menschen glücklich macht. Sie ist selbstständig und hat großen Erfolg mit ihrer „Aufräumhilfe“, hat ein Buch rausgebracht und viel Erfolg. Tja. Einfach nur mit „AUFRÄUMEN“.

Oder Coco Chanel, die Frauen endlich aus den „repräsentativen“ und „repressiven“ Korsetts rausgeholt hat und Kleidung für sie kreiert hat, in der Frau atmen konnte – ATMEN – was für ein Geschenk!

Es gibt noch etliche dieser Beispiele und wenn ihr noch mehr kennt, dann immer her damit oder – wenn ihr einen Blog habt – postet über diese Frauen. Ich glaube, wir können jeden Impuls brauchen und jede Stärkung – damit keine Frau mehr ihr Aussehen zum Lebenszentrum macht.

AMEN.

Frauen und Essen (1)

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In nächster Zeit werde ich peu à peu Artikel über das Thema „Frauen und Essen“ veröffentlichen – und hier kommt direkt der erste Teil:

Frau und ihre Rolle als „Essenmacherin“

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Wenn wir jetzt in der Steinzeit anfangen, wird klar, dass Frauen schon sehr früh mit dem Zubereiten von Essen in Verbindung standen. Man weiß natürlich nie, wie es wirklich war, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass Männer die Jäger waren und Frauen in die Natur gingen, um andere Nahrung zu sammeln. Und das Zubereiten wird höchstwahrscheinlich auch ihre Aufgabe gewesen sein, d.h. Frauen und Essen – Frauen und Kochen – haben eine lange Tradition und darauf können wir stolz sein. Leider Gottes sieht man in diesen Lebensbereichen jedoch oft die Degradierung der Frau und eine Reduktion ihrer Talente. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir Frauen selbst oft gering schätzen, was wir können und die Männer dieses Minderwertigkeitsgefühl einfach aufnehmen und nutzen, um uns klein zu halten. Ein Mann schämt sich ja auch nicht dafür, einfach nur stumpf an seinem Auto rum zu werkeln. Vielleicht ist es deshalb einfach so, weil Frauen sich schneller minderwertig mit ihren Talenten vorkommen. Das ist auch ganz typisch für die Unterschiedlichkeit dieser beiden Geschlechter, denn eine Studie zum Balzverhalten hat ergeben, dass Frauen ihren Marktwert stets total  unterschätzen, wobei Männer hingegen, auch die unattraktiven, ihren Marktwert immer viel höher einschätzen, als realistisch vertretbar 😉 Na, da kann man mal sehen… Aber nun zurück zum eigentlichen Thema:

Frauen können also stolz sein auf ihre Verbundenheit zur Nahrung und zum Zubereiten dieser. Dieser Stolz zeigt sich in den vielen über viele Generationen weitergegebenen Rezepten – sogenannten Familienrezepten oder gar „Geheimrezepte“. Auch wenn viele Chefköche dieser Welt meist Männer sind – die Verbindung zwischen den Generationen schaffen stets die Frauen. Hier sieht man mal wieder, wie tief  wir Frauen nicht nur mit der Fortpflanzung, sondern auch mit dem „Fortsetzen von Leben“ an sich verbunden sind. Ich möchte mal wissen, wie die Welt ohne Frauen aussehen würde… Oder nee, lieber doch nicht… (Man man man, also so langsam wird das hier glaub ich ’n Frauenblog wenn ich nicht aufpasse;-))

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Frau als Giftmischerin

Natürlich hat die Medaille auch immer zwei Seiten. Frauen nutzen ihr Wissen auch aus, so gibt es etliche Beispiele dafür, wie Frauen durch Beimischen von speziellen Zutaten ihre Mitmenschen bezwingen wollen. Hier gibt es eine variantenreiche Skala. Man (oder eher „Frau“) kann die Stimmung eines Mannes verändern, z.B. durch intelligente und effektive Nutzung von Aphrodisiaka in Speisen und Getränken. Das ist eine harmlose Variante, so harmlos, dass man als Frau fast darauf verzichten kann, da Männer oft nicht dazu „überredet“ werden müssen. Dennoch ist es immer gut, solches Wissen an der Hand zu haben, denn Aphrodisiaka im Essen stimulieren oft anders und das Liebesleben ist spannender, als würde man seinem „Opfer“ einfach eine Kelle Bohnen servieren. Wie das enden kann, wissen wir ja alle.

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Frauen beeinflussen mit bestimmten Zutaten die Stimmung anderer Menschen, sei es ganz unbewusst oder bewusst durch bestimmte Kräuter. Für jede Stimmung gibt es bekanntlich ein passendes Kraut. In dem Film „Zauberhafte Schwestern“ mit Sandra Bullock und Nicole Kidman versetzt die eine Schwester ihren Liebsten stets in einen Tiefschlaf mit Belladonna – wo wir bei der krassesten Variante kulinarischer Beeinflussung sind: das Giftmischen. Das Giftmischen ist ein Akt weiblichen Prinzips, das fängt bei Hekate an und hört in Krimis von Agatha Christie auf. Ganz selten, dass ein Mann sich für Mord durch Gift entscheidet – nein, das ist die hohe Kunstform der Frauen, wenn sie sich einer lästigen Person entledigen wollen. Und da haben wir es wieder: Männer morden aktiver, Frauen eher passiv.

Und an dieser Stelle mache ich erst einmal Schluss – ich habe Hunger bekommen 😉

Passwort…

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Hallo ihr Lieben,

ich möchte demnächst evtl. Artikel bringen, die ich mit einem Passwort verknüpfe und nicht für alle zugänglich sind.

Wer das Passwort haben möchte, schreibe mir bitte einen Kommentar unter diesen Artikel oder direkt eine Email an hexe.sofia@web.de

Natürlich könnt ihr auch spontan immer nach dem Passwort fragen.

Ich freue mich darüber!

eure Sofia