Archiv für den Monat August 2013

Wunder Zitrone

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Schmeckt wirklich gut auf Essen, aber eine kleine Menge reicht schon.

payoli

Alte, oder besser gesagt lang schon ‚paradise your life‘- Lesende und Lernende wissen es ja längst, dass nur die Natur uns sinnvolles und gewinnbringendes Vorbild sein sollte. Und dass uns dabei die Menschenaffen eine wertvolle Hilfe sind. Sind sie es doch, die uns unsere höchst erfolgreichen Urzeit- Leben bis heute ‚konserviert‘ haben, die wir über alle Zivilisation und Kultur längst vergessen haben.
Deshalb sollte es auch klar sein, dass wir nicht nur essen sollten, was für uns wächst sondern auch so wie es für uns wächst. Dazu gehört auch, dass wir auch Schalen und Kerne mitessen sollten.
Dennoch verblüfft es selbst mich immer wieder, welche Wunderdinge von so manchen Naturprodukten via Wissenschftsumweg berichtet werden.
Ich kopiere hier eine Rundmail herein (zu der ich bloß einige ‚Bio-‚ hinzugefügt habe), zu der sich bitte jeder selber sein Bild machen möchte:


Das Geheimnis der Zitrone

Es ist 10.000-mal stärker als Chemotherapie.
Alles, was…

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Essen

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Essen ist wichtig. Und je älter ich werde, desto wichtiger wird es für mich. Und ich empfinde große Dankbarkeit, dass meine Eltern mir ein gesundes Essverhalten beigebracht haben: morgens zusammen frühstücken, mittags zusammen warm essen und abends eine Brotzeit. Wir hatten auch unsere familiären Probleme, aber das Essen blieb von alldem unberührt und das war gut, denn wenn ich sehe, wie viele Mädchen heutzutage Essstörungen haben und damit meine ich ja nicht einmal Bulimie oder Magersucht.

Ich habe zum Beispiel eine Bekannte, bei der ich mich immer wundere, wie das jetzt geht. Einmal haben wir uns einen leckeren Salat gegönnt und sie wollte Kuchen dazu essen. Für mich wäre der Kuchen danach gekommen, was ich ihr auch sagte und zum Glück hat sie ihn nicht zeitgleich gegessen. Ich weiß nicht, ob ich das ausgehalten hätte. Ich habe, was Essen anbelangt, eine genaue Vorstellung von dem, was geht und was nicht geht. Und ich glaube auch, dass ich ein sehr gesundes Essverhalten habe. ICH WEIß, dass ich momentan zu wenig esse, zu unausgewogen, weil ich mich in einer schwierigen Phase befinde (aber da komme ich jetzt bald raus, das habe ich mir schon fest vorgenommen!), aber ICH WEIß ES und möchte das ändern. Aber ich bin weit davon entfernt, Kuchen zu Salat zu essen.

Besagte Bekannte trinkt auch früh am Morgen schon RedBull in Zeiten von Überanstrengung. Es wirkt nicht, sagt sie selber auch, aber sie trinkt es trotzdem immer wieder. Ich finde das Zeug einfach nur abartig und widerlich, riecht schon nach purer Chemie und dann direkt am Morgen… aber das muss jeder selber wissen.

Wie gesagt, eine Essstörung heißt nicht immer gleich Bulimie oder Magersucht. Meine Freundin sagt übrigens selber über sich, dass sie eine Essstörung hat. Es zeigt sich auch darin, dass sie manchmal komisch wird… Wir sind in der Sauna und möchten einen Kaffee trinken – ich bestelle mir einen Latte Macchiato und sie bestellt sich plötzlich einen Espresso (trinkt sie sonst NIE) und so ’ne Art Molkedrink und ich wundere mich, warum sie etwas bestellt, was sie sonst nie trinkt und dann auch noch in dieser seltsamen Kombination. Als ich mit ihr rede, rückt sie irgendwann mit der Sprache raus: Sie konnte sich keinen Latte Macchiato bestellen wegen – und jetzt kommt’s – der Milch! Die macht dick. Deswegen hat sie einen Espresso bestellt und eine Molke, um die Milch zu kompensieren mit dem Ergebnis, dass es ihr nicht schmeckt. Ich finde es total traurig, dass manche Frauen sich nicht einfach ausgelassen einen Kaffee bestellen können, das ist echt schrecklich, denn das ist ja nicht einmal eine richtige Mahlzeit.

Man muss dazu sagen, dass sie sich den Abend vorher noch mit einer Tüte Chips vergnügt hat und den nächsten Tag aber keine Milch zu sich nehmen darf. Das ist auch dewegen schade, weil es das lockere, freundschaftlich ausgelassene Zusammensein irgendwie beeinträchtigt.

Noch ein letztes Beispiel: Meine Freundin ruft mich an, ob wir uns um 7 treffen wollen. Es ist drei Uhr. Ich sage klar und schlage ihr vor, gemeinsam zu Abend zu essen. Nee, das ginge nicht. Warum nicht? frage ich. Sie begründet das damit, dass sie gerade in der Schule schon ein Brötchen gegessen habe. Ich sage ihr, dass ein Brötchen sehr wenig ist und bis sieben Uhr viel Zeit vergeht und sie dann wieder Hunger haben wird – nein, sie hätte dann keinen Hunger, das Brötchen reicht ihr. Ich rege mich auf, aber da ist nichts zu machen. Um sieben steht sie vor der Tür und hat was Fertiges zu essen dabei. Ich habe jetzt schon gegessen und könnte sie umbringen.

Wie gesagt, so benimmt sie sich nicht die ganze Zeit, aber zwischendurch hat sie wie so „Ticks“ hab ich das Gefühl. Wir können die meiste Zeit gut und gerne zusammen essen und sie ist auch ein richtiger Feinschmecker – aber dann manchmal zwischendurch ist sie bekloppt.

Ich muss nicht erwähnen, dass meine Freundin wunderschön und schlank ist, aber natürlich denkt sie, sie wäre zu dick. Ich verstehe das nicht und das macht mich taurig. Ich beneide sie so um ihre schöne Wespentaille und ihrem wundervollen, runden Hintern – sie ist so eine Sexbombe und SIEHT ES NICHT. Man, muss das ein scheiß Los sein, wenn man so aussieht und es nicht merkt.

Naja, jedenfalls gibt es mehrere Gründe für komisches Essverhalten. In manchen Familien gibt es keine richtige Esskultur und das ist in Deutschland sehr häufig der Fall. Unsere Nachbarskinder früher haben immer Kelloggs Smacks gegessen. Es wurde nicht für sie gekocht, gemeinsames Essen kannten die gar nicht. Das höchste der Gefühle waren Nudeln – da wurde dann Zucker oder Ketchup drüber gemacht und gut is. Und jeder isst da, wo er will.

Wenn man Jugendliche heute nach deutschem Essen fragt, antworten die doch tatsächlich mit Döner oder Spaghetti… Ich weiß nicht, was los ist. Ich weiß nur, dass Ernährung fast das Wichtigste im Leben ist und ausschlaggebend für Unbehagen oder Wohlbefinden.

Und deshalb wünsche ich euch von ganzen Herzen ein tolles Essgefühl und dass ihr den Kuchen bitte NACH dem Salat esst, damit ich besser schlafen kann 😉

Alles Liebe, Sofia

Huhu

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Huhu, da gibt es wieder ein Lebenszeichen von mir. Auch wenn mein Leben gerade etwas sehr durcheinander ist. Naja, was heißt durcheinander – alles konzentriert sich eigentlich auf die Frage: Aktivität oder Passivität?

In diesen beiden Extremen pendelt gerade meine Gedanken- und Gefühlswelt.  In letzter Zeit ist mir immer klarer geworden, dass in der Passivität genauso viel Kraft liegt wie in der Aktivität. Ich habe oft, wie (denke ich) viele von uns, gedacht, dass man im Leben nur etwas ändern kann, wenn man aktiv wird. Dabei verkennt man oft die große Kraft, die in der Passivität liegt.

Passivität bedeutet auch immer Loslassen und Empfangen können und Veränderung spüren. Sich bereitmachen für etwas, das zu einem kommen möchte.  Es fällt mir oft schwer, einfach nichts zu tun-dabei machen vorschnelle Reaktionen meist viel mehr kaputt, als man erwartet hatte. Und dann denkt man: „Hättest du das bloß nicht gemacht/gesagt!“

Aber es ist unglaublich schwer, eine unangenehme Situation einfach „sein“ zu lassen, ständig meint man, man muss durch aktive Intervention diese Situation entschärfen und vergisst dabei auch den anderen Weg der Entschärfung: die Zeit. Die Sprichwörter“Kommt Zeit, kommt Rat“ und „Die Zeit heilt alle Wunden“ haben sicherlich auch etwas mit der Thematik zu tun. Das unangenehme, manchmal auch unerträgliche Gefühl ist dann manchmal so präsent und intensiv, dass man meint, man muss es auf deubel komm raus sofort eliminieren.

Vertrauen in die Macht der Zeit ist wichtig. Das Gefühl mal aushalten können. So eine Phase als persönlichen Entwicklungsweg sehen, Strategien für sich selbst entwickeln, mit der Situation umzugehen. In sich gehen und die wahren verborgenen Ursachen suchen. Manchmal ist man nämlich felsenfest davon überzeugt, den wahren und einzigen Grund für diese unerträgliche Gefühlssituation zu kennen – bis man beim deutlicheren Hingucken erkennt, dass sich da etwas ganz anderes im eigenen Schatten befindet und es war vorher so in der Dunkelheit versteckt, dass man es gar nicht gesehen hat.

So ging es mir die Tage, als ich Tagebuch schrieb (das ist übrigens ein super Mittel, um Erkenntnisse zu erlangen). Wie ich da so im Schreiben war und einen Gedanken nach dem nächsten aufschrieb, wurde es immer kurioser und ich wollte wissen, was sich hinter diesen Aussagen verbirgt. Ich fragte also ganz in philosophischer Manier bis zum Ende „Warum“ und habe meine wahre Antwort bekommen – es hatte alles überhaupt nichts mit der Außenwelt zu tun, nein, es betraf nicht einmal den Menschen, um den es ging! Manchmal ist es wirklich unglaublich.

Daher kann vorschnelle Aktivität auch teilweise sehr oberflächliche Züge annehmen. Oft gehen wir unreflektiert und reflexartig in irgendeine Reaktion, die bewusstes Leben verhindert.

Ich weiß, dass das gerade für jemanden wie mich ziemlich schwierig ist, einfach mal nichts gegen eine unangenehme Situation zu tun und abzuwarten. Oh je, aber das ist jetzt wohl glaub ich meine Lernaufgabe in dieser Zeitqualität… Ich sage mir die ganze Zeit, dass darin Würde und Anmut liegt und Reife. Und irgendwie auch ganz viel wahre Weiblichkeit. Wen wundert’s, gehört ja zum passiven Prinzip.

Falls ihr auch noch gute Gedanken dazu habt, die mich motivieren könnten, weiterhin in Würde und Anmut durchs Leben zu gehen, dann schickt sie mir bitte!!! Es fällt mir nämlich unheimlich schwer, diesen weiblichen Weg zu gehen – unglaublich, aber wahr.