Verwirrte Gedanken…einfach mal so

Standard

Manchmal weiß ich nicht, was ich schreiben soll. Ich bin momentan so verwirrt und weiß überhaupt nicht, wie es weitergehen soll. Die Zukunft ist ein noch so unbeschriebenes Blatt und man möchte gedanklich dieses Blatt füllen und dann stellt man fest, dass, egal, wieviel man drauf schreibt, alles wieder verschwindet und das Blatt erneut leer ist. Und das wird auch immer so bleiben, denn man kann die Zukunft nie genau erfassen, weil man sich immer in der Gegenwart befindet. Die Karten können einem Hinweise geben, welches Prinzip vorherrschend sein wird, aber wie genau und in welcher Form sich dieses Prinzip dir gegenüber zeigt in deiner Welt – das weißt du nie. Du kannst nie etwas vorbereiten, kannst dir keine genauen Verhaltensweisen oder Handlungen vorgeben, die du realisieren könntest, denn die Situation, in der deine Realität dann auftreten wird, ist immer neu und du wirst dir vielleicht nichtmal dessen bewusst sein, dass das Prinzip jetzt da ist. Meistens weiß man es später erst, so wie man auch danach erst weiß, wie man sich optimalerweise verhalten hätte können. In der Situation bist du da, mit den verschiedenen Konstellationen von Wetter, Düften, visuellen Eindrücken, Gefühlen, Menschen, Geräuschen und Geschmäckern. Diese ganzen Dinge und noch viel mehr gehören zu deiner Wahrnehmung und haben starken Einfluss auf dich. Auf dich, deine Stimmungen, deine Reaktionen und Verhaltensmuster, auf die Worte, die du aussprichst, auf die Dinge, die du denkst, auf die Bewegungen, die du machst. Auf deinen Blick, den du ins Leere, auf Objekte oder andere Menschen wirfst. Aber oft (und in Wirklichkeit immer) machst du alles richtig und manchmal sogar wunderbar. Dann kannst du dir auf die Schulter klopfen und sagen: „Ich bin stolz auf dich.“ Stolz ist sowieso ein Gefühl, das ich erst seit kurzem kenne und das ich erst lernen musste, zu lokalisieren und zu empfinden. Und ich muss sagen, es fühlt sich ganz anders an, als ich es mir immer vorgestellt hatte. Es ist viel sanfter und offener und so befreiend – letzteres hätte ich wirklich nicht gedacht. Wahrscheinlich habe ich Stolz immer mit einem falschen negativen Gefühl verwechselt: das Gefühl, ein Gefühl des Stolzes auf sich selbst nicht zu verdienen. Dies verhinderte wahrscheinlich, dass ich ihn empfinden konnte.

Aber je mehr du mit allem zwischen Himmel und Erde verbunden bist (und diese Verbindung erlangt man nach meiner Erfahrung durch die Verbundenheit zum Inneren-zu sich selbst), desto öfter kannst du das Prinzip erkennen, das gerade ist. Und umso mehr kannst du beginnen, es zu akzeptieren. Wenn du die wahre Aufgabe, die du gerade für dich selbst hast, verstehst.

Und meine Aufgabe ist es jetzt, zu schweigen. So trivial es sich anhören mag, aber alles in mir strebt nach Stille. Mund zu und offene Augen. Einfach ausruhen – der Stimme eine Pause gönnen, die Stimmbänder entspannen lassen und die Welt auf einen wirken lassen.

Das war gut, diesen völlig verwirrten Eintrag zu schreiben, denn ich bin überrascht, wo er mich hingeführt hat.

Eure Sofia

Advertisements

»

  1. Und weißte was? So wirr waren diese Gedankengänge gar nicht. Ganz und gar nicht. Denn Du hast Recht. Manchmal ist Annehmen – etwas, das mir SEHR schwer fällt, das Einzige, was man machen kann. Und schon alleine das zu lernen kann Jahre dauern – oder ein halbes Leben.
    Alles Liebe für Dich… ♥

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s