Archiv für den Monat April 2013

Externsteine 2013 – Mein Erkennungszeichen

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Hallo meine Lieben!

Aufgrund von eurem hohen Interesse an den Externsteinen morgen abend, würde ich mich freuen, wenn wir uns ein wenig austauschen 🙂

Also, falls ihr Lust habt, gebe ich euch hier meine Erkennungszeichen:

Ich habe braune lange Haare (wie ungefähr mindestens 50% aller Anwesenden hihi) AAAABBBEEERRR ich liege auf einer roten Decke mit weißem, gemaltem Blumenmuster. Bei mir sind mindestens zwei Mädels, eine blond, eine hat kurze braune Haare. Ich werde versuchen, mir eine Blume ins Haar zu stecken. Ich bin sehr klein. Also 1,58m.

Mir fällt nichts mehr ein… ich weiß noch nciht, was ich anziehe, weil ich erst das Wetter abwarten muss.

Wenn ihr weitere Fragen habt, meldet euch einfach!

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Verwirrte Gedanken…einfach mal so

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Manchmal weiß ich nicht, was ich schreiben soll. Ich bin momentan so verwirrt und weiß überhaupt nicht, wie es weitergehen soll. Die Zukunft ist ein noch so unbeschriebenes Blatt und man möchte gedanklich dieses Blatt füllen und dann stellt man fest, dass, egal, wieviel man drauf schreibt, alles wieder verschwindet und das Blatt erneut leer ist. Und das wird auch immer so bleiben, denn man kann die Zukunft nie genau erfassen, weil man sich immer in der Gegenwart befindet. Die Karten können einem Hinweise geben, welches Prinzip vorherrschend sein wird, aber wie genau und in welcher Form sich dieses Prinzip dir gegenüber zeigt in deiner Welt – das weißt du nie. Du kannst nie etwas vorbereiten, kannst dir keine genauen Verhaltensweisen oder Handlungen vorgeben, die du realisieren könntest, denn die Situation, in der deine Realität dann auftreten wird, ist immer neu und du wirst dir vielleicht nichtmal dessen bewusst sein, dass das Prinzip jetzt da ist. Meistens weiß man es später erst, so wie man auch danach erst weiß, wie man sich optimalerweise verhalten hätte können. In der Situation bist du da, mit den verschiedenen Konstellationen von Wetter, Düften, visuellen Eindrücken, Gefühlen, Menschen, Geräuschen und Geschmäckern. Diese ganzen Dinge und noch viel mehr gehören zu deiner Wahrnehmung und haben starken Einfluss auf dich. Auf dich, deine Stimmungen, deine Reaktionen und Verhaltensmuster, auf die Worte, die du aussprichst, auf die Dinge, die du denkst, auf die Bewegungen, die du machst. Auf deinen Blick, den du ins Leere, auf Objekte oder andere Menschen wirfst. Aber oft (und in Wirklichkeit immer) machst du alles richtig und manchmal sogar wunderbar. Dann kannst du dir auf die Schulter klopfen und sagen: „Ich bin stolz auf dich.“ Stolz ist sowieso ein Gefühl, das ich erst seit kurzem kenne und das ich erst lernen musste, zu lokalisieren und zu empfinden. Und ich muss sagen, es fühlt sich ganz anders an, als ich es mir immer vorgestellt hatte. Es ist viel sanfter und offener und so befreiend – letzteres hätte ich wirklich nicht gedacht. Wahrscheinlich habe ich Stolz immer mit einem falschen negativen Gefühl verwechselt: das Gefühl, ein Gefühl des Stolzes auf sich selbst nicht zu verdienen. Dies verhinderte wahrscheinlich, dass ich ihn empfinden konnte.

Aber je mehr du mit allem zwischen Himmel und Erde verbunden bist (und diese Verbindung erlangt man nach meiner Erfahrung durch die Verbundenheit zum Inneren-zu sich selbst), desto öfter kannst du das Prinzip erkennen, das gerade ist. Und umso mehr kannst du beginnen, es zu akzeptieren. Wenn du die wahre Aufgabe, die du gerade für dich selbst hast, verstehst.

Und meine Aufgabe ist es jetzt, zu schweigen. So trivial es sich anhören mag, aber alles in mir strebt nach Stille. Mund zu und offene Augen. Einfach ausruhen – der Stimme eine Pause gönnen, die Stimmbänder entspannen lassen und die Welt auf einen wirken lassen.

Das war gut, diesen völlig verwirrten Eintrag zu schreiben, denn ich bin überrascht, wo er mich hingeführt hat.

Eure Sofia

Freundschaft

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Was für eine Freundschaft magst du? Wie sollte sie sein?

Es gibt sooo viele verschiedene Arten von Freundschaften und jeder hat andere Wünsche und Vorstellungen von einer schönen Freundschaft.

Für manche reicht es aus, sich ab und an mal zu treffen, über das Wetter oder den Job zu reden und dabei zusammen zu essen. Da ist das einfache Zusammensein wichtig und die Abwechslung zum Alleinsein oder zur Beziehung.

Bei noch anderen wiederum ist es wichtig, dass man regelmäßig Kontakt hat, sich regelmäßig trifft und den anderen über die aktuellsten Neuigkeiten in Kenntnis setzt.

Bei wieder anderen ist es wichtig, dass man einfach zusammen ist, wann man will und wie man will. Diese Variante gefällt mir persönlich am besten. Es gibt keinen „Meldezwang“, man muss nicht ALLE Infos berichtet haben, damit der andere nicht sauer oder enttäuscht ist. Man kann einfach zusammen „chillen“ oder wortlos nebeneinander spazieren. Gleichzeitig hat die Freundschaft etwas sehr Tiefgehendes, weil in diesem Raum des „Zusammenseins“ alles potentiell möglich ist, nichts ist verboten, du kannst albern sein, du kannst den anderen ärgern, du kannst ein Thema ansprechen, das dich sehr bedrückt oder einfach sagen: „Ich möchte jetzt nach Hause.“ Eine Freundschaft, in der die Nähe so groß ist, dass man die Reaktionen des Anderen nicht mehr auf sich beziehen muss. In der ich einfach ich selbst sein kann, in der ich einfach geliebt werde um meinetwillen und in meinem Sein.

Und dennoch habe ich auch ein paar andere Freundschaften, in denen ich schon Kompromisse machen muss, aber diese sind trotzdem schön auf ihre eigene Art und Weise. Ich denke, dass jede Freundschaft anders ist und gut ist, so, wie sie ist. Das Wichtige ist, dass man mit ihr leben kann – wenn sie einen zu sehr bedrückt, ist meines Erachtens nach der Sinn einer Freundschaft verfehlt.

Denn Freundschaften sollten meiner Meinung nach vor allem eins sein: leicht!

Wenn das ICH zum WIR wird…

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Ich hatte ein interessantes Gespräch mit meiner Arbeitskollegin, die ich sehr schätze. Sie ist jetzt seit einem Jahr verheiratet und wir kamen darüber ins Gespräch. Für sie bedeutet Heiraten etwas ganz Besonderes, das Versprechen hat etwas Symbolisches für sie sowie auch der Ring. Das Symbol der Liebe. Das fand ich sehr schön, ich sehe den Sinn, den viele Menschen darin sehen. Aber ich würd’s trotzdem nicht tun. Ist jedenfalls im Moment so. Außerdem habe ich eh keinen Mann, den ich heiraten könnte – geschweige denn der MICH heiraten möchte… ;-).

Jetzt könnte man annehmen, dass dies schon immer meine Überzeugung war, aber das war es bis vor zwei Jahren gar nicht. Hättet ihr mich vor drei/zehn/fünfzehn Jahren gefragt, hätte ich euch immer aus tiefster Überzeugung geantwortet, dass ich natürlich heiraten will. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass sich das nochmal so radikal ändert. Und das liegt nicht daran, so wie mein Arbeitskollege vermutet, dass ich eine ungute Erfahrung mit einem Mann gemacht habe, die mich in meinen Grundfesten erschüttert hat, nein, es liegt vielmehr an einer Erfahrung mit mir selbst. Irgendwann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich habe die ganze Zeit nicht gewusst, dass ich nicht wusste, wer ich bin und was ich will. Und dieses Wortspiel ist auch genauso gemeint. Vielleicht kam die Hochzeitsidee von meinen Freundinnen, von meinen Eltern, die ja schließlich auch verheiratet sind oder aus dem Kino… Tja, und jetzt steh ich da und merke, dass wahre Liebe für mich persönlich (ich sage das extra so, da ich betonen möchte, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss) etwas extrem Freies ist, verbunden und gleichzeitig ungebunden. So wie die Natur.

Liebe ist für mich, wenn ich ICH bleiben kann – der größte Horror wäre es zum „WIR“ zu werden! Da braucht man auch keine Hochzeit für, das machen viele Paare (darunter viele ehemalige Freunde von mir) ganz freiwillig und rennen wie blöd darauf zu, als würde dieses „WIR“ sie vollends erfüllen. Aber die Erfüllung nur in einem anderen Menschen zu suchen, kann nur eine temporäre Erfüllung sein.

Ich sage bewusst „ehemalige Freunde“, denn je mehr sie zum WIR wurden, desto mehr entfernten sie sich von mir. Es fängt alles erst immer damit an, dass man sich nur noch schwer mit ihnen allein treffen kann. Da bleiben dann viele intime Gespräche, die einem vorher so wichtig waren und von denen man angenommen hatte, sie wäre dem anderen genauso wichtig, auf der Strecke. Mit der Zeit beginnen dann die Familienangelegenheiten und sie haben bald keine Zeit mehr für dich, weil das Familienfest organisiert werden muss und auch einfach weil sie sich nur noch mit ihrem Partner und seiner Familie auseinandersetzen. Für sie ensteht ein ganz neues soziales Netz, das für das alte keinen Platz mehr lässt. Ich habe leider wirklich sehr oft die Erfahrung gemacht, dass dann keine Zeit mehr bleibt für andere Freundschaften. „Sorry schatzi, WIR haben heute Grillparty bei Franks Eltern, aber nächste Woche müssen wir uns unbedingt treffen!“ (Mmmmhhh, welches WIR ist jetzt gemeint??) Meistens geht der Kontakt dann ganz verloren… Das tut mir sehr weh, aber gleichzeitig habe ich wieder Platz für neue Freunde. Vielleicht sind es schon diese Dinge, die mich zurückschrecken lassen vor Heirat und Partnerschaft im Allgemeinen… Jedenfalls folgt in letzter Zeit auf das WIR dann auch bald die Heirat und vielleicht die Kinder. Aber was denken sich diese WIRER eigentlich? Was machen die denn, wenn die sterben müssen? Wie soll das funktionieren? Tja, hier kommt man wieder auf den Boden der Tatsachen: Man muss auch alleine sterben.

Wie tief diese Erfüllung wirklich ist, wird sich in Zukunft herausstellen. Das Leben wird eigentlich mit dem Alter immer aufregender – jetzt ist die Zeit, in der alle um mich herum heiraten und Kinder kriegen und dann wird die Zeit kommen, in der man sehen wird, ob es immer für jeden eine gute Entscheidung war, zu heiraten. Der Skorpion lauert und ist gespannt 😉 hihihi… Vielleicht sollte ich doch noch umschulen und Scheidungsanwältin werden 😉

Letzteres klingt sicher sehr skorpionisch-rachesüchtig, aber ich freue mich wirklich über jeden Verheirateten, der dies aus voller Überzeugung macht und auch reif dafür ist. Es erfüllt mich zu sehen, wie diese Paare sich lieben und glücklich miteinander sind. Ich weiß allerdings nicht, ob das die Leute sind, die zum WIR geworden sind oder eher die, die ihr eigenes ICH immer behalten haben.

Auch wenn meine bisherige Rede nicht so klang, suche auch ich in meinem tiefsten Innern einen Seelenverwandten. Aber meine Seele scheint nicht so viele Verwandte zu haben ;-(  Naja, einen habe ich immerhin schon einmal gefunden und ich versichere euch: wir sind damals nicht zum WIR geworden und haben uns trotzdem sehr geliebt 😉