Jahresrückblick 2012

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Diesen Jahresüberblick habe ich bei Athena gefunden und ihn für mich selbst mal beantwortet:

 

Vorherrschendes Gefühl für 2013: 
Alles wird besser!

Vorsätze für 2013?
Ein Mensch zu sein, mich selbst voll ausleben dürfen.

2012 zum ersten Mal getan? 
Gebloggt!

2012 nach langer Zeit wieder getan? 
Blockflöte spielen 🙂 Hilft sehr, wenn man Dinge loslassen will – nach dem Motto: Pfeif‘ drauf!

2012 leider gar nicht getan? 
Ins Freilichtmuseum nach Detmold gefahren.

Ich selbst:
Für mich selbst war dieses Jahr das bestimmt wichtigste Jahr meines bisherigen Lebens. Ich habe endlich das Höhlengleichnis Platons für mich selbst richtig verstanden. Dazu brauchte ich Mut, Kraft und Entschlossenheit. Was für ein krasses Gefühl, nach 29 Jahren zu merken, dass man in einer Höhle gelebt hat und gedacht hat, das wär’s. Es war ein minikleiner Funken Licht, der während einer Zugfahrt nach Essen, etwas in meiner Höhle hat aufblitzen lassen, nur für eine Milisekunde, und ich danke mir auf Knien, dass ich aufgestanden bin und nachgeschaut habe, woher das Licht kommt. Denn da sah ich, dass ich rausgehen kann. Das Leben ist einfach unglaublich und man kann die innere Wandlung, die so groß ist, nicht in beschränkte Worte pressen. Man muss den Weg selbst gehen.

Gesundheit: 
Auf dem Jakobsweg eine Lebensmittelvergiftung bekommen und eine Erkenntnis dazu: Egal, was auch immer sich dir in den Weg stellt und du wirklich das Gefühl hast, jetzt geht’s gar nicht mehr – du merkst, dass du trotz allem am Ziel ankommen kannst!

Familie: 
Auch da muss ich einsehen, dass man manche Dinge nicht ändern kann. Lieben geht dafür aber immer 🙂

Freundschaften: 

Sehr beglückend bis auf einige Ausnahmen. Habe mich endlich von Leuten befreit, die höchst unbewusst und automatisiert und ja, schon krank leben. Die von ihrem Weg abgekommen sind und nicht merken, dass sie immer den gleichen Weg gehen – und zwar im Kreis. Gott kann mich und andere Menschen schicken, die sie antippen und ihnen versuchen deutlich zu machen, dass sie im Kreis gehen. Mehr können wir nicht tun. Mitgehen geht ja auf gar keinen Fall! Ich musste und wollte weitergehen und treffe viele Menschen auf meinem Lebensweg, die mich weiterbringen und die mich erkennen und mir sagen, was sie sehen. Der blinde Fleck. Und andersrumgenauso.

Ernährung:

Immer gut gegessen. Meist nur Bioartikel, zwischendurch Pizzen von Joeys, oder anderes Fastfood (darf auch mal sein!), zu wenig Obst (wie immer), dafür viel, viel Gemüse! Ich liebe Essen und ich liebe Essen kochen und Essen gekocht zu bekommen und bedient zu werden und andere bekochen und sie zu bedienen! Gutes Essen ist fast genauso gut wie guter Sex! Kulinarische Gaumenorgasmen verleiten auch zum Stöhnen! Ja, ich stöhne beim essen.

Wort des Jahres:
Nein!

Zugenommen oder abgenommen: 
Immer hin und her. Das einzige, was sich nicht ändert, ist, dass ich nie damit aufhöre, mich sexy zu finden und meinen Körper sehr liebe! Und das sollte auch jede Frau so tun.

Haare länger oder kürzer: 
Immer lang. An der Seite wurde im Spätsommer als eine Art „innere Revolution“ ein Sidecut vorgenommen. Symbolisch wollte ich für mich damit ausdrücken, dass ich meinen eigenen Weg gehe und dass ich wild bin. Zu wild für diese Gesellschaft. Ich will leben, will Natur, will Tiere, will den Rhythmus spüren, möchte fauchen und brüllen und auch klein und fein sein. Ich möchte meine Natur in all ihren Facetten ausleben! (Man man man, was in dem Haarschnitt – jetzt, wo ich diese Zeilen hier niederschreibe – nicht alles so drinsteckt)

Mehr ausgegeben oder weniger: 
Das weiß nur der liebe Gott und wen gibt es Besseres dafür?

Krankenhausbesuche: 
Keine. Gott sei Dank!

Verliebt: 
Ja. In mehrere Männer gleichzeitig und auch nacheinander. Und auch ein bißchen in eine Frau.

Getränk des Jahres: 
Rosenblütentee.

Die meiste und schönste Zeit verbracht mit: 
 Figaro! Und mit mir selbst.

Buch des Jahres: 
Jedes Buch war wichtig.

TV-Serie des Jahres:
Desperate Housewives, Unsere kleine Farm (Charles Ingalls for president!)

Erkenntnis des Jahres: 
Ich bin ganz anders als alle anderen und ich muss das nicht verstecken, um mich anzupassen, sondern darf und soll meinen Weg gehen! Wer mitkommen will, darf mit!

Drei Dinge auf die ich gut hätte verzichten können: 
Damit kann ich nichts anfangen. Was passiert, soll passieren.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres:
Eine Therapie zu machen.

Schlimmstes Ereignis: 
 Lebensmittelvergiftung auf dem Jakobsweg.

Schönstes Ereignis: 
 Der Jakobsweg samt Lebensmittelvergiftung.

Beste Anschaffung: 
Digitaler Wecker ;-), um nicht mehr mit Handy schlafen zu müssen.

Kreativität: 
Stricken, Häkeln, Kochen, Singen ausgedachter Figaro-Songs, Tanz Tanz Tanz!!!

Spirituell: 

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal wirklich wahrgenommen, dass in mir eine große Spiritualität herrscht, die ich immer weggedrängt habe, damit ich mich nicht so sehr von anderen unterscheide und sie mich mehr akzeptieren. Jetzt weiß ich, dass meine weibliche Kraft raus will, dass ich mehr will vom Leben, als acht Stunden arbeiten und Fernsehn gucken.

Krafttiere: 
Raben/Krähen, weil sie Spiritualität in mir wecken und mir meine Tiefe zeigen

Kater und Katzen, weil sie mir die Schönheit des Lebens zeigen

Pinguine, weil sie mich zum Lachen bringen (Dokus über Pinguine kann ich nur empfehlen – köstlich ;-))

Affen, weil sie mir zeigen, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier gar nicht so groß ist, wie man glaubt.

2012 war mit einem Wort? 

Wende!

 

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Aus der Dunkelheit ins LichtBild

 

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  1. Whow, bravo – so kraftvoll und selbstbewußt – nur toll! Du bist gepilgert? Und warst mehrfach verliebt? Und was hat es mit diesem Höhlengleichnis auf sich? Wirklich tolle, spannende Antworten!

    • Ja, ich bin das letzte Stück des Jakobswegs gepilgert, weil ich das schon seit Jahren machen wollte und mich dieses Jahr endlich getraut habe! Es passte aber auch wirklich in dieses Jahr hinein und sollte auch jetzt passieren.
      Ich bin solo und war auch das ganze Jahr über solo. Eigentlich auch die letzten 2 Jahre. Hatte eine Affäre mit einem älteren Mann (in den ich verliebt war), habe ein Abenteuer mit einem persischen Flamencotänzer hinter mir (auch nen bißchen verknallt) und bin auch zusätzlich ein wenig in zwei meiner Arbeitskollegen verliebt 🙂 Und auch in meine Freundin… ich habe den Druck aus meinem Gefühlsleben genommen und genieße momentan einfach diese neuen Gefühle 🙂
      Das mit Platon war glaub ich irgendwie so: Platon ging davon aus, dass alle Menschen in einer Höhle leben, also quasi in einer Illusion und das nur wenige Menschen merken, was wirklich „ist“ und das Licht entdecken und das „draußen“. Die Therapie war mein Schritt nach Draußen! Und kaum ist man draußen, weiß man gar nicht, was man sich zuerst angucken soll 😉
      Danke für deine schönen Worte! Dieser Überblick hat mir selbst auch nochmal einiges klar gemacht – danke dir also von Herzen für den Impuls von dir!!!

      • Ja, ich glaube der Mensch steckt in vielen solcher Höhlen und es gibt unzählige Möglichkeiten da den eigenen Horizont zu erweitern 😉 Toll jedenfalls, stelle ich mir alles total aufregend vor bei Dir! Schön dass wir uns hier gefunden haben. Alles Liebe!

  2. Ui, das klingt wirklich nach einem ganz tollen Jahr voller Bewegung – in dir und mit dir und um dich herum. 🙂 Und tolle Fotos! Ich wünsche dir viele schöne neue Erfahrungen im Jahr 2013!

  3. Zu deinen wundervollen Zeilen fallen mir folgende Wörter ein: Mut, Energie, Selbstbewusstsein, Tiefsinnigkeit, Leben (!), Freude, Achtsamkeit, Tatendrang sowie In-Sich-Gekehrtsein, Liebe und Frausein (!)… Du hast viele tolle Dinge dieses Jahr erlebt und für dich erkannt. Für das neue Jahr wünsche ich dir all das, was dich auf deinem Weg zum Glücklichsein hilft.

  4. Dein Jahresrückblick macht mich fröhlich. Ich wünsche Dir ein noch besseres Jahr 2013!
    Vielen Dank dafür, dass Du hier Deine Gedanken mit uns teilst.

  5. Danke für die sooo berührenden Kommentare von euch allen! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh es mich macht, in dieser Form Menschen zu finden, die mich verstehen und nicht auslachen.
    In diesem Sinne wünsche ich euch ein gesundes, frohes und segenreiches neues Jahr!

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